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vielfältiges Gartenreich

Der Gartenbereich des Einfamilienhauses im Toggenburg, der sich hier mit idyllischem Kleinpool, grosszügiger Aussenküche, einladendem Sitzplatz und prächtiger Aussicht präsentiert, wurde innerhalb von zehn Wochen gebaut, bepflanzt, gestaltet.

Dabei war die Ausgangslage gar nicht so einfach. An leichter Hanglage gelegen, erstreckten sich vor dem Haus zwei Gartenebenen, verbunden mit einer Böschung mit Findlingen und Pflanzen. Die obere Ebene wurde von einer Rasenfläche bestimmt sowie von einigen Hochbeeten; daneben gab es Bereiche mit Verbundsteinbelag, gesäumt von Sträuchern. Auf der unteren Ebene war ein kleiner Kiesplatz mit Feuersäule eingerichtet worden. Wunsch der Bauherrschaft war es, dieses Gelände besser zu nutzen und einen Outdoorbereich mit Atmosphäre und hoher Freizeitqualität zu schaffen: mit Bade- und Grillmöglichkeit, Sitzplatz und Ruheinseln, viel Privatsphäre und vielfältigen Gartenbereichen mit Nutz- und Heilkräutern. Die Neukonzeption und Umsetzung wurde der Gartenbaufirma Egli Grün AG übertragen.

Neugestaltung

Auf der Basis eingehender Gespräche und einer genauen Inspektion der Ausgangslage machte sich Gartenspezialist Marcel Egli ans Werk, konzipierte und skizzierte den neuen Wohngarten – und erhielt freie Hand für die Umsetzung. Die zentrale Voraussetzung für die Realisierung seiner Konzeptidee war die Egalisierung der Hanglage.

Marcel Egli: «Für die Neugestaltung und Vergrösserung des Gartenbereiches war es notwendig, den Höhenunterschied der Hanglage auszugleichen. Um eine grössere Ebene für den Wohngarten zu erhalten, haben wir zur Höhenüberbrückung Elemente aus rohem Stahl, Pflanztröge und Sichtschutzwände aus Kastanienrundholz eingesetzt, die das Gelände heute definieren.»

Das neue Gartenreich breitet sich heute auf rund 110 Quadratmetern Fläche aus.

Grundriss Skizze

Pflanzenvielfalt

Aus der bestehenden Gartenanlage wurden zahlreiche Sträucher übernommen und in die Neubepflanzung integriert: Japanischer Ahorn, diverse Koniferen, Bambus, Weigelia und weitere verstehen sich gut mit der mehrstämmigen Parrotia, die als Schattenbaum und natürliches, raumbildendes Element hinzugekommen ist. Verschiedene Nutz- und Heilkräuter, Blütenstauden und Bodendecker gesellen sich dazu und schaffen eine abwechslungsreiche, grüne Gartenlandschaft von besonderer Atmosphäre. Das harmonische Materialkonzept trägt einen wichtigen Teil dazu bei.

Materialwahl

Im neuen Wohngarten finden sich ausschliesslich Materialien von Schweizer Herkunft. Beläge, Mauern, die Aussenküche, Schrittplatten und Stellriemen sind alle aus Calanca Gneis; für Rundkiesbeläge dient gewaschener Kies aus der Region. Der Kleinpool ist aus Chromstahl, für Sitzplätze und Liegerost wurde Lärchenholz gewählt. Alles passt zueinander, fügt sich zu einem harmonischen Ganzen, einem Raum der Ruhe und Erholung verspricht.

Wasser & Licht

Das Element Wasser durfte nicht fehlen. Der Kleinpool aus Chromstahl mit freistehendem Schwalleinlauf und automatischer Wasseraufbereitung wird den Wünschen der Bauherrschaft vollkommen gerecht. Er ist eine Oase im grünen Reich. Nachts bringen ihn LED-Unterwasserleuchten sanft zum Leuchten, und er tritt in Dialog mit der Parrotia, die mit Einbau-/Teleskop Spots (LED warm) inszeniert wird. Die dezente Beleuchtung läuft über eine astronomische Zeitschaltuhr zur Vermeidung übermässiger Lichtverschmutzung.

Garten vorher

Text: Brigitte Kesselring / Redaktion Gartenidee