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Saison-Tipp Frühling: Schmackhaftes aus dem Ziergarten

Saison-Tipp Frühling: Schmackhaftes aus dem Ziergarten

Dekorativ warten sie in Gartenbeeten und Blumenkästen darauf, von uns «vernascht» zu werden. Nein, hier geht es nicht um Obst und Beeren, sondern um essbare Zierpflanzen.

Bekannt für ihre Essbarkeit sind Ringelblume, Kamille oder Echinacea, die auch medizinisch verwendet werden. Ganze Blüten oder einzelne Blütenblätter geben auch eine hübsche und schmackhafte Deko für spezielle Gerichte ab. Ebenfalls werden dafür häufig Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Veilchen, Kornblumen und Rosen verwendet. Aus dem Ziergarten kann aber auch noch einiges auf den Teller, was du vermutlich eher nicht auf der Menükarte erwartet hättest.

Ebenfalls essbare Blüten haben Phlox, Indianernessel, Glockenblume, Storchschnabel, Katzenminze und Tagetes – ja sogar Gehölze, wie Magnolie, Hibiskus, Judasbaum oder Klettertrompete.

Zudem gibt es da aber auch noch Zierpflanzen, die du sozusagen mit Stumpf und Stiel verschlingen kannst. Eine davon ist die Hosta.

Du kennst die Hosta vielleicht auch als Funkie oder Herzblattlilie. Sie ist eine der beliebtesten Blattschmuckstauden für schattige Bereiche, denn ihre unzähligen Sorten bieten eine enorme Vielfalt an Farben und Zeichnungen der meist herzförmigen Blätter. Einfarbig oder kontrastfarbig gerandet können diese diverse Grün-, Gelb- und Weiss-Töne aufweisen. Ungefähr im Juli/August bilden sich hübsche weisse oder blass violettfarbene Glockenblüten, aus denen sich interessante Samenstände entwickeln.

Die Hosta als Delikatesse

Die Hosta gehört zur Familie der Spargelgewächse und ist in Asien auch als Frühlings-Gemüse bekannt. Je nach Land und Region landen junge Triebe und Blätter sowie Knospen und Blüten – roh, gedünstet, gekocht oder frittiert – in den verschiedensten Gerichten.

Der Geschmack soll je nach Sorte variieren. Bei einigen sollen Sprossen und Blätter ähnlich schmecken wie eine Mischung aus Spargeln und Frühlingszwiebeln. Die Sorten, welche ich bereits probiert habe, erinnern mich persönlich eher an milden Lauch.

Bei Blüten sei der Geschmack mild und leicht süsslich. Hier gilt: je stärker sie duften, umso besser schmecken sie. «Hosta plantaginea» mit grossen duftenden Blüten soll die Sorte mit den schmackhaftesten Blüten sein.

Vor allem in Japan hat die kulinarische Verwendung der Hosta eine lange Tradition. Obwohl die Pflanze auf japanisch «Giboushi» heisst, wird die Hosta als Gemüse aber «Urui» genannt. Sie gehört zu den sogenannten «Sansai» (Wildgemüse / Berggemüse), wozu unter anderem auch die Sprosse von Straussenfarn, Bambus und Aralien zählen.

Aufgrund der immer grösseren Nachfrage wird «Urui» heute aber auch gewerblich kultiviert und in Supermärkten verkauft (wie bei uns Spargeln). Scheinbar wird vor allem die «Hosta montana» etwas seltener auch die «Hosta sieboldiana» angebaut. Ein eher neuer Trend ist «Yuki urui» (weisse Urui), die vor Licht geschützt kultiviert werden und daher zarter und milder sein sollen.

Ernte und Verwendung der Hosta

Für einige Hosta-Liebhaber ist es vielleicht unvorstellbar, ihre Prachtexemplare zu verspeisen. Und ja, man muss auch nicht alles essen. Wenn du trotzdem einmal von der Hosta kosten willst, kannst du junge Triebe, frische Blätter sowie Blütenknospen und Blüten roh, gedünstet oder gebraten geniessen. Zwiebeln, Knoblauch oder auch gebratener Speck sollen hervorragend zu Sprossen und jungen Blättern passen. Die Hosta, insbesondere ihre Knospen und Blüten, im Teigmantel zu frittieren ist in Japan sehr beliebt und übrigens eine lange Tradition. Diese Zubereitungsart nennt sich «Tempura».

Wenn die Hosta im Frühling ihre spitzen Triebe aus der Erde schiebt, beginnt die Erntezeit. Falls du noch Hemmungen hast, deiner Hosta mit dem Messer zu Leibe zu rücken, kann ich dich beruhigen. Häufig wachsen ihre Triebe schon nach wenigen Jahren so dicht beisammen, dass sie kaum noch Platz haben, sich zu entfalten. Den einen oder anderen Spross wegzuschneiden, verschafft den restlichen mehr Luft zum Wachsen.

Sprossen und junge Triebe

Ernte:
Wenn die Sprossen ca. 5 – 10 cm lang und möglichst noch ganz eingerollt sind, schneidest du sie mit einem scharfen Messer dicht über dem Boden ab. Dann sollen sie besonders zart und geschmackvoll sein. Vergiss nicht, sie zu waschen, denn diese Dinger bohren sich ja durch die Erde und das hinterlässt häufig Spuren…

Verwendung:
In Saucen oder Suppen, blanchiert, gedünstet, karamellisiert, gebraten oder gegrillt (mit etwas Öl, Zwiebel oder Knoblauch, auch gebratener Speck soll hervorragend passen).

Junge Blätter

Ernte:
Frisch nachwachsende Blätter laufend nach Bedarf. Nur wenige Blätter auf einmal von der gleichen Pflanze entfernen.

Verwendung:
Junge Blätter sind am zartesten und eignen sich besonders für Salate oder zum Frittieren. Ältere Blätter sind etwas zäher, können aber gekocht (wie Spinat) oder zum Einrollen von Speisen (wie Mangold) trotzdem verwendet werden.

Blüten-Knospen

Ernte:
Die noch kompakten Knospen vor der Blüte (ca. ab Juli) mit einem scharfen Messer entfernen.

Verwendung:
Im Salat, als Deko, frittiert oder eingelegt.

Blüten

Ernte:
Frisch geöffnete Blüten abpflücken (bester Geschmack)

Verwendung:
Frisch im Salat, als Deko auf salzigen oder süssen Speisen. Eingelegt, im Teigmantel frittiert oder verzuckert (mit Eiweiss und Puderzucker kurz gebacken).

Zum Verzuckern sollen sich helle und duftende Blüten besonders eignen, zum Frittieren und Dünsten dunkelviolette. Diese sollen sich bei der Verarbeitung wunderbar blau färben.

Rezept-Inspirationen für Hosta

Da Hosta als Gemüse bei uns eher unbekannt ist, sind nicht so viele Rezepte auffindbar. Auf foragerchef.com findest du aber einige interessante Ideen des amerikanischen Kochs Alan Bergo.

Delikatesse für Menschen, giftig für Haustiere

Bei der Hosta verhält es sich ähnlich wie mit Schokolade – eine Delikatesse für Menschen, aber schädlich für Hunde (wie auch Katzen, Pferde und Fische). Glücklicherweise scheinen Haustiere aber auch kein Interesse an der Pflanze zu zeigen. Sie haben es scheinbar im Gespür, dass die in der Hosta enthaltenen Saponine für sie giftig sind. Ganz anders ist dies leider bei Schnecken, Hasen, Rehen und Hirschen – die kosten bei Gelegenheit immer mal wieder von der Hosta und vertragen sie genauso gut wie wir Menschen.

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Hamamelis / Zaubernuss

Hamamelis / Zaubernuss

Lieblingspflanze von Markus Brülisauer

Markus Brülisauer
(Bauführer Gartenpflege)

Für Markus Brülisauer (Bauführer Gartenpflege) ist völlig klar, wieso seine Lieblingspflanze als «Königin der Winterblüher» gilt. Wie kleine Feuerwerke wirken die Blüten-Pompons der Hamamelis und zaubern in einer äusserst ungewöhnlichen Jahreszeit Farbkleckse in die Gärten. Sortenabhängig sind die Blüten gelb, orange, rot oder pink und verströmen einen angenehm süsslichen Duft. Nach diesem fulminanten Auftritt besticht die Hamamelis zwar mit ihrem ansprechenden Wuchs, ist jedoch über den Sommer eher unscheinbar. Dann läuft sie aber nochmals zur Höchstform auf und lässt die Gartensaison mit wunderbar gefärbtem Herbstlaub ausklingen.

Die Hamamelis ist aber nicht nur ein beliebtes Ziergehölz, denn auch in der Naturheilkunde und Kosmetikindustrie wird sie gerne verwendet. Hole dir hier weitere spannende Infos und Tipps zu dieser vielseitigen Pflanze. Erfahre, wieso sie «Zaubernuss» genannt wird und über welche erstaunlichen «Special-Effects» sie verfügt. Viel Spass beim Lesen!

Heitere Gartengrüsse

Julian

Steckbrief Hamamelis / Zaubernuss

Grösse: Höhe 2 – 5 m / Breite 1,5 – 5 m (sortenspezifisch)
Wuchs: 15 – 40 cm pro Jahr
Wuchsform: locker trichterförmig, gut verzweigt
Stammform: mehrstämmig, einstämmig
Pflanzenart: Gross-Strauch / Klein-Baum
Wurzeltyp: Herzwurzler (Flachwurzler)
Blatt: grün, oval, leicht gezahnt, intensive Herbstfarben
Blüte: gelbe, orange, rote, pinke oder mehrfarbige Pompons
Blütezeit: zwischen September und März (stark sortenspezifisch)
Bestäubungsart: Insekten und Wind
Frucht: Kapselfrucht
Giftigkeit: nicht giftig
Familie: Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae)
Insektenfreundlichkeit: Ja, frühe Nektarquelle
Schnittverträglichkeit: eher schlecht, Schnitt nicht nötig
Frosthärte: gut (bis ca. -20° C)
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: tiefgründig, durchlässig, frisch bis mässig feucht
Erde: humos, nährstoffreich, leicht sauer bis neutral, möglichst kalkfrei
Salzverträglich: gering
Kalkverträglichkeit: nein
Verwendung: Solitär, Parkanlagen, Rhododendron-Garten, Waldgarten, Insektengarten, japanischer Garten, Kübelpflanze

Erscheinungsbild Hamamelis / Zaubernuss

Als langsam wachsendes Gehölz erreicht die Hamamelis erst in hohem Alter ihre maximale Grösse und bildet (je nach Sorte) eine teils recht breite Krone. Auch wenn sie viele Jahre kompakt bleibt, solltest du ihr daher trotzdem bereits bei der Pflanzung genügend Platz einräumen.

Anders als die meisten Pflanzen trumpft die Hamamelis nicht im Frühling oder Sommer mit ihren Vorzügen auf. Zu dieser Jahreszeit zeigt sie sich eher unscheinbar. Das beliebte Solitärgehölz hat seinen grossen Auftritt erst dann, wenn sich die meisten anderen Pflanzen bereits von der Bildfläche verabschieden.

Ab September/Oktober öffnet die Hamamelis vernalis als einzige Herbstblüherin unter den insgesamt 6 Arten ihre kleinen gelben Blüten, die leider etwas im Laub versteckt sind. Die einzige medizinisch verwendete Art ist daher optisch nicht so ansprechend wie ihre Verwandten.

Nach diesem eher unspektakulären Anfang wissen sich die restlichen 5 Hamamelis-Arten dann aber besser in Szene zu setzen. Ihr Blätterkleid ist nun sortenabhängig unterschiedlich bunt gefärbt. So leuchten sie mit den letzten Herbstblühern um die Wette, um bereits kurze Zeit später feuerwerksartige Farbkleckse in die winterliche Umgebung zu zaubern. Auch Zeitpunkt und Farbe der Blüten hängen von der jeweiligen Sorte ab.

Den Titel als «Königin der Winterblüher» hat die Hamamelis absolut verdient, denn ihre extravaganten Blüten verströmen bei gutem Wetter zudem einen angenehm süsslichen Duft! Gepaart mit ihrer schönen Herbstfärbung, dem harmonischen Wuchs und teils sehr interessantem Stammbild, ist die Hamamelis eine Bereicherung für Gärten und Terrassen.

Dass die Hamamelis zu den eher teuren Gehölzen gehört, liegt aber nicht an ihrem königlichen Titel. Der Grund dafür sind ihr langsamer Wuchs sowie die recht schwierige Vermehrung. Der etwas höhere Preis sei ihr aber verziehen, denn bereits junge Exemplare weisen meist schon eine schön verzweigte Trichterform auf und blühen reich. Zudem kannst du beim Unterhalt sparen. Die Hamamelis ist eine robuste Pflanze und wird nur selten von Krankheiten befallen. Ebenso benötigt sie keinen Rückschnitt, den sie übrigens auch nicht gut verträgt. Beschränke dich daher auf das vorsichtige Ausschneiden von beschädigten Zweigen.

Blüten und Früchte

Die Knospen für ihr winterliches Blütenspektakel bildet die Hamamelis bereits im Herbst. Je nach Sorte und Witterung sitzen dann zwischen Dezember und März gelbe, orange, rote, pinke oder gar mehrfarbige Blüten wie winzige Pompons auf den Zweigen. Diese extravagante Optik entsteht durch lange, schmale Blütenblätter, die wie bunte Bänder an einem kleinen, ziemlich unscheinbaren Blütenkelch befestigt sind. Dieser ist meist purpurfarben und bietet einen schönen Kontrast zu gelben und orangen Kronblättern.

Und hier kommt nun der «Special-Effect Nr. 1»: Als Frostschutz bei allzu eisigen Temperaturen rollen sich die Blütenblätter ein, wie winzige Party-Luftrüssel, und so übersteht die Blüte Temperaturen bis -10 °C unbeschadet. Steigen die Temperaturen wieder an, rollen sich die Blütenblätter meist vollständig wieder auf. Häufig ist die Blüte danach aber etwas weniger schön und hält sich kürzer. Ein geschützter Standort hilft dabei, dies etwas zu umgehen.

Die Blüten der «Hamamelis virginiana» unterscheiden sich etwas von den anderen Arten. Bei der einzigen Herbstblüherin öffnen sich die Knospen bereits zwischen September und Oktober. Die Blüten sind vergleichsweise klein und verbreiten einen eher unangenehmen Geruch anstelle des typisch süsslichen Dufts.

«Special-Effect Nr. 2» betrifft die Fortpflanzung. Auch hier hat die Hamamelis eine interessante Taktik. Mit ihrem angenehm süsslichen Duft lockt sie Insekten an und bietet diesen eine willkommene Nahrungsquelle. Zusätzlich kann sie aber auch durch den Wind bestäubt werden, falls die Temperaturen für Insekten zu kalt sind.

Aus den bestäubten Blüten entstehen aber keine Nüsse, wie der Name «Zaubernuss» vermuten liesse, sondern eiförmige Fruchtkapseln mit max. 2 Samen. Durch die ungewöhnlich lange Reifedauer von bis zu 11 Monaten sind an diesem Gehölz durchaus Früchte und Blüten gleichzeitig anzutreffen.

Damit nun zu «Special-Effect Nr. 3»: Sind die Fruchtkapseln reif, platzen diese mit einem gut hörbaren Knall auf. Dabei schleudern sie ihre Samen mit unglaublicher Wucht bis zu wissenschaftlich belegten 18 m weit heraus.

Blätterkleid

Blätter spriessen bei der Hamamelis (ausser bei H. virginiana) erst nach der Blüte. Sie sind mittel- bis dunkelgrün und ihre ovale, leicht gezahnte Form erinnert an Haselnuss-Blätter.

Daher bekam die Hamamelis in früheren Zeiten auch die Namen «Zaubernuss» oder «Hexenhasel» (in englisch «witch hazel»). Diese werden bis heute benutzt, obschon sie auch etwas verwirren. Denn wie du nun weisst, wachsen an der Hamamelis keine Nüsse und auch botanisch gesehen gehören die beiden Gehölze in völlig unterschiedliche Familien. Ohnehin ist die Ähnlichkeit ihrer Blätter nur vage, denn die der Hamamelis sind etwas kleiner und dicker als die der Haselnuss. Zudem sitzen Haselblätter versetzt am Zweig (wechselständig), wogegen Hamamelisblätter sich meist direkt gegenüberliegen (gleichständig).

Spätestens im Herbst verrät sich dann aber die Hamamelis mit einem weiteren Farbspektakel. Mit bunt gefärbtem Laub in Tönen von Gelb, Orange, Rot bis Purpur lässt sie die Saison ausklingen. Die Ausprägung der Herbstfarbe ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Es gibt sogar Sorten mit musterartigen Farbverläufen. Weitere Faktoren für eine besonders ausgeprägte Färbung sind Sonneneinstrahlung, Wetter, Nährstoff- und Wasserversorgung. Aber woher genau kommen eigentlich die Herbstfarben der Blätter?

Wie gross wird Hamamelis / Zaubernuss?

Wie bei allen Gehölzen hängt auch bei der Hamamelis die maximale Grösse immer stark ab von Sorte, Standort, Bodenbeschaffenheit sowie Licht- und Platzverhältnissen. Durch ihr langsames Wachstum erreicht sie erst in hohem Alter eine ungefähre Endhöhe von 2 bis 5 Metern und einer recht ausladenden Krone. Deren Breite kann dann sogar mehr messen als ihre Höhe. Auch wenn die Hamamelis nur langsam wächst, solltest du ihr darum trotzdem bereits bei der Pflanzung genügend Platz einräumen.

Kann man Hamamelis / Zaubernuss klein halten?

Die Hamamelis ist nicht gut schnittverträglich. Darum solltest du auf Rückschnitte möglichst verzichten und sie selbstständig ihre Form finden lassen. Das kann sie nämlich richtig gut. Zudem bleibt die Hamamelis durch ihr langsames Wachstum ohnehin recht lange in überschaubarer Grösse.

Wenn du Zweifel bezüglich der Grösse hast, solltest du dich vor dem Kauf über die unterschiedlichen Grössen der verschiedenen Sorten informieren.

Ist Hamamelis / Zaubernuss giftig?

Nein, die Zaubernuss ist nicht giftig. Im Gegenteil, die Hamamelis hat sogar heilende Kräfte. Sie wird gegen allerlei Hautbeschwerden und neuerdings auch in Kosmetika eingesetzt.

Du kannst also bedenkenlos eine Hamamelis in deinen Garten einziehen lassen, auch wenn du ihn mit Kindern und Tieren teilst.

Standort und Boden für Hamamelis / Zaubernuss

Da die Hamamelis im Winter blüht, sollte sie an einen Ort im Garten einziehen, wo du sie aus dem Fenster gut siehst. Pflanzt du sie in der Nähe des Hauseingangs, kannst du zudem auch ihren Duft im Vorbeigehen geniessen. Gelbe Sorten haben die beste Leuchtkraft. Besonders schön zur Geltung kommen gelb oder orange blühende Hamamelis-Pflanzen vor immergrünen Gehölzen. Bei roten oder pinkfarbenen Blüten eignet sich besser ein heller Hintergrund, wie z.B. eine Hauswand. Achte aber immer auf genügend Abstand zu anderen Objekten, um ihr genügend Raum für Wachstum zu geben.

Noch wichtiger als die Optik sind aber die Ansprüche der Hamamelis an ihren neuen Standort. Je optimaler die Bedingungen sind, desto robuster ist das Gehölz.

Standortansprüche

Die reichste Blütenfülle zeigt die Hamamelis an einem sonnigen Platz. Sie kommt aber auch mit Halbschatten gut zurecht. Dort entwickeln sich aber weniger Blüten und auch die Farbintensität von Sorten mit orange/rotem Herbstlaub wird weniger stark sein.

Herbstfarben mit besonders vielen Rottönen zeigen sich an vollsonnigen Standorten mit mässig feuchtem Boden.

Wenn du zudem einen windgeschützten Platz wählst, bleibt dir das wunderbar bunte Herbstlaub länger erhalten und auch die Blüten sind besser vor eisigen Winden geschützt.

Bodenbeschaffenheit

Am wohlsten fühlt sich die Hamamelis in leicht saurer bis neutraler sowie möglichst kalkarmer Erde (idealer pH-Wert 4,5 – 6,5), die humos, nährstoffreich und frisch bis leicht feucht ist. Staunässe mag sie aber nicht!

Als sogenannter «Herzwurzler» kann sie nebst einem oberflächennahen feinen Wurzelgeflecht auch tiefe Pfahlwurzeln schlagen, wenn es die Bodenbeschaffenheit erfordert. Besser wächst sie aber, wenn der Boden möglichst tiefgründig, locker und nicht verdichtet ist. Leider ist dies in Neubaugebieten aber nur selten der Fall, weshalb eine gute Bodenaufbereitung dort besonders wichtig ist. Das Pflanzloch sollte dann mindestens doppelt so breit und tief sein, wie der Wurzelballen und mit Kompost aufgefüllt werden.

Pflanzung und Pflege der Hamamelis / Zaubernuss

Hast du den richtigen Standort gefunden und dir deine Wunsch-Hamamelis besorgt, geht es an die Pflanzung. Es lohnt sich, der Hamamelis von Anfang an möglichst gute Bedingungen zu schaffen. Dies erleichtert ihr nicht nur das Anwachsen, denn je optimaler die Bedingungen sind, desto robuster ist das Gehölz. Bei verdichtetem Boden muss das Pflanzloch mindestens doppelt so gross und breit sein wie der Wurzelballen. Fülle das Pflanzloch so mit lockerer Erde auf, dass der Wurzelballen oben ebenerdig mit der Umgebung ist und nicht von Erde überdeckt wird. Das verträgt die Hamamelis nicht gut. Diesen kannst du zum Schutz am Schluss mit Rindenmulch abdecken. Vergiss nicht, sie danach gut anzugiessen und vor allem im ersten Jahr auf eine gute Wasserversorgung zu achten.

Als sehr langsam wachsendes Gehölz braucht die Hamamelis ca. 2 – 3 Jahre, um gut anzuwurzeln. Da sie in dieser Zeit alle Kraft in die Wurzeln steckt, wächst sie fast gar nicht und bildet auch kaum Blüten. In der Zwischenzeit kannst du dich aber schon mal am schönen Herbstlaub erfreuen!

Gut zu wissen: Die beste Pflanzzeit ist im Herbst. Dann hat die Pflanze bis zum Winter genug Zeit, um gut anzuwurzeln und ist nicht allzu bald dem Hitzestress des Sommers ausgeliefert. Im Herbst kannst du die Erde über dem Wurzelballen in den ersten Jahren mit einer Schicht Mulch oder Laub schützen, das du mit Reisig abdeckst. Das verhindert das Verwehen des Laubs.

Wasserbedarf

Die Hamamelis mag am liebsten frischen bis leicht feuchten Boden, überlebt aber in der freien Natur auch gelegentliche Trockenphasen. Für ihre Schönheit und Vitalität ist dies aber nicht gerade förderlich. Da die Hamamelis sehr nahe an der Oberfläche ein feines Wurzelgeflecht hat, macht ihr bei trockenem Boden auch die Hitze mehr zu schaffen. Darum solltest du in deinem Garten darauf achten, dass die Erde nie über mehrere Tage austrocknet und immer leicht feucht ist. In längeren heissen und trockenen Perioden sollten sogar auch ältere Exemplare gelegentlich gegossen werden. Abgestandenes Wasser eignet sich dafür am besten, denn die Hamamelis mag Kalk nicht so gerne.

Die Wasserversorgung hat auch einen Einfluss auf die Herbstfärbung sowie ihre Blühwilligkeit im folgenden Jahr.

Düngung

Eine jährliche Düngergabe sorgt für einen gesunden und kräftigen Wuchs, intensivere Herbstfärbung und reiche Blütenfülle im nächsten Jahr. Füttere die Hamamelis darum nach der Blüte im Frühling mit einem Gemisch aus Kompost und einer Handvoll Hornspänen, welches du fingerdick auf den Wurzelballen gibst. Dazu musst du den Rindenmulch vorher entfernen. Nach der Düngung solltest du jeweils reichlich wässern.

Je nach Bodenbeschaffenheit kannst du der Hamamelis auch im Herbst nochmals etwas Kompost geben.

Werden Hornspäne mit Kompost gemischt, ermöglichen die Mikroorganismen im Kompost eine raschere Zersetzung der Hornspäne und machen diese schneller zugänglich für die Pflanzen.

Hamamelis / Zaubernuss als Kübelpflanze

Auch wenn du keinen Garten hast, musst du nicht auf die «Königin der Winterblüher» verzichten. Aufgrund ihrer guten Frosthärte kannst du die Hamamelis auch in einen Kübel pflanzen. Schütze diesen im Winter mit einem Vlies vor dem Durchfrieren und auch vor wärmenden Sonnenstrahlen. Diese können die Pflanze im Topf verwirren und zu verfrühter Blüte führen. Da die Blüten der Hamamelis im Vergleich zu Frühjahrsblühern ein ausgeklügeltes Frostschutz-System haben, wäre das hier ausnahmsweise nicht sehr schlimm.

Als Kübelpflanze eignet sich besonders die Hamamelis intermedia «Arnold Promise». Sie wächst etwas aufrechter und kompakter als andere Sorten und zudem ist ihre Herbstfärbung fantastisch.

Aufgrund ihrer Wurzelform als Herzwurzler solltest du ein sehr grosszügiges Gefäss wählen (mindestens 50 x 50 cm). Flache und schmale Gefäss-Designs sind nicht empfehlenswert. Ebenso solltest du beim Kauf darauf achten, dass überschüssiges Wasser gut aus dem Gefäss abfliessen kann. Lass dich am besten beraten. Befülle das Gefäss erst mit einer Drainage-Schicht und dann mit nährstoffreicher Erde.

Staunässe
vermeiden!

Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, und Trockenheit der Hamamelis nicht gut bekommt, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine gut eingestellte automatische Bewässerungsanlage kann dir hier wertvolle Dienste leisten. Hier musst du jedoch beachten, dass die Hamamelis Kalk nicht so gut verträgt.

Hamamelis / Zaubernuss schneiden

Aufwändige Schnittarbeiten kannst du dir bei der Zaubernuss mit gutem Gewissen schenken! Wie durch Zauberei entwickelt dieses Gehölz nämlich dann die schönste Wuchsform, wenn du möglichst wenig an ihm herumschnippelst.

Bei der Zaubernuss ist das Schneiden sogar ein eher heikles Thema. Durch ihr langsames Wachstum bleiben Schnitt-Fehler jahrelang sichtbar oder verursachen im schlimmsten Fall sogar einen bleibenden Schaden. Aus altem Holz treibt die Zaubernuss nicht mehr aus oder nur mit sehr viel Glück. Zudem hat sie eine ziemlich schlechte Wundheilung, was bei grösseren Schnittstellen zur Angriffsfläche für Krankheiten werden kann.

Julians Tipp zum Schnitt
Beschränke dich auf das Entfernen von erfrorenen und aneinander reibende Ästen. Diese kleinen Schnittmassnahmen dienen dem Erhalt der Gesundheit, denn auch aufgescheuerte Stellen sind Angriffsflächen für Krankheiten.

Wenn du die Finger lieber ganz von der Gartenschere lässt, darfst du diese Arbeiten auch gerne an meine Kollegen von der Gartenpflege delegieren. Ansonsten erkläre ich dir gleich, wie du vorgehen solltest.

Wann schneiden

Wähle zum Schneiden von Gehölzen immer einen eher bedeckten, aber nicht zu kalten Tag aus.

Frühblüher, wie die Zaubernuss, solltest du auf keinen Fall im Herbst schneiden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie ihre Blüten bereits angelegt und du würdest diese beim Schnitt entfernen!

Frühblüher schneidest du am besten direkt nach der Blüte. Nach der Vegetationspause im Winter haben sie dann auch den besten Energievorrat für Neuaustrieb und Wundheilung.

Wie schneiden

Wie bereits erwähnt, reagiert die Zaubernuss eher sensibel auf Schnittmassnahmen. Sie wächst am schönsten heran, wenn du möglichst nur erfrorene und sich reibende Zweige mit wohlüberlegter Sorgfalt entfernst.

Verwende für Schnittarbeiten immer ein scharfes und sauberes Werkzeug! Schneide immer auf einen bereits vorhandenen jungen Zweig oder kräftigen Knospen zurück, der in die gewünschte Wuchsrichtung zeigt. Das ist meist nach aussen, man will ja Reibstellen von überkreuzten Ästen im Innern der Krone möglichst vermeiden. Unter Gärtnern wird dieser Schnitt als «ableiten» bezeichnet.

Eventuell nötige Form-Kosmetik zur Verbesserung des Wuchsbildes, wo du störende Äste teilweise ganz entfernst, solltest du höchstens bei jungen Exemplaren bis ca. 6 Jahre durchführen. Die Zaubernuss treibt nur aus dem jungen Holz wieder aus. Schneide daher nur dann bis ins alte Holz zurück, wenn du ganze Äste ersatzlos entfernen willst.

Vor allem bei älteren Exemplaren sollte das Entfernen von erfrorenen und aneinander reibende Ästen möglichst die einzige Schnittmassnahme sein. Ansonsten würde ich hier vorwiegend die bewährte «Finger-weg-Methode» anwenden. Ein radikaler Verjüngungs-Schnitt, wie er häufig zur Wiederbelebung überalterter oder aus der Form geratener Gehölze angewendet wird, hätte bei der Zaubernuss fatale Folgen.

Geschichte und Botanik der Hamamelis / Zaubernuss

Die Hamamelis ist eine sehr alte Pflanze und wurde scheinbar schon in der Antike als Heilpflanze genutzt. Existieren auch viele unterschiedliche Namen für sie.

Ihr botanischer Name «Hamamelis» kommt vermutlich aus dem Altgriechischen und ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass an der Pflanze häufig Früchte und Blüten gleichzeitig zu sehen sind. Das altgriechische Wort «hama» bedeutet «gleichzeitig» und das Wort «melon» heisst «Apfel» oder «Frucht», was dann «gleichzeitige Frucht» heisst.

Erstmals schriftlich mit diesem Namen erwähnt wurde sie im Jahr 1753 vom schwedischen Botaniker Carl von Linné in seinem Werk «Species plantarum». Darin veröffentlichte er sein bahnbrechendes botanisches System, in welchem er auch die «Hamamelis virginiana» als erste ihrer Art einordnete und beschrieb. Erst kurz zuvor, um das Jahr 1750, gelangten die ersten Exemplare davon aus Nordamerika nach Europa. Damals war es üblich, dass sogenannte Pflanzenjäger unermüdlich unbekannte Pflanzen aus Amerika, Asien und Australien in die botanischen Gärten Europas lieferten. Dort wurden diese gepflegt und erforscht.

Wieso die europäischen Siedler der Pflanze mit den haselnussähnlichen Blättern die Namen «Zaubernuss» oder «Hexenhasel» (englisch «witch hazel») gaben, ist nicht ganz klar. Lag es an ihrer ungewöhnlichen Blütezeit, ihrer Heilwirkung oder doch daran, dass die Mohikaner mit Wünschelruten aus Hamamelis-Zweigen Wasseradern aufspürten? Eine weitere Theorie ist, dass der Name ursprünglich gar nicht «witch hazel» sondern «wych hazel» lautete, abgeleitet vom altenglischen Wort «wych» für «weich oder biegsam».

Die Hamamelis gehört zur botanischen Familie der Zaubernuss-Gewächse (Hamamelidaceae) in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Ebenfalls in diese Familie eingeordnet sind Gehölze wie der Eisenholzbaum (Parrotia persica) oder der Glockenhasel (Corylopsis). Bis er vor einigen Jahren in eine andere Familie dieser Ordnung verschoben wurde, gehörte auch der Amberbaum (Liquidambar) dazu.

Herkunft der Hamamelis / Zaubernuss

Weltweit sind heute insgesamt 6 Hamamelis-Arten bekannt. Es handelt sich dabei um 5 Wildarten und 1 Artkreuzung (Hybride). Die Zaubernuss-Gewächse (Hamameliaceae) gab es wohl bereits in der Kreidezeit, noch bevor die Dinosaurier ausstarben. Fossile Funde belegen, dass sie damals auf der gesamten Nordhalbkugel heimisch waren. Während der Eiszeit starben sie in Europa jedoch aus. Als natürliche Verbreitungsgebiete gelten heute nur noch Nordamerika und Ostasien, die Heimat aller 5 Wildarten:

  • Hamamelis virginiana (Nordamerika)
  • Hamamelis vernalis (Nordamerika)
  • Hamamelis ovalis (Nordamerika)
  • Hamamelis mollis (China)
  • Hamamelis japonica (Japan)

Nach Europa gelangten die ersten Hamamelis-Arten erst wieder um das Jahr 1750 mit der «Hamamelis virginiana» und «Hamamelis vernalis». Vermutlich geschah dies durch sogenannte Pflanzenjäger, die im 17., 18. und 19. Jahrhundert unermüdlich unbekannte Pflanzen aus Amerika, Asien und Australien in die botanischen Gärten lieferten. Dort wurden diese gepflegt und erforscht.

Da sie optisch nicht sehr spektakulär sind, wurden diese beiden Arten in Europa jedoch praktisch ausschliesslich wegen ihrer vielseitigen Heilwirkung angebaut.

Der Durchbruch als Zierpflanze gelang der Hamamelis erst, als 1879 die ersten Exemplare der «Hamamelis japonica» und «Hamamelis mollis» aus Asien nach England kamen. Im Vergleich zu ihren Verwandten aus Amerika trugen sie vergleichsweise grosse gelbe Blüten und ihre Blätter färbten sich im Herbst schöner.

Schon bald wurden die beiden beliebten asiatischen Sorten miteinander gekreuzt, um ihre jeweils besten Eigenschaften zu vereinen. Die daraus entstandenen Hybride unter dem Namen «Hamamelis x intermedia» dominieren inzwischen in diversen Variationen den Handel.

Interessant ist, dass die Art der «Hamamelis ovalis» erst 2004 in Mississippi entdeckt wurde. Da ihre Blätter viel grösser sind als bei den anderen Arten, nennt man sie auch «Grossblättrige Zaubernuss». Ihre Blüten sind zudem rosa bis rot, teilweise zweifarbig mit gelben Einflüssen.

Arten und Sorten von Hamamelis / Zaubernuss

Hamamelis-Arten

Von der Hamamelis existieren folgende 5 ursprüngliche Arten:

  • Hamamelis virginiana
    Blütezeit September – Oktober/November, Blätter zur Blütezeit noch vorhanden, hellgelbe Blüten, goldgelbe Herbstfärbung.
  • Hamamelis vernalis
    Blütezeit Januar – Februar, orange-gelbe Blüten, orange Herbstfärbung.
  • Hamamelis ovalis
    Blütezeit Dezember – Februar, rosa, rote, teils zweifarbige Blüten, sehr grosse Blätter
  • Hamamelis mollis
    Blütezeit Februar – März, gelbe, wohlriechende und sehr grosse Blüten (bis 4 cm lang), blüht nur alle 2 Jahre reichhaltig
  • Hamamelis japonica
    Blühzeit Dezember/Januar – Februar, grosse Blüten, jährlich gleich reichaltig, intensive Herbstfärbung

Die Wildarten werden im Handel kaum angeboten. Am ehesten findet man noch die japanischen Arten, da diese im Vergleich zu ihren nordamerikanischen Verwandten grosse Blüten sowie speziellere Herbstfarben besitzen. Den Markt dominiert die Hybrid-Art «Hamamelis intermedia», die besten Eigenschaften ihrer Eltern vereint: die intensive Herbstfärbung und jährlich gleich reichhaltige Blütenfülle der «Hamamelis japonica» sowie die grossen und zart duftenden Blüten der «Hamamelis mollis». Zudem hat sie dank der Kreuzung die längste Blütezeit aller Arten.

Vor allem von dieser Art existieren diverse Züchtungen mit unterschiedlichen Herbstfarben und Blühzeitpunkten sowie Blütenfarben von Gelb, Orange oder Rot.

Bei einer Kaufabsicht lohnt sich oft der Besuch einer Baumschule zum Zeitpunkt der Blüte und eventuell auch während der Herbstfärbung. Dort kannst du dich auch zu den Wuchshöhen beraten lassen.

Setze dich unbedingt vor dem Kauf mit den Wuchshöhen auseinander und prüfe, ob dein Garten deiner Wunsch-Hamamelis auch genügend Platz bietet. Rückschnitte verträgt die Hamamelis nämlich nicht.

Die schönsten Sorten

Hier habe ich dir schon mal eine kleine Übersicht zusammengestellt. Bitte beachte, dass die Angaben lediglich Richtwerte sind, welche von vielen Faktoren beeinflusst werden.

Standort, Nährstoff- und Wasserversorgung haben sowohl Einfluss auf das Wachstum, als auch auf die Blütenfülle und Intensität der Herbstfarben. Der Zeitpunkt der Herbstfärbung sowie der Blütezeit kann sich witterungsabhängig um einige Wochen verschieben. Zudem kommen die maximal zu erwartenden Höhen durch das langsame Wachstum dieser Art erst in hohem Alter zustande.

Blütenfarbe gelb

  • Hamamelis intermedia «Pallida»
    eine der besten gelb blühenden Sorten, sehr gute Fernwirkung, die am frühesten blühende Sorte
    Blütezeit: Dezember/Januar – März (in milden Regionen schon in der Weihnachtszeit)
    Blüte: gross, schwefelgelb, intensiver Duft nach Limonen
    Herbstfarbe: gelb-orange
    Höhe: 2 – 3 m, Breite: 1,5 – 3 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Arnold Promise»
    spätblühend, gut verzweigt, aufrecht trichterförmig, im Alter ausladend breit, eine der schönsten Herbstfärbungen, hervorragende Fernwirkung
    Blütezeit: Februar – ca. Anfang April
    Blüte: mittelgross (ca. 2 cm), tief hellgelb, leichter Duft
    Herbstfarbe: gelb bis leuchtend orangerot
    Höhe: 1,5 – max. 3 m, Breite: 1 – max. 3 m (bei 2 m Höhe, ca. 3 m breit), Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Westerstede»
    locker aufrechter, trichterförmiger Wuchs, blütenreich, zarter Duft, späteste Sorte
    Blütezeit: Februar – März
    Blüte: hellgelb
    Herbstfarbe: gelb-orange
    Höhe: 2 – 3 m hoch, Breite: 1,5 – 3 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Barmstedt’s Gold»
    aufrecht ausladender, trichterförmiger Wuchs
    Blütezeit: Februar – März
    Blüte: zart süsslicher Duft, goldgelbe besonders grosse Blüten (ca. 3 cm, es sind die längsten aller bekannten Hamamelis)
    Herbstfarbe: orange, rot und gelb
    Höhe: 2,5 – 3,5 m hoch, Breite: 1,25 – max. 2 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Primavera»
    breit aufrechter, leicht sparriger Wuchs, blütenreich, eine der schönsten gelb blühenden Sorten
    Blütezeit: Januar – März
    Blüte: mittelgross, hellgelb, in der Basis rötliche, nach aussen gebogene Blütenblätter
    Herbstfarbe: gelb bis orange
    Höhe: 2,5 – 3,5 m, Breite: 1,5 – 2 m, Zuwachs: 15 – 25 cm pro Jahr
  • Hamamelis mollis «Brevipetala»
    aufrecht trichterförmiger Wuchs,
    Blütezeit: Februar – März
    Blüte: dunkel gelborange, intensiver süsslicher Duft, in sehr dichten Büscheln, ungewöhnlich kurze Blütenblätter
    Herbstfarbe: goldgelb
    Höhe: 2 – 5 m, Breite: 2 – 5 m, Zuwachs: 10 – 20 cm pro Jahr

Blütenfarbe orange

  • Hamamelis intermedia «Aphrodite»
    aufrecht ausladender, trichterförmiger Wuchs, gehört zu den allerbesten und sehr empfehlenswerten Sorten.
    Blütezeit: Januar – März
    Blüte: sehr gross (3cm), leuchtend orangerot mit gelben Spitzen (wie ein Feuer), gekräuselte Blütenblättern, angenehm lieblicher Duft
    Herbstfarbe: goldgelb, orange
    Höhe: 2,5 – 4 m hoch, Breite: 1,5 – 2,5 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Jelena»
    aufrecht breit trichterförmiger Wuchs
    Blütezeit: Dezember/Januar – März
    Blüte: intensiv leuchtend orangerot, zur Spitze hin meist heller, sehr gross (3 cm), in grossen Büscheln, leichter Duft
    Herbstfarbe: bronze bis dunkelrot
    Höhe: 2 – 3 m, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr

Blütenfarbe rot

  • Hamamelis intermedia «Diane»
    aufrechter und breitbuschiger Wuchs, eine der schönsten rotblühenden Hamamelis mit dem intensivsten Rotton aller Sorten
    Blütezeit: Ende Januar – Anfang März
    Blüte: mittelgross (3 cm), intensiv weinrot, zur Spitze hin teilweise leicht rotorange, leichter Duft, gelbe Nachblüte im Spätherbst möglich!
    Herbstfarbe: orangegelb bis scharlachrot
    Höhe: 2 – max. 3 m, Breite: 1,25 – max. 2,5 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr
  • Hamamelis intermedia «Ruby Glow»
    breitbuschiger Wuchs, schönste Herbstfarben aller Sorten
    Blütezeit: Mitte Januar – Anfang März
    Blüte: dunkelrot
    Herbstfarbe: orange, scharlachrot bis purpur
    Höhe: 1,5 – 3 m, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: 15 – 30 cm pro Jahr

Blütenfarbe violett

  • Hamamelis vernalis «Amethyst»
    aufrechte trichterförmiger, buschig breiter Wuchs, violetter Austrieb, danach grün
    Blütezeit: Januar – März
    Blüte: rotviolett, leichter Duft
    Herbstfarbe: gelb-orange bis orange-rot
    Höhe: 3,5 – 5 m, Breite: 2,5 – 4 m, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr

Was passt zu Hamamelis / Zaubernuss?

Gelb oder orange blühende Hamamelis-Pflanzen kommen vor immergrünen Gehölzen besonders schön zur Geltung. Bei roten oder pinkfarbenen Blüten eignet sich besser ein heller Hintergrund, wie z.B. eine Hauswand.

Beachte bei Auswahl und Pflanzung künftiger Nachbarn unbedingt folgende Punkte:

  • Ausreichend Abstand zu anderen Gehölzen oder Gebäuden, damit sie ihre natürlich schöne Krone ungestört entwickeln kann.
  • Keine stark wurzelnden Pflanzen, da sich auch ihr Wurzelwerk nur sehr langsam entwickelt.
  • Darum solltest du auch ihr fein verzweigtes Wurzelsystem dicht unter der Oberfläche bei der Pflanzung von Nachbarn möglichst nicht beschädigen!

Zur vorsichtigen Unterpflanzung der Hamamelis eignen sich Frühlingsblumen, wie Schneeglöckchen, Krokus, Traubenhyazinthe, Veilchen oder Winterling.

Ganzjährig schön sind immergrüne Stauden, wie Christrose, Goldbeere, kleines Immergrün oder Heuchera. Auch im Herbst blühende Stauden, wie Echinacea, Rudbeckia, Aster oder Bleiwurz (blauen Blüten und rotes Herbstlaub) können ein schönes Farbenspiel ergeben. Hier findest du noch mehr Stauden und Zwiebeln zur Unterpflanzung von Gehölzen.

Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Die Heilkräfte der Hamamelis

Seit einigen Jahren ist die Hamamelis zunehmend auch in Kosmetik-Produkten zu finden. Ihre medizinische Verwendung hingegen hat schon eine jahrhundertealte Tradition.

Ein altes indianisches Heilkraut

In Europa erfuhr man erst durch die ersten europäischen Siedler aus Nordamerika von der dort heimischen «Hamamelis virginiana» und ihren vielseitigen Heilkräften. Diese übernahmen das Wissen um die Pflanze und ihre medizinischen Einsatzmöglichkeiten von den amerikanischen Ureinwohnern. Mit jahrhundertealter Tradition setzten die verschiedenen Stämme die Hamamelis gegen jeweils unterschiedliche Beschwerden als Heilmittel ein:

  • Behandlung von Hautkrankheiten (Osage aus der Sioux Familie)
  • Linderung von Muskelbeschwerden (Potawatomi)
  • Linderung bei Schmerzen und Erkältungen (Iroquoi und Cherokee)
  • Als Brechmittel bei Vergiftungen (Irokesen)
  • Linderung von Menstruationsbeschwerden (Irokesen)

Inhaltsstoffe und Wirkung der Hamamelis

Mit dem Import der ersten Exemplare von «Hamamelis virginiana» nach Europa begann auch ihre medizinische Erforschung. Inzwischen belegen zahlreiche Studien die Heilwirkung der Hamamelis. Bis heute hat sie sich bei uns vor allem zur Behandlung von Hautbeschwerden durchgesetzt.

Doch was genau macht die Hamamelis eigentlich so heilsam?

Gemäss einer Studie aus dem Jahr 2019 tummeln sich in der Hamamelis über 160 verschiedene Inhaltsstoffe. Unter ihnen das eigens nach ihr benannte Hamamelitannin* und weitere Tannine, die eine Schlüsselfunktion in der Heilwirkung einnehmen, sowie Flavonoide, Phenolsäuren, ätherische Öle, Mineralstoffe und Spurenelemente. Dabei ist die Wirkung der Hamamelis so sanft, dass sie selbst für Hautkrankheiten bei Kindern ohne Bedenken angewendet werden darf. Gerade Kinder lassen sich leichter mit etwas behandeln, wenn es einen so magischen Namen trägt wie «Zaubernuss».

*Hamamelitannin zeigte in Studien eine sehr spezifische Wirkung gegen Darmkrebs-Zellen.

Tannine (Gerbstoffe)
Kennst du das pelzige, leicht taube Gefühl auf der Zunge nach dem Genuss von Grün-/Schwarztees, Wein oder dem Zerkauen von Traubenkernen? Das liegt an den darin enthaltenen Tanninen, welche auch in Blättern, Zweigen und Rinde der Hamamelis zu finden sind.

Sie haben nicht nur eine schmerzlindernde und antimikrobielle Wirkung, welche das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen hemmt. Ebenso wirken sie zusammenziehend (adstringierenden) auf das Gewebe von Haut und Gefässen.


Flavonoide*, Phenolsäuren und ätherischen Öle
Sie unterstützen die Hautregeneration, wirken entzündungshemmend und beruhigend. Zudem haben sie eine antioxidative Wirkung, die schädlicher Oxidations-Prozesse durch die Neutralisierung freie Radikale reduziert. Diese werden im Körper als Nebenprodukt des Stoffwechsels gebildet, aber auch durch äussere Einflüsse, wie UV-Strahlung, Umweltverschmutzung oder Rauchen.

*Das Flavonoid «Proanthocyanidine» soll dabei eine besonders hohe antioxidative Wirkung haben, welche die Gesundheit der Blutgefässe fördere und in diesen die Bildung von Plaque reduziere.

Medizinische Anwendung

Meist wird die Hamamelis in Form von Salben und Cremes angewendet. Sie zeigt einerseits gute Wirkung bei kleineren Hautproblemen wie Trockenheit, Irritationen und Juckreiz, aber auch bei Entzündungen, Ekzemen, Neurodermitis, nässenden Ausschlägen oder Hautpilzen.

Ebenfalls kann man sie gut anwenden bei Verletzungen wie leichten Verbrennungen, kleinen Schnitt- und Schürfwunden, Analfissuren oder Dammverletzungen nach einer Geburt sowie bei Entzündungen im Genitalbereich.

Auch bei Gefässerkrankungen wie Hämorrhoiden, Krampfadern und sonstigen Venenleiden leistet sie gute Dienste.

Zwar weniger verbreitet, wird sie aber auch in Form von Tinkturen eingesetzt bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder gegen Durchfall.

Kosmetische Anwendung

Die Verwendung von Hamamelis in Kosmetikprodukten ist umstritten. Anders als bei der Behandlung von Beschwerden werden Kosmetikprodukte über längeren Zeitraum angewendet. Es gibt einige Stimmen, die das für problematisch halten, da z.B. die zusammenziehende Wirkung der Tannine auf Dauer auch unerwünschte Nebeneffekte haben kann. Ein weiteres Problem sei der Alkohol, welcher für die meisten Destillate verwendet werde. Er wirke austrocknend auf die Haut und könne dadurch Problemstellungen noch verschlimmern.

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lesenswert Lieblingspflanzen

Heuchera

Heuchera

Lieblingspflanze von Andrea Krämer

Andrea Krämer
(Administration)

Ein herbstliches Arrangement ohne Heuchera? Für Andrea Krämer (Administration) undenkbar – wie ich finde auch aus gutem Grund. Kaum eine andere wintergrüne Staude trumpft mit einer so grossen Vielfalt an Blattfarben und -zeichnungen auf. Auch in Beeten, Steingärten oder als Unterpflanzung von Gehölzen schaffst du mit dieser Blattschmuckstaude ganzjährig höchst interessante Kontraste. Zudem überrascht uns das Purpurglöckchen im Frühling bis zum Frühsommer mit herrlich romantischen Blütenwolken aus unzähligen winzigen Glockenblüten in Purpur, Rosa oder Weiss.

Wenn das nicht die besten Voraussetzungen für eine wahre Lieblingspflanze sind! Doch woher kommt die Heuchera eigentlich? Welcher Standort ist am besten geeignet, wie pflegst du sie und mit welchen anderen Pflanzen kann man sie super kombinieren? Das und mehr erfährst du in diesem spannenden Beitrag. Viel Spass beim Lesen!

Heitere Gartengrüsse

Julian

Steckbrief Heuchera

Pflanzenart: wintergrüne bis immergrüne Staude
Wurzeltyp: Flachwurzler, ausläufertreibend (v.a. Heuchera sanguinea)
Wuchsform: horstig
Blatt: herzförmig gelappt oder gezackt und teils geschlitzt, Ränder gekraust oder gerüscht, fast jede Farbnuance möglich (ausser Blau)
Grösse: 20 – 90 cm (inkl. Blütenstiele)
Blütezeit:
Mai bis Juli/August
Blütenfarbe: rot, rosa oder weiss
Blütenform: viele winzige Glockenblüten an Rispen
Frucht:
Kapselfrucht
Giftigkeit: unbedenklich
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Herkunft: Nordamerika
Insektenfreundlichkeit: Ja, sehr beliebte Nektarquelle
Frosthärte: gut, bis -20° C (Hybriden brauchen ev. Winterschutz)
Standort: halbschattig (sonnig nur bei guter Bodenfeuchte)
Boden: mässig feucht, durchlässig (keine Staunässe!)
Erde: sandig bis lehmig, schwach sauer bis schwach alkalisch, nährstoffreich
Verwendung: Pflanzgefässe, Unterpflanzung, Rabatten, Steingärten, Gruppenpflanzung

Kurzporträt Heuchera (Purpurglöckchen, Silberglöckchen)

Die Frage ist nicht «Welche Farbe hat Heuchera?», sondern «Welche Farbe hat Heuchera nicht?» Ausser in Blau gibt es diese immergrüne Schönheit in fast allen erdenklichen Farbnuancen. Genau das macht sie zu einer so beliebten Blattschmuckpflanze. Wer sich nicht für eine bestimmte Farbe entscheiden kann, profitiert von den mittlerweile im Handel angebotenen gemischt bepflanzten Töpfen.

Häufig wird die Heuchera in herbstlichen Arrangements verwendet, welche im Frühling entsorgt werden, um Platz für den Sommerflor zu schaffen.

Leider verpasst man dadurch, dass diese erstaunliche Pflanze noch ein weiteres Highlight zu bieten hat.

Ab Mai bis ca. Juli/August erscheinen an langen ährigen Halmen nämlich ihre winzigen Glockenblüten und scheinen, wie kleine Wolken, über der Pflanze zu schweben. Je nach Sorte sind die Blüten rot, rosa, (creme-)weiss, selten auch gelb und äusserst beliebt bei Insekten.


Die Heuchera im Frühling zu entsorgen ist also eindeutig viel zu schade! Denn auch ausgepflanzt sorgt die äusserst pflegeleichte Blattschmuckpflanze für farbliche Kontraste im grünen Einerlei. Sie bevorzugt hierbei halbschattige Standorte. Ihre bunten Blätter versprühen, im Gegensatz zu Blütenstauden, das ganze Jahr über ihren farbigen Charme. Egal, ob als auflockernde Einzelpflanzen, im Steingarten unter Gehölzen oder als kleine Gruppe – der Hingucker ist garantiert.


Gerade für eher schattige Bereiche des Gartens ist die Auswahl an Blühstauden recht klein und auch opulente Blüten sind eher selten bei Schattenstauden. So präsentieren sich Schattenbeete häufig «grün in grün». Hier ist die Heuchera mit ihrer riesigen Auswahl an Blattfarben ein wahrer Segen und bewirkt oft wahre Wunder. Manch langweilige Ecke wird durch die Pflanzung von Heuchera zu einem echten Blickfang.

Die meisten Heuchera Sorten sind sehr gut frostresistent. An geschützten Orten ohne Schnee behalten sie fast das ganze Jahr frische und intensiv farbige Blätter. Bei einigen Sorten verblassen die Blätter im Winter auch etwas. Bei starken Frösten ohne Schneebedeckung frieren einige Blätter auch schon mal ab, mehrheitlich treibt die Pflanze aber im Frühling zuverlässig wieder aus. Einige Züchtungen schwächeln hier leider etwas und ihre Blätter frieren bei zu vielen Graden unter null fast ganz zurück. Aber auch sie treiben im Frühling wieder neu aus, sofern die Wurzeln in zu kleinen Gefässen nicht auch komplett durchgefroren sind.

Wieso überleben als winterhart bezeichnete Pflanzen auch teilweise den Winter nicht?

Tatsächlich ist der Tod von winterharten Topfpflanzen überwiegend auf das Vertrocknen und nicht auf das Erfrieren zurückzuführen. Giesse also an frostfreien Tagen regelmässig, aber sparsam – denn zu feuchte Erde friert leichter durch.

Zudem eignet sich das immergrüne Laub super, um frostempfindliche Gartenpflanzen im Winter etwas zu schützen. So kann z.B. die Kombination mit Freilandfuchsien nicht nur optisch sehr harmonisch wirken, sondern durchaus eine sehr nützliche Funktion haben.

Auch gegen Schädlinge ist die Heuchera nahezu resistent. Lediglich der Dickmaulrüssler kann ihr ganz schön auf die Nerven gehen. Wenn du Löcher in den Blättern deiner Heuchera entdeckst, war da vermutlich der nachtaktive Käfer am Werk. Aber auch seine Larven können den Wurzeln ganz schön zu schaffen machen. Winzig kleine Nematoden (im Handel erhältlich) sind hier der perfekte biologische Gegenspieler.

Heuchera-Blätter eignen sich auch hervorragend für Gestecke und Blumensträusse, da sie im Wasser 4 – 6 Wochen frisch bleiben.

Also, nichts wie ran an die Schaufel und setze mit Heuchera dauerhaft farbige Akzente auf Balkon, Terrasse und im Garten!

Impressionen aus unserem Blumenladen

Kombiniert mit Herbstblühern oder mit wintertauglichen Blüten- und Beerenpflanzen – unser Floristik-Team hat hübsche Gefässe bepflanzt und geschmackvoll dekoriert. Komm in unserem Blumenladen vorbei und hol dir eines dieser kleinen Kunstwerke.


Wenn du lieber selbst kreativ werden willst, stehen bei uns auch kräftige Einzelpflanzen sowie viele schöne Pflanzpartner zur Verfügung. Mein Favorit für ein winterliches Arrangement mit Heuchera ist die Helleborus.

Was passt zu Heuchera?

Dass durch die vielen Farbvarianten der Heuchera auch schon die reine Bepflanzung mit verschiedenen Heuchera-Sorten optisch sehr ansprechen ist, liegt auf der Hand. Jedoch kannst du durch verschiedene Blattformen die Optik noch weiter verbessern.


Aber was passt denn überhaupt zur Heuchera? Ihre Toleranz für verschiedene ph-Werte von schwach sauerer bis schwach alkalischer Erde macht sie zur idealen Pflanzpartnerin für alle Pflanzen, die ebenfalls einen halbschattigen bis schattigen Standort mögen. Hier einige Beispiele:

  • Kleinere Nadelgehölze (z.B. Zuckerfichten, Lebensbaum, Zwergwachholder, Kugelkiefer)
  • Immergrüne Kleinsträucher
  • Immergrüne Stauden (Helleborus, Strauchveronika, Bergenie, Blütenskimmie)
  • Immergrüne Beerenpflanzen (z.B. Scheinbeere, Torfmyrthe)
  • Gräser (z.B. Blauschwingel, Schlangenbart, Seggen)
  • Knospenheide
  • Stacheldrahtpflanze
  • Zwiebelblumen
  • Pfingstrosen
  • Herbstanemonen
  • Winterharte Blattschmuckpflanzen (z.B. Hosta, Lungenkraut, Kaukasus Vergissmeinnicht, Farne)

Einige Heuchera-Sorten vertragen auch recht viel Sonne – meist sind dies Sorten mit dunkleren Blättern. Hier heisst es ausprobieren. Im Abschnitt «Standort / Boden» erfährst du, welche Sorten sich eher für sonnige oder auch trockenere Plätzchen eignen.

Bei Neuanlagen von Beeten können wir gerne die Auswahl und Bepflanzung für dich übernehmen. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Welchen Standort / Boden mag Heuchera?

Betreffend Bodenbeschaffenheit ist die Heuchera recht anspruchslos. Ihr ist ziemlich egal, ob sie in eher saurer oder alkalischer Erde steckt, solange diese frisch bis leicht feucht und nährstoffreich ist. Auf Staunässe ist sie jedoch sehr empfindlich und mag daher keine verdichteten Böden.

Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort, kommt aber auch mit eher schattigen Plätzen gut zurecht. Bei zu viel Schatten können die Blattfarben jedoch etwas vergrünen, d.h. sie sind weniger intensiv gefärbt. Bereiche im Osten oder Westen des Hauses sowie im lichten Schatten von Gehölzen sind ideal.

Mag ich:
Halbschatten
feuchten Boden

Mag ich nicht:
Staunässe

Durch erhöhte Wasserzufuhr ist auch ein Standort mit etwas mehr Sonne möglich. Dafür eignen sich am ehesten Sorten mit möglichst dunklen Blättern. Diese verfügen über mehr Pigmente, welche vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Heuchera micrantha «Black Pearl», Laub: dunkelrot, Blüte: weiss
  • Heuchera micrantha «Frosted Violet», Laub: dunkelrot, Blüte: rosa
  • Heuchera micrantha «Palace Purple», Laub: dunkelrot, Blüte: rosa


Arten, die aufgrund ihres ursprünglichen Lebensraums toleranter gegen Hitze und Trockenheit sind, können sich ebenfalls für sonnigere Standorte eignen. Aber auch sie haben dann einen höheren Wasserbedarf als im Schatten. Diese Sorten sind empfehlenswert:

  • Heuchera sanguinea, Laub: grün/silber, Blüte: blutrot
  • Heuchera villosa «Caramel», Blatt: hellorange, Blüte: gelb
  • Heuchera villosa «Little Cuties Blondie», Blatt: orange, Blüte: gelb
  • Heuchera villosa «Berry Smoothie», Blatt: pink, Blüte: weiss


Unter Gehölzen kommt wenig Regen hin und die Wurzeln konkurrieren um Wasser. Auch hier ist der Einsatz von Heuchera villosa empfehlenswert, da sie die grösste Trockenheitstoleranz haben. Diese Sorten setzen auch von der Blattfarbe her markante Akzente unter Gehölzen:

  • Heuchera villosa «Berry Smoothie», Blatt: pink, Blüte: weiss
  • Heuchera villosa «Citronelle», Blatt gelbgrün, Blüte: weiss

Pflege von Heuchera

Die Heuchera ist sehr pflegeleicht und hat auch keinen übermässig grossen Wasserbedarf. Lediglich Staunässe verträgt sie gar nicht! Darum solltest du sie nicht in zu dichte Böden setzen und bei Pflanzung in Gefässe solche mit ausreichend grossen Löchern für den Wasserabfluss wählen. Da sich die Wurzeln der Heuchera mit der Zeit etwas nach oben schieben, pflanzt du sie besser etwas tiefer ein. Beachte, dass bei Pflanzen in Gefässen die Gefahr des Austrocknens immer grösser ist als im Freiland. Regelmässiges Giessen ist hier also ein Muss – vor allem in den heissen Sommermonaten.

Auch im Winter musst du Heucheras in Gefässen an frostfreien Tagen giessen, damit sie nicht vertrocknen. Dies ist vor allem wichtig bei Töpfen auf gedeckten Balkonen o.ä., da hier kein Regen und kein Schnee hinkommt. Bei Pflanzen im Freiland sollte das Giessen nicht nötig sein, ausser es gibt sehr lange Trockenperioden und schneefreie Winter.

VORSICHT BEI NÄSSE UND FROST!
In kleinen Gefässen können die Wurzeln viel leichter komplett einfrieren als im Freiland. Vor allem dann, wenn die Erde allzu nass ist. Giesse also mit Bedacht und plaziere die Töpfe etwas geschützt vor zu viel Kälte und Regen.

Im Frühling (vor dem Austrieb) kannst du eingetrocknete oder erfrorene Blätter wegschneiden, um Platz für die neuen Blätter zu schaffen und das Wachstum anzuregen. Mehr dazu erfährst du unter «Heuchera / Purpurglöckchen schneiden». Zusätzlich kannst du das Wachstum anregen, indem du deine Heuchera im Frühling mit etwas organischem Dünger, wie Hornspäne und Kompost, fütterst. Das fördert auch die intensive Blattfärbung und Blütenbildung.

Verwelkte Blüten schneidest du so tief wie möglich weg. Nach der Blüte kannst du Heucheras auch teilen oder umtopfen. Dies sollte man ca. alle 3 Jahre machen.

Heuchera schneiden

Das Schneiden ist bei der Heuchera eigentlich nicht unbedingt nötig. Du kannst aber im Frühling erfrorene oder eingetrocknete Blätter wegschneiden. So schaffst du mehr Platz für die neuen Blätter und wertest die Pflanze auch optisch wieder auf.

Wenn du ein buschiges Wachstum anregen willst, kannst du die Staude im Frühling vor dem Austrieb auf ca. 10 cm über Boden einkürzen. Warte dazu aber bis ca. Anfang März, denn dann sind die stärksten Fröste vorbei.

Heuchera – ein Schrecken für Schnecken!

Die Heuchera ist nicht nur sehr resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Einzig der Dickmaulrüssler kann ihr ganz schön zu schaffen machen (diesen kann man aber biologisch mit Nematoden bekämpfen). Man sagt, die Heuchera könne sogar als Schneckenabwehr eingesetzt werden und so anfälligere Pflanzen vor den ungeliebten Gästen schützen. In Anbetracht der vielen weiteren Vorzüge von Heuchera sicherlich der schönste je dagewesen Schneckenschutz! Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert…

Übrigens: Nebst Heuchera sollen auch Immergrün, Frauenmantel und Pfingstrosen eine schneckenabweisende Wirkung haben.

Herkunft und Vorkommen der Heuchera

Heimisch ist die Heuchera in Nordamerika (von Kanada bis Mexiko), wo ca. 37 verschiedene Arten vorkommen. Sie wachsen dort vor allem in küstennahen Wäldern aber auch in gebirgigen Regionen an den Ufern von Gewässern und sogar in trockenen und warmen Canyons.

Europäische Siedler haben die Heuchera in Nordamerika entdeckt und brachten im 17. Jahrhundert bei ihrer Rückreise nach Europa die Pflanze mit. Durch ihre auffälligen Blattfarben und die schönen Blüten wurde sie rasch zu einer äusserst beliebten Pflanze für die Gartengestaltung in Europa.

Woher kommt der Name Heuchera

Der deutsche Arzt und Botaniker Johann Heinrich von Heucher (1677-1747) leistete im 18. Jahrhundert die Pionierarbeit bei der Aufstellung der Art. Als Ehrung dieser grossen Arbeit wurde die Gattung «Heuchera» nach ihm benannt.

Alle Heucheras haben winzige Glockenblüten und werden daher umgangssprachlich auch «Purpurglöckchen» oder «Silberglöckchen» genannt. Doch wo ist der Unterschied?

Als Purpurglöcken wird vor allem die Heuchera sanguinea bezeichnet. Sie trägt auffallend blutrote Glockenblüten und erhielt auch ihren botanischen Beiname «sanguinea» vom lateinischen Wort «sangius», was Blut bedeutet.

Arten mit weissen oder rosafarbenen Blüten werden als «Silberglöckchen» bezeichnet. Im Handel werden meist Heuchera micrantha, Heuchera villosa oder Artkreuzungen als solche angeboten.

Ist Heuchera giftig?

Eigentlich nicht, aber wie das alte Sprichwort so schön sagt: «Die Menge macht das Gift.» Zwar sind in allen Pflanzenteilen Saponine enthalten. Es wäre jedoch die Einnahme von grossen Mengen Pflanzenmaterials nötig, damit dies für Mensch und Tier gefährlich werden könnte. Es ist aber ziemlich unwarscheinlich, dass eine solch grosse Menge an Blättern und Wurzeln der Heuchera verzehrt würde. Wieso? Saponine haben nämlich einen bitteren und etwas seifigen Geschmack und sind daher nickt wirklich schmackhaft. Vorsicht ist aber immer besser als Nachsicht – darum sollte man kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt in der der Nähe von Pflanzen spielen lassen.

Sollte es dennoch zum Verzehr von grossen Mengen kommen, wären die Symptome Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall. In schweren Fällen kämen noch Kopfschmerzen oder Schwindel dazu.

GEWUSST?
Die in der Heuchera enthaltenen Saponine sind auch vorhanden in den meisten Hülsenfrüchten, wie z.B. Kichererbsen, sowie in Lebensmitteln, wie unreifen Kartoffeln oder Tomaten.

Arten und Sorten von Heuchera

Von den ca. 37 verschiedenen Arten der Heuchera, sind vorwiegend die verschiedensten Sorten von Heuchera sanguinea, Heuchera micrantha und Heuchera villosa, aber auch viele Artkreuzungen im Handel erhältlich.

Heuchera sanguinea (Purpurglöckchen)

Die für diese Art charakteristischen auffallend blutroten Blüten brachten ihr den Beinamen «sanguinea» ein. Er ist abgeleitet aus dem lateinischen Wort «sangius» für «Blut». Die Blätter sind hier grün mit unterschiedlich intensiven Zeichnungen. Diese Art verträgt auch schon mal gegen gelegentliche Trockenheit.

Heuchera micrantha (Silberglöckchen)

Der Zusatz «micrantha» soll hier die geringe Grösse der Blüten im Vergleich zu anderen Heuchera-Arten beschreiben. Die griechischen Wörter «micros» und «anthos» ergeben zusammen «kleine Blume» oder «winzige Blume». Hier ist die Blütenfarbe weiss oder rosa – die Blattfarbe meist in einer Nuance von rot.

Heuchera villosa (zottiges Silberglöckchen / haariges Silberglöckchen)

Das lateinische Wort für «behaart» oder «zottig» lautet «villosus» Aufgrund der fein behaarten Blätter dieser Art also ein sehr treffender Zusatz. Je nach Sorte sind ihre Blüten weiss, rosa oder auch gelb (z.B. bei «Caramel» oder «Little Cuties Blondie»). In freier Natur wächst diese Art an exponierten Lagen und ist daher recht trockenheitsverträglich im Vergleich z.B. zu Heuchera micrantha. Sie zeichnet sich zudem durch besonders gemusterte Blätter aus.

Artkreuzungen

Durch Kreuzung des Purpurglöckchens (Heuchera) mit einer Schaumblüte (Tiarella) ist eine neue Pflanze (Hybride) entstanden – das Schaumglöckchen (Heucherella tiarelloides). Da beide Pflanzen zur Gattung der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) gehören, erkannten Züchter schnell das grosse Potential für eine Hybridisierung.

Das Ergebnis waren Pflanzen, die über die vielen verschiedenen und intensiven Farben der Heuchera sowie die dunkel geaderten Blattmuster und die tief gelappte Blattform der Tiarella verfügen. Die Blüten sind zudem eher sternförmig und traubenartig angeordnet, wie bei der Tiarella.

dav
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Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum

Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum

Lieblingspflanze von Philipp Hager

Philipp Hager
(Teamleiter Gartenbau)



Wegen seiner fingerförmig geschlitzten Blätter wird der Amberbaum häufig mit dem Ahorn verwechselt. Anders als der Ahorn bildet er jedoch keine Propeller-Samen aus, sondern hat kugelig hängende Samenstände. Genau wie die Parrotia persica bietet auch der Amberbaum im Herbst ein Farbspiel, das seinesgleichen sucht und bei guter Witterung über Wochen verzaubert. Diese Eigenschaft macht ihn sehr beliebt – auch bei unserem Teamleiter Gartenbau, Philipp Hager. Der Amberbaum hat auch dich neugierig gemacht? Dann wünsche ich dir viel Spass beim Lesen.

Heitere Gartengrüsse

Julian

Steckbrief Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum

Grösse: Höhe 8 – 20 m / Breite 3 – 4 m
Wuchs: 40 – 60 cm pro Jahr
Wuchsform: straff aufrecht, kegelartige lichtdurchlässige Krone, Sorten mit kugeliger oder säulenförmiger Krone, auch in Dachform oder als Spalier erhältlich
Stammform: wird meist einstämmig kultiviert, in freier Natur auch mehrstämmig
Pflanzenart: Grossbaum
Wurzeltyp: Herzwurzler
Blatt: handförmig gelappt (erinnern an Ahornblätter), intensive Herbstfarben
Blüte: Männliche: grünlich-gelb, kugelig, an 5 – 7 cm langen meist aufrechten Ähren, eher unscheinbar
Weibliche: kleine hängende Kugeln, etwas grösser und auffälliger als die männlichen Blüten
Blütezeit: Mai
Bestäubungsart: Wind
Frucht: kastanienähnliche stachelige Kugel
Giftigkeit: leicht giftig
Familie: Altweidengewächse (Altingiaceae)
Insektenfreundlichkeit:
Schnittverträglichkeit: gut, eigentlich nicht nötig
Frosthärte: im Alter gut bis ca. -20° bis -26° C
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: frisch bis mässig feucht, nährstoffreich
Erde: humos, gut durchlässig, neutral bis sauer, möglichst kalkfrei
Salzverträglich: nein
Kalkverträglichkeit: nein
Verwendung: Solitär, Parkanlagen, Rhododendron-Garten, Waldgarten, Strassenbaum, Sichtschutz, Vorgarten

Erscheinungsbild Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum

Wer auf der Suche nach einer herbstlichen Attraktion für seinen Garten ist, kann mit einem Amberbaum nichts falsch machen. Der eigentliche Grossbaum, der in unseren Regionen 8 bis 25 m Höhe erlangen kann, ist durch Züchtungen mit geringen Wuchshöhen und säulenförmigem Wuchs auch für kleinere Gärten bestens geeignet.


Ganzjährig ein Blickfang ist der Amberbaum, ein sommergrüner Laubbaum mit ahornähnlichen handförmig gefingerten Blättern. In der Wildform wächst er kegelförmig und sowohl mehr- als auch einstämmig. Stämme und ältere Zweigen bilden mit der Zeit dekorative Korkleisten aus, junge Zweige haben häufig eine braun-orange Farbe. Dies bietet einen visuellen Kontrast zur Umgebung und verleiht dem Baum auch im Winter eine markante Erscheinung.

Im Handel wird er meist als Hochstamm angeboten, ist aber auch mehrstämmig erhältlich. Zudem wird er auch als Spalier oder mit dachförmiger Krone kultiviert. Spezielle Züchtungen weisen gar kugelförmige Kronen oder säulenförmigen Wuchs auf. Mehr zu den Wuchshöhen und optischen Besonderheiten der unterschiedlichen Sorten sowie zur Standortwahl erfährst du später noch.

Blüten und Früchte

Die Blüten des Amberbaums sind eher unscheinbar und werden in weibliche und männliche Blüten unterteilt. Während die männlichen Blüten in kleinen Kugeln ährenartig angeordnet sind, hängen die etwas grösseren weiblichen Blütenkugeln einzeln an den Zweigen. Aus ihnen bilden sich im Herbst kugelige kastanienartige Samenstände, was auch ein echter Blickfang ist.

Dieses Schauspiel lässt jedoch auf sich warten, denn Amberbäume blühen erst etwa im Alter von 20 Jahren das erste Mal.

Weibliche und männliche Blüten
Samenkapseln des Amberbaums

Das Farbenspiel im Herbst

Wenn im Spätsommer und Herbst die Temperaturen nachlassen und die Tage kürzer werden, verzaubert der Amberbaum bei guter Witterung über Wochen mit einem kaleidoskopischen Spektakel aus Farben von Gelb, Orange, Rot und je nach Sorte, Standort und Sonneneinstrahlung sogar bis zu dunklen Purpur- oder Violett-Tönen, die sich teilweise alle auf demselben Blatt wiederfinden. Vor allem bei jungen Bäumen kann es vorkommen, dass die Herbstfärbung in den ersten Jahren nach der Pflanzung noch schwach ausfällt oder ganz ausbleibt.

Aber wie bringt der Amberbaum im Herbst all diese Farben in die Blätter? Genau genommen sind sie schon vorher in den Blättern, werden aber während des Sommers vom grünen Chlorophyll verdeckt.

Die gelben Pigmente kommen vom Xantophyll, die orangen vom Carotinoid, welche in den Chloroplasten der Blätter gebildet werden. Die roten Pigmente entstehen durch das Anthocyan, das scheinbar die Blätter vor der UV-Strahlung schützt und erst gegen Herbst in den Zellwänden gebildet wird. Daher wird es an sehr sonnigen Standorten in grösseren Mengen gebildet als an schattigeren. Auch Pflege (wässern und düngen) sowie die Züchtung spielen eine Rolle dabei, wie viel Xantophyll, Carotionid und Anthocyan in den Blättern vorhanden ist. Diese Farbpigmente werden aber während des Sommers von den grünen Pigmenten des Chlorophylls überdeckt (wenige Ausnahmen sind rotlaubige Pflanzen, dort überwiegt das Anthocyan).

Wenn die Tage ab September kürzer und kühler werden, beginnt der Baum, die Chlorophyll-Produktion einzustellen. Das noch in den Blättern vorhandene stickstoffreiche Chlorophyll wird in seine Bestandteile zersetzt und die gelösten Nährstoffe für den Winter im Stamm eingelagert. Nimmt das Chlorophyll in den Blättern ab, kommen die anderen Farben zum Vorschein. So entstehen diese wunderbaren Farbspiele, welche sich beim Amberbaum teilweise in einem Spektrum aller Farben an nur einem Blatt zeigen. An sonnigen und wärmeren Tagen wird mehr Chlorophyll abgebaut, wodurch die Anthocyane und Carotinoide stärker sichtbar werden. Bei kalten und regnerischen Tagen wird weniger Chlorophyll abgebaut, wodurch die Herbstfärbung weniger intensiv ist. Wenn der Standort windgeschützt ist, behält der Baum sein buntes Laub bis etwa im November, dann lässt er es schliesslich fallen.

Botanischer Name und Zugehörigkeit

Wird die Rinde des Amberbaums verletzt, tritt Harz aus, woher auch sein botanischer name Name «Liquidambar» stammt. Er setzt sich zusammen aus liquid (lateinisch für flüssig) und ambar (arabisch für Bernstein), also flüssiger Bernstein.

Die Form seiner Blätter hat ihm im deutschsprachigen Raum auch den Namen «Seesternbaum» eingebracht.

Botanisch gesehen gehörte der Amberbaum bis vor einigen Jahren innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) in die botanische Familie der Zaubernuss-Gewächse (Hamamelidaceae). Durch eine diversifizierte Betrachtung zählt er heute zur Familie der Altweidengewächse (Altingiaceae), die sich ebenfalls in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) befindet.

Herkunft Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum

In Europa wird der Amerikanische Amberbaum seit 1688 als Zierbaum gepflanzt, jedoch wird er hier immer häufiger zur Begrünung im innerstädtischen Bereich verwendet, da er dem Klimawandel einfach viel besser gewachsen ist als einheimische Bäume.

Ursprünglich kommt er aus Nordamerika, wo er bevorzugt Auen mit tonigen Böden besiedelt, die gelegentlich überschwemmt werden. Aber auch mit steinigen und kargen Böden kommt er problemlos zurecht. Aufgrund dieser Eigenschaften wird er in Amerika gerne als Strassenbaum, Alleebaum oder Parkbaum eingesetzt. Zudem wird er dort aber auch forstwirtschaftlich intensiv genutzt. Der anhaltend würzige Duft und die wallnussähnliche schön gemaserte Struktur des Holzes macht es bei Kunsttischlern gleichermassen wie im Möbel- und Innenausbau sehr beliebt. Da Amber-Holz zu den Harthölzern gehört, wird es aber auch als Konstruktionsholz oder Transportverpackung benutzt.

Wie das Holz des Amberbaums duftet auch sein Harz, das bei Verletzungen aus der Rinde austritt, sehr intensiv und wurde darum bereits von nordamerikanischen Indianern als Kaugummi genutzt. Daher wird er in Amerika häufig als «sweetgum tree» bezeichnet. Noch heute wird das Harz zu «Styrax» verarbeitet, welches bei der Herstellung von Kaugummi als Geschmacksstoff dient. Es wird aber auch in Medizin und Parfümindustrie verwendet. Dazu später mehr.

Ist Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum giftig?

Alle Pflanzenteile enthalten in äusserst geringen Mengen eine Giftstoff-Konzentration und können bei Hautkontakt bei empfindlichen Menschen zu Reizungen führen und bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall oder Erbrechen verursachen.

Das Harz des Amberbaums verliert bei Verarbeitung seine geringe Giftstoff-Konzentration und findet sogar eine vielseitige Anwendung.

Das beliebte Harz des Amberbaums

Im Harz des Amberbaums sind die Duftstoffe Vanillin und Zimtsäure enthalten. Daher wird es gerne zur Herstellung von Parfum und Seifen sowie in der Tabakproduktion und Aromatherapie verwendet, aber auch als Aromastoff (Styrax) in Kaugummis, Süssigkeiten und Backwaren. Schon die amerikanischen Ureinwohner, die das pure Harz des Amberbaums als Kaugummi nutzten, wussten, dass es eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung hat. Diese Wirkstoffe kommen noch heute in Naturheilmitteln zur Bekämpfung von Husten und Erkältungskrankheiten zum Einsatz.

Wer jetzt an das «Amber-Bier» als weiteres Produkt des Amberbaums denkt, liegt aber falsch. Der Name stammt lediglich von der Farbe des Biers, die an das Amber-Harz erinnert.

Welchen Standort und Boden mag Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum?

Als sogenannter «Herzwurzler» kann der Amberbaum nebst oberflächennahen Wurzeln auch tiefe Pfahlwurzeln schlagen, ganz wie es die Bodenbeschaffenheit zulässt. Daher kann er sich an sehr unterschiedlichen Untergründe anpassen. In seiner Heimat in Amerika wächst er überwiegend auf lehmigen Untergründen in Flusstälern mit gelegentlichen Überschwemmungen, aber sogar auch auf eher steinigen und kargen Böden in Höhenlagen.

Bodenbeschaffenheit

Könnte der Amberbaum wählen, würde er sich für einen nährstoffreichen, humosen und gut durchlässigen Boden entscheiden. Wenn du ihn in sehr lehmige oder schwere Erde pflanzen möchtest, kannst du diese vorher auch mit etwas Sand auflockern, damit sich seine Wurzeln möglichst gut entwickeln können. Die gelegentlichen Überschwemmungen in seiner Heimatregion bringen auch immer wieder neue Nährstoffe mit, weshalb der Amberbaum einen für Gehölze vergleichsweise hohen Nährstoffbedarf hat. Darum kannst du bei der Pflanzung gleich noch etwas Humus beimischen.

Eine regelmäßige Düngung sorgt nicht nur für einen gesunden und kräftigen Wuchs von Amberbäumen. Sie trägt auch dazu bei, dass sie eine reiche Herbstfärbung entwickeln. Perfekt wäre es, von Mai bis August alle 2 Wochen mit Kompost oder Kompost und Hornspänen zu düngen. Werden Hornspäne mit Kompost gemischt, ermöglichen die Mikroorganismen im Kompost eine raschere Zersetzung der Hornspäne und machen diese schneller zugänglich für die Pflanzen. Nach der Düngung sollte jeweils reichlich gewässert werden.

Wasserbedarf

In freier Natur kann sich der Amberbaum auch mit kargen, austrocknenden Böden arrangieren und überlebt gelegentliche Trockenphasen. Dennoch ist das für seine Schönheit und Vitalität nicht gerade förderlich und er bevorzugt frische bis leicht feuchte Erde. Darum solltest du in deinem Garten darauf achten, dass seine Erde nie über mehrere Tage austrocknet. In längeren heissen und trockenen Perioden sollten sogar auch ältere Exemplare gelegentlich gegossen werden.

Trockenheitsresistenz und Frostverträglichkeit steigern

Wenn du die Trockenheitsresistenz und Frosthärte deines Amberbaums gezielt steigern möchtest, kannst du dies erreichen, indem du ihn nur sparsam wässerst. Giesse nur junge, frisch gepflanzte Bäume bis zum Anwachsen regelmässig und ältere etwas bei längerer Trockenheit. Sobald der Baum angewachsen ist, soll er schnell ein tief reichendes Wurzelsystem bilden (funktioniert nicht bei hartem Untergrund). Ein reichliches Angebot von Wasser an der Erdoberfläche veranlasst ihn dazu, seine Wurzeln vor allem flach auszubreiten. Das schadet seiner Standfestigkeit, und die oberflächlichen Wurzeln sind anfällig für Schäden durch Bodenfrost. Dieses Vorgehen kann dazu führen, dass dein Amberbaum in den Anfängen vielleicht ab und zu nicht sehr hübsch anzusehen ist und auch seine Herbstfärbung etwas weniger intensiv ist.

Standortansprüche

Der Amberbaum liebt einen sonnigen Platz. Er kommt aber auch mit Halbschatten sehr gut zurecht, da er sehr anpassungsfähig ist.

Besonders intensive Herbstfarben mit vielen Rottönen zeigen Amberbäume an vollsonnigen Standorten mit mässig feuchtem Boden.

Ist der Standort zu schattig, werden sich eher nur gelbe bis orange Farbtöne durchsetzen.

Wenn du zudem einen windgeschützten Platz wählst, bleibt dir das wunderbar bunte Herbstlaub länger erhalten.

Gut zu wissen: Da der Amberbaum anfangs noch nicht so winterhart ist, pflanzt du ihn am besten im Frühjahr, damit er bis zum Winter genug Zeit hat, um gut anzuwurzeln. Im Herbst schützt du die Erde über dem Wurzelballen in den ersten Jahren mit einer Schicht Mulch oder Laub, das du mit Reisig abdeckst. Das verhindert das Verwehen des Laubs. Auch den Stamm kannst du mit Jute oder einem Vlies einpacken, um Frostrisse zu verhindern.

Wie gross wird Liquidambar styraciflua / Amerikanischer Amberbaum?

Der Amberbaum erreicht in seiner natürlichen Heimat, in den Auen der Flusstäler und den Berghängen Nordamerikas, Höhen von bis zu 40 Metern. In Europa wird er meist nur zwischen 8 und 25 Meter hoch. Es gibt aber auch klein bleibende Züchtungen. Mehr dazu erfährst du im Abschnitt «Sorten».

Kann man den Liquidambar styraciflua / Amerikanischen Amberbaum klein halten?

Wenn du nur wenig Platz zur Verfügung hast, wähle lieber gleich von Anfang an eine eher klein bleibende Sorte oder ein Säulen-Exemplar aus (weiter unten mehr zu den Sorten).

Der Amberbaum ist zwar recht gut schnittverträglich, die schöne Kegelform, resp. je nach Sorte eine Kugel- oder Säulenform, entwickelt der Amberbaum aber ganz ohne Schnittmassnahmen.

Amberbäume in Form einer Hecke, eines Spalier oder mit Dachform sollten jedoch regelmässig in Form geschnitten werden.

Ansonsten können im Frühling erfrorene oder abgebrochene Zweige entfernt werden. Bei zu grossen oder dichten Exemplaren kann bei Bedarf auch ein Auslichtungsschnitt vorgenommen werden (siehe nächstes Kapitel).

Liquidambar styraciflua / Amerikanischen Amberbaum schneiden

Wenn du vor der Pflanzung schon eine Sorte mit passender Wuchshöhe gewählt hast, kannst du dir den Aufwand fürs Schneiden sparen, dich zurücklehnen und geniessen.

Willst du den Amberbaum als Hecke, Spalier oder mit Dachform kultivieren, ist allerdings ein regelmässiger Schnitt erforderlich.

Du besitzt bereits ein Exemplar, welches zu gross geworden ist? Oder die Äste deines Amberbaums sind beschädigte oder stehen zu dicht und reiben sich? Dann wendest du am besten einen Auslichtungs-Schnitt an.

Wie schneiden

Bei einem Auslichtungs-Schnitt entfernst du mit einem scharfen und sauberen Werkzeug die ältesten und dicksten Äste, resp. beschädigte oder zu dicht stehende direkt an der Verzweigung (also auf Astring). Es sollten keine Äste aneinander reiben. Auch sollte sich die Krone nach aussen öffnen, also möglichst keine Äste nach innen stehen. Auf keinen Fall solltest du immer wieder nur die obersten Äste schneiden (ausser bei Hecken, Spalieren und Dachformen). Das schadet der Wuchsform. Auch Teilrückschnitte bis ins alte Holz sind nicht zu empfehlen.

Wann schneiden

Wähle dazu einen bedeckten, aber nicht zu kalten Tag im Frühling aus.

Gerne können wir diese Arbeiten für dich ausführen. So kannst du deinen Amberbaum einfach ganz entspannt geniessen. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Sorten vom Liquidambar styraciflua / Amerikanischen Amberbaum

Durch Züchtungen sind eine Vielzahl von Sorten des Amberbaums entstanden. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Wuchsform, Wuchshöhe, Blattfarbe und Herbstfärbung teils erheblich.

Bei einer Kaufabsicht lohnt sich daher oft der Besuch einer Baumschule, vor allem auch zur Zeit der Herbstfärbung.

Auch solltest du unbedingt vor dem Kauf bestimmen, wie viel Platz das Gehölz maximal einnehmen darf und dich dann mit den Wuchshöhen der verschiedenen Sorten auseinandersetzen. Ständiges Zurückschneiden von zu gross gewählten Exemplaren ist aufwändig und zerstört oft die natürlich schöne Wuchsform.

Lass dich im Zweifelsfall bei der Auswahl beraten. Hier habe ich dir schon mal eine kleine Übersicht zusammengestellt. Beachte, dass die angegebenen Höhen, Breiten und der jährliche Zuwachs sehr vom Standort und der Pflege abhängig sind. Auch treten die angegebenen Höchstmasse erst nach vielen Standjahren ein.

  • Liquidambar styraciflua (Amberbaum Wildform)
    aufrechte, kegelartige und lichtdurchlässige Krone, erst eher schmal und im Alter rundlicher
    Herbstfarbe: gelb, orange, feuerrot bis purpur oder schwarz-violett
    Höhe: 8 – 25 m hoch, Breite: 5 – 10 m, Zuwachs: 40 – 60 cm pro Jahr
  • Liquidambar styraciflua «Stella» (Amberbaum «Stella»)
    straff aufrecht, schmale, kegelartige Krone, sehr intensiv dunkelrote Herbstfarbe
    Herbstfarbe: gelb, orange, dunkelrot
    Höhe: 8 – 25 m hoch, Breite: 5 – 6 m, Zuwachs: 40 – 60 cm pro Jahr
  • Liquidambar styraciflua «Worplesdon» (Amberbaum «Worplesdon»)
    schwacher Wuchs, symmetrisch wirkend, kompakt, schlanke pyramidenförmige Krone, noch intensivere Herbstfärbung als bei der Wildform
    Herbstfarbe: gelb, orange, feuerrot bis purpur oder schwarz-violett
    Höhe: 8 – 10 m hoch, Breite: 3 – 4 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr
  • Liquidambar styraciflua «Golden Treasure» (Gelbbunter Amberbaum «Golden Treasure»)
    kegelförmiger, aufrechter Wuchs, lichtdurchlässige Krone
    Herbstfarbe: purpurrot bis rot-orange
    Höhe: 5 – 8 m hoch, Breite: 3 – 4 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr

Niedrige Wuchshöhe

Bei geringem Platzbedarf im Garten kann eine dieser Sorten die richtige Wahl sein.

  • Liquidambar styraciflua «Variegata» (Buntlaubiger Amberbaum «Variegata»)
    kegelförmige Krone, aufrechter Wuchs, grün/gelblich-weiss panaschiertes Laub, gedeiht auch im Pflanzkübel gut (ab 30 l)
    Herbstfarbe: gelb bis rötlich, eher Pastelltöne
    Höhe: ca. 2 – 4 m (eher 2 m), Breite: ca. 1 – 2 m, Zuwachs: 5 – 15 cm pro Jahr
  • Liquidambar styraciflua «Oktoberglut» (Amberbaum «Oktoberglut»)
    langsamwüchsig, feuerrote Herbstfarbe, eher klein bleibend
    Herbstfarbe: gelb, orange und rot
    Höhe: 2,5 – 5 m hoch, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: 5 – 10 cm pro Jahr
  • Liquidambar styraciflua «Gumball» (Kugel-Amberbaum «Gumball»)
    kugelförmige Krone bildet sich von selbst aus, Blätter minim kleiner als bei der Art und lange haftend, Herbstfarbe: gelb, orange (nicht so ausgeprägt wie bei anderen Sorten)
    Höhe: ca. 3 – 5 m, Breite: ca. 3 – 4 m, Zuwachs: ca. 5 – 10 cm pro Jahr
    Da der Kugelamberbaum «Gumball» häufig auf einen Stamm veredelt wird, der normalerweise zwischen anderthalb und drei Metern hoch ist, nimmt nur die Krone im Laufe der Zeit an Volumen und Höhe zu. Die Höhe des Stammes und somit der Ansatz der Krone bleibt unverändert.
  • Liquidambar styraciflua «Fame4ever»
    kompakter Wuchs, lockere Krone, Laub eher schmal geschlitzt, besonders spektakuläre Herbstfärbung
    Herbstfarbe: gelb, orange und kräftig rot
    Höhe: ca. 4 – 5 m, Breite: 2 – 4 m, Zuwachs: 10 – 20 cm pro Jahr

Spezielle Wuchsform

Ist der Platz im Garten von der Breite her beschränkt, bietet sich ein Exemplar mit säulenförmigem und schmalem Wuchs an:

  • Liquidambar styraciflua «Slender Silhouette» (Säulen-Amberbaum «Slender Silhouette»)
    schlanker, aufrechter und dichtbuschiger Wuchs
    Herbstfarbe: scharlachrot, violettbraun, gelborange bis weinrot
    Höhe: 5 – 12 m hoch, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: 20 -35 cm pro Jahr

Als Sichtschutz eignen sich speziell zur Spalierform erzogene Amberbäume. Meist wird dazu die Sorte «Worplesdon» gewählt, da diese eine fein verzweigte Struktur hat und der Spalier so schnell schön dicht wird:

  • Liquidambar styraciflua Spalier (Amberbaum Spalier)
    fächerartiger und dichter Wuchs, weitere Eigenschaften je nach verwendeter Sorte, Formerhaltung durch Schnitt
    Herbstfarbe: gelb, orange und rot


Auch Exemplare mit zur Dachform erzogenen Krone sind erhältlich. Sie eignen sich besonders als natürlicher Sonnenschutz oder als Pergola-Ersatz. Hierfür wird meist die Wildform verwendet, da diese recht schnell wächst und rasch ein schönes Dach bildet:

  • Liquidambar styraciflua (Amberbaum Wildform)
    Dachbildung muss durch regelmässigen Schnitt und Aufbinden auf ein Gerüst gefördert werden.
    Herbstfarbe: gelb, orange, feuerrot bis purpur oder schwarz-violett
    Höhe: 8 – 25 m hoch, Breite: 5 – 10 m, Zuwachs: 40 – 60 cm pro Jahr

Was passt zum Liquidambar styraciflua / Amerikanischen Amberbaum?

Am schönsten wirkt der Amberbaum als Solitär im Rasen oder in einem Beet. Dort kann er auch mit niedrigen Stauden umpflanzt werden. Achte bei der Unterpflanzung von bestehenden Gehölzen darauf, die Wurzeln nicht zu verletzen.

Die Leuchtkraft des Amberbaums im Herbst kommt mit immergrünen Pflanzpartnern besonders gut zur Geltung. Wählst du ein Exemplar mit panaschiertem Laub, kommst du auch im Sommer in den Genuss dieses malerischen Kontrastes.

Auch die Kombination mit Gehölzen, die eine gelbe Herbstfarbe entwickel (z.B. Ginko oder Zaubernuss) wirkt sehr schön mit dem farbigen Laub des Amberbaums. Im Herbst noch blühende Stauden mit gelben, weissen oder violetten Blüten, wie Rudbeckia, Aster, Herbstanemone oder auch die blauen Blüten und das rote Herbstlaub vom Bleiwurz können ebenfalls ein schönes Farbenspiel ergeben.

Hier findest du eine Aufstellung mit geeigneten Stauden und Zwiebeln zur Unterpflanzung von Gehölzen.

Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

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Sicher hast du dich auch schon häufig gefragt, wieso die Blätter der Bäume im Herbst eigentlich bunt werden. Und wieso werden einige gelb, andere orange oder rot? Hier bekommst du endlich die Antwort. Viel Spass beim Lesen…

Genau genommen sind sie schon vorher in den Blättern, werden aber während des Sommers vom grünen Chlorophyll verdeckt.

Die gelben Pigmente kommen vom Xantophyll, die orangen vom Carotinoid, welche in den Chloroplasten der Blätter gebildet werden. Die roten Pigmente entstehen durch das Anthocyan, das scheinbar die Blätter vor der UV-Strahlung schützt und erst gegen Herbst in den Zellwänden gebildet wird. Daher wird es an sehr sonnigen Standorten in grösseren Mengen gebildet als an schattigeren. Auch Pflege (wässern und düngen) sowie die Züchtung spielen eine Rolle dabei, wie viel Xantophyll, Carotionid und Anthocyan in den Blättern vorhanden ist. Diese Farbpigmente werden aber während des Sommers von den grünen Pigmenten des Chlorophylls überdeckt (wenige Ausnahmen sind rotlaubige Pflanzen, dort überwiegt das Anthocyan).

Wenn die Tage ab September kürzer und kühler werden, beginnt der Baum, die Chlorophyll-Produktion einzustellen. Das noch in den Blättern vorhandene stickstoffreiche Chlorophyll wird in seine Bestandteile zersetzt und die gelösten Nährstoffe für den Winter im Stamm eingelagert. Nimmt das Chlorophyll in den Blättern ab, kommen die anderen Farben zum Vorschein. So entstehen bei einigen Gehölzen wunderbaren Farbspiele, welche sich in einem Spektrum aller Farben an nur einem Blatt zeigen. An sonnigen und wärmeren Tagen wird mehr Chlorophyll abgebaut, wodurch die Anthocyane und Carotinoide stärker sichtbar werden. Bei kalten und regnerischen Tagen wird weniger Chlorophyll abgebaut, wodurch die Herbstfärbung weniger intensiv ist.

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Saison-Tipp: Wasser im Garten

Saison-Tipp: Wasser im Garten

Eine Investition in die Lebensqualität

Es ist eine spezielle Verbindung, welche der Mensch mit dem Wasser hat. Nichts drückt Entspannung und Freiheit stärker aus als die Zeit im und am Wasser. Egal ob am Pazifik oder an einem idyllischen Bergsee. Aufgrund der Ereignisse in den vergangenen Jahren sind die einheimischen Kraftorte gern mal schon früh am Morgen überfüllt. Da liegt der Gedanke nahe, sich im eigenen Garten eine Erholungs-Oase mit dem Element Wasser zu schaffen. Wer sich im Vorfeld Gedanken darüber macht, welche Bedürfnisse und Zwecke das private Wasserparadies in den kommenden Jahren erfüllen soll, beugt so späteren Anpassungen vor, die je nach Variante nur schwer und zudem sehr kostenaufwändig umsetzbar sind.

Schwimmen, planschen oder entspannen?

Erst einmal muss anhand von Platzverhältnissen, Budget und Bedürfnissen entschieden werden, wie das Element Wasser in den eigenen Garten Einzug halten könnte.

Bei wenig Platz oder wenn das Wasser nur der optischen Entspannung dienen soll, sind Wasserspiele oder Brunnen eine wunderbare Wahl. Sie beruhigen das Gemüt und eine geschickt integrierte Unterwasserbeleuchtung sorgt zusätzlich für ein besonderes Ambiente.


Geht es auch um die körperliche Entspannung, sind Whirlpools sicherlich bestens geeignet. Auch sie beanspruchen noch nicht sehr viel Platz und ermöglichen spontane kurze Wellnessmomente nach einem langen Arbeitstag und natürlich auch ausgedehntere am Wochenende oder in den Ferien. Hier will gut überlegt sein, für wieviele Personen der Whirlpool Platz haben sollte. Schwimmen geht hier von der Grösse her natürlich nicht und auch für Kinder ist das mit komplexer Technik gefüllte Becken nicht der geeignete «Spielplatz». Von der Optik eines Whirlpools sollte man sich nicht abschrecken lassen, hier gibt es viele geschickte Möglichkeiten, diesen harmonisch in den Garten zu integrieren.


Ein Schwimmteich oder ein Pool nimmt dann schon einiges mehr an Platz und auch finanziellen Mitteln in Anspruch. Hier kann die Familie planschen, sich abkühlen und auch Aqua-Fitness oder ein Schwimmtraining ist möglich. Bei einem Pool gilt es zu überdenken, ob eine Abdeckung wichtig ist oder ob eine Unterwasserbeleuchtung zusätzliches Ambiente schaffen soll. Wäre eine Beheizung des Pools sinnvoll, um die Badesaison zu verlängern oder Abhilfe zu schaffen bei einem von der Sonneneinstrahlung her ungünstigen Standort? Vielleicht macht sogar eine Gegenstromanlage Sinn. Diese dient nicht nur zum Training, auch Kinder geniessen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für abenteuerliche Wassererlebnisse.

Gartenplanung Egli Grün Handskizze


Wer sich nicht zwischen Erfrischung, Sport und Wellness entscheiden kann, liegt mit einem SwimSpa goldrichtig. Ein SwimSpa ist einfach ausgedrückt ein übergrosser Whirlpool mit Schwimmbereich. Er ist ausgerüstet mit Wellnessdüsen, Beheizungsmöglichkeit der ganzen Anlage und integrierter Gegenstromanlage, die das Schwimmen im meist eher kleinen Schwimmbereich (verglichen mit einem Pool) überhaupt angenehm ermöglicht. Hier kann also nebst einem Training auch nach Herzenslust geplanscht und entspannt werden.

Bei SwimSpas unterscheidet man zwischen sogenannten einzonigen und zweizonigen Varianten. Bei den einzonigen Modellen befindet sich der Schwimm- und Wellnessbereich im gleichen Becken. Bei den zweizonigen Modellen sind Schwimm- und Wellnessbereich komplett getrennt. Dies hat den grossen Vorteil, dass die Wassertemperatur beider Bereiche individuell eingestellt werden kann. So muss niemand im «heissen» Wasser trainieren und auch niemand im «kalten» Wasser whirlen.

Da ein SwimSpa mehr Wassertiefe als ein Whirlpool benötigt, wirkt das Gehäuse recht massig. Aber auch hier kann dieses Problem durch eine Versenkung, Teilversenkung oder durch die geschickte Umbauung mit einem abgestuften Sonnendeck problemlos kaschiert werden.


Eine gute Planung ist das A und O

Eine eigene Recherche im Internet kann zwar Aufschluss über Materialien und Modelle geben, zeigt aber meist «Standard-Ware» in fixen Grössen. Auch die Preise beziehen sich nur auf das jeweilige Becken, ohne Technik, Transporte, Einbau, Umgebungsanpassungen, Bewilligungen, usw. Das kann einige böse Überraschungen mit sich bringen.

Tatsächlich sind es nämlich viele Fragen, die man sich vor der Realisierung stellen sollte. Wenn Projekte mit Wasser etwas von Dauer sein sollen, müssen diese gründlich durchdacht sein und man muss auch bereit sein, die nötigen Mittel darin zu investieren. Damit diese bestmöglich angelegt sind, zieht man am besten einen Fachmann hinzu.


Da Erfahrung stets der beste Berater ist, kann der Profi unterschiedliche Varianten mit allen Vor- und Nachteilen aufzeigen. Zudem hat er das Auge dafür, wie sich das Element Wasser harmonisch in ihren Garten integrieren lässt. Viele Formen und Lösungen sind möglich.


Gerne unterstützen wir Sie auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Gartenparadies.








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    Saison-Tipp: Lieblings-Platz einrichten

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    Was gibt es Schöneres als die langen und warmen Sommerabende draussen zu verbringen oder an freien Tagen an der frischen Luft die Seele baumeln zu lassen? Natürlich dies an seinem Lieblingsplatz zu machen! Doch wie schafft man sich eigentlich seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz?

    Auch wenn du keine grosse Platzauswahl hast, kannst du aus wenig eine kleine Oase zaubern. Verfügst du über eine Terrasse oder gar einen Garten, hast du bereits mehr Möglichkeiten. Bestimmt gibt es Bereiche, die dir besonders gefallen. Hier könntest du deinen Lieblingsplatz einrichten.

    Ein Baum als natürlicher Schattenspender, eventuell sogar nachts stilvoll beleuchtet, ist ein wunderbares Gestaltungselement und schafft eine geborgene Atmosphäre. Vielleicht hast du Glück und besitzt bereits einen Lieblingsbaum oder kannst einen pflanzen.


    Ganz nach deinem Geschmack kannst du umliegende Rabatten oder Gefässe bepflanzen. Magst du lieber bunte Blumen, vielleicht sogar Duftstauden, wie Lavendel, Phlox, Veilchen und viele andere, oder begeistern dich eher Früchte, Gemüse und Kräuter für Kochrezepte oder feine Drinks? Auch Gräser und Blattschmuck-Pflanzen sind sehr spannend.

    Stauden Gärtnerei

    Suchst du noch ein schönes Gefäss oder die passende Pflanze? Komm doch in unserem Blumenladen vorbei, dort wirst du es bestimmt finden. Oder wähle gleich ein fertig bepflanztes Arrangement.


    Wenn du deinen Lieblingsplatz auch im Dunkeln nutzen möchtest, darf natürlich eine entsprechende Beleuchtung nicht fehlen. Die Menge und Stärke der benötigten Leuchten richtet sich natürlich nach den verschiedenen Anforderungen an den Lieblingsplatz.


    Wirklich urgemütlich wird es in lauschigen Nächten oder an kühleren Herbstabenden, wenn in der Nähe sogar noch Platz für eine Feuerschale ist! Dadurch kannst du deinen Lieblingsplatz auch im zeitigen Frühjahr oder lange in den Herbst hinein noch nutzen. Zudem kannst du dir so direkt an deinem Lieblingsplatz auch gleich noch ein leckeres Essen zubereiten.

    Nun kommt die spezifische Einrichtung:

    Lieblingsplatz für alle Platzverhältnisse

    Die supercoole Erfindung der Marke Bullfrog heisst PRO BIER. Mit seiner stufenlos verstellbaren Rückenlehne, bis ganz flach als Kissenauflage, ist dieses bequeme Lieblingsstück blitzschnell umplatziert oder verstaut. Wir sind echt begeistert davon 😉


    Wenn du also nur eine Mini-Ecke für deinen Lieblingsplatz zur Verfügung hast oder diesen einfach auch gerne nach Lust und Laune oder je nach Jahreszeit wechselst, ist dieser treue Begleiter genau das Richtige für dich.

    Aber auch zwei bequeme Stühle oder Sessel finden fast auf jedem Balkon einen Platz. Noch ein Windlicht und ein schönes Blümchen dazu und fertig ist die Mini-Oase.

    Lieblingsplatz für Leseratten

    Du liebst es, dich an einem kuscheligen Plätzchen in ein Buch zu vertiefen? Vielleicht drapierst du dir nur ein paar Kissen bequem an deinem Lieblingsplatz, z.B. auf dem Sonnendeck. Ist der Untergrund nicht ganz so perfekt, wird es natürlich mit einem bequemen Sitzkissen oder Sessel noch ein ganzes Stück gemütlicher. Dazu ein kleinen Tischchen für Getränke und Knabbereien und einem ausgedehnten Lesespass steht nichts mehr im Weg.


    Hast du etwas mehr Platz zur Verfügung, ist natürlich auch ein Liegestuhl oder gar eine Sitzgruppe nicht zu verachten. Für kürzere Tage oder späten Lesespasse darf natürlich eine lesetaugliche Beleuchtung nicht fehlen.

    Lieblingsplatz für Plaudertaschen

    Du hältst am Feierabend oder Wochenende gerne mit Freunden ein Schwätzchen, dazu vielleicht noch ein kleiner Snack mit einem Drink oder einem Glas Wein? Dann könnte dein Lieblingsplatz etwa so aussehen, wie diese lauschige Ecke unter einem Baum.


    Dauert es meist doch etwas länger, wären natürlich auch kuschelige Sessel oder ein bequemes Outdoor-Sofa nicht zu verachten. Je nach Budget und Platzbedarf sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt und das Wichtigste sind ja eigentlich auch interessante Gesprächspartner. Diese kommen allerdings sicher öfters vorbei, je einladender dein «Quasselplätzchen» ist…

    Für späte Plauderstündchen darf natürlich auch hier eine geschmackvolle Beleuchtung nicht fehlen. Vielleicht möchtest du das nächtliche Ambiente auch noch mit einer Feuerschale abrunden.

    Lieblingsplatz für Grill-Freunde


    So könnte dein Lieblingsplatz aussehen, wenn du es liebst, auf offenem Feuer zu grillieren. Ein Feuerring schafft mächtig Ambiente und pure Lagerfeuerstimmung, zudem bietet er viel Platz für Grillgut. Nicht nur Fleisch, Fisch und Gemüse finden ihren Platz auf dem Ring. Wie wäre es denn mal mit einem feinen Racelette oder einem Sonntags-Brunch im Garten mit Eiern und Speck?

    Oder wie sieht es denn mit einem Holzkohle-Grill aus, der deinen Speisen einen unverwechselbaren Geschmack verleiht? Holzkohle dauert dir zu lange? Mit modernen Hilfsmitteln, wie dem Heissluftföhn, der dir schnell die nötige Glut verschafft, ist diese Methode längst alltagstauglich geworden.

    BigGreenEgg-Keramikgrill in der Aussenküche «döridenkt» integriert.


    Der extrem vielseitige Keramikgrill hat zusätzlich den Vorteil, dass er die gewünschte Temperatur über einen langen Zeitraum halten kann. Das gibt dir die Möglichkeit zum Niedergaren oder Räuchern. Hierbei wird das Grillgut über einen längeren Zeitraum bei niedriger Temperatur dem Rauch des gewünschten Holzes ausgesetzt. Diese Duftnote geht dann auf das Grillgut über. An den Grillkursen in unserem idyllischen Schaugarten zeigen wir dir viele spannende Gerichte.

    Ist dir das noch immer zu kompliziert, ist wohl eher ein Gasgrill dein Ding. Auch hier gibt es verschiedenste Modelle von mini bis maxi.

    Du bist unsicher, welcher Grill zu dir passt? Dann schau doch mal in diesen Beitrag.

    Mit eigenem Gemüse und Kräutern wird das Grill-Erlebnis gleich noch besser. Vielleicht hast du Platz für ein Hochbeet, eine Kräuterschnecke oder aber du baust im Topfgarten an. Welche Kräuter du zusammen pflanzen kannst und welche zu deinen Gerichten passen, findest du hier.

    Lieblingsplatz für Gourmets


    Du bist ein Gourmet und liebst es, dein Essen in stimmigem Umfeld zu geniessen? Ein schöner Tisch mit bequemen Stühlen an einem kunstvoll gestalteten Platz unter einem Lieblingsbaum oder einem schönen Sonnenschirm, umringt von leuchtenden Blumen. Vielleicht noch ein cooler Grill dazu? Das könnte der Platz sein, wo du dich ganz dem Genuss widmen kann. Das Auge isst eben auch ausserhalb des Tellerrands mit…

    Die Beilagen für deine Menüs könntest du natürlich auch direkt aus eigenem Anbau ernten. Hast du keinen Platz für einen grossen Gemüsegarten, könnte ein Hochbeet oder ein Mini-Gewächshaus die Lösung sein. Aber auch Töpfe eignen sich hervorragend für viele Kräuter, Gemüse, Beeren und Säulenobst. Auch Pflanzen mit essbaren Blüten dürfen an deinem Lieblingsplatz natürlich nicht fehlen!

    Lieblingsplatz für Wasserratten


    Das kühle Nass zieht dich magisch an? Dann muss dein Lieblingsplatz natürlich etwas mit Wasser zu tun haben. Wenn dir der Platz oder das nötige Kleingeld für einen Pool fehlt, gibt es viele andere Möglichkeiten, sich einen Lieblingsplatz am Wasser einzurichten. Da wäre zum Beispiel der Whirlpool für fast ganzjähriges Badevergnügen. Geht es dir aber um Wasser als Gestaltungselement, brauchst du etwas, was das Wasser so richtig schön in Szene setzt. Zum Beispiel dieser wunderschöne Calanca-Gneis-Brunnen, der aus einem einzigen Felsstück geschaffen wurde und genügend Platz bietet, sich darin zu erfrischen. Oder ein praktischer Nanopool der sich stilvoll integrieren lässt.


    Bewegtes Wasser schafft eine wohlige Atmosphäre. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Varianten in Aussehen und Material. Welches ist dein Favorit?


    Für sehr geringe Platzverhältnisse oder kleines Budget eignen sich sogenannte Mini-Teiche. Dazu brauchst du nur einen grossen Topf (ohne Loch) oder einen alten Waschzuber, Wasser und einige Wasserpflanzen. Achte darauf, dass du auch schwimmende Pflanzen verwendest. So stellst du Insekten und kleinen Vögeln gleichzeitig eine willkommene Trinkmöglichkeit zur Verfügung. Der Standort sollte eher schattig sein, so bleibt die Wasserqualität länger gut. Zu beachten ist auch, dass stehendes Wasser als Brutstätte für Mücken dient – also mit einer kleinen Umwälzpumpe für Bewegung sorgen oder das Wasser regelmässig auswechseln.

    Lieblingsplatz für Blumenfans

    Ob Sessel, Liegestuhl oder komfortable Lounge. Das Wichtigste für den Lieblingsplatz der Blumenfreunde sind natürlich die Blumen! Ob farblich abgestimmt oder bunt gemischt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Achte lediglich darauf, dass die Pflanzen für den geplanten Standort geeignet sind. Ob einjährig oder mehrjährig – die Auswahl für Sonnenanbeter ist riesig. Aber auch für den (Halb-)Schatten gibt es inzwischen ein interessantes und wachsendes Sortiment.

    Mit der Kombination von unterschiedlichen Töpfen, Blattschmuck- und Blütenpflanzen sowie Pflanzen mit verschiedene Blühzeitpunkten bekommen auch kleine Plätze einen richtig grossen Auftritt.

    Lieblingsplatz für Familien

    Welches Kind brätelt nicht gerne über offenem Feuer eine Wurst oder nascht frische Köstlichkeiten aus dem eigenen Garten. Auch baden steht bei den meisten Familien hoch im Kurs. Ein gemütlicher Essplatz im Garten mach das gemeinsame Familienessen zum Freiluftspektakel für gross und klein und ein bequemes Outdoor-Sofa erweitert in den Sommermonaten das Wohnzimmer an die frische Luft. Egal, was die Vorlieben deiner Familie sind – picke dir die passenden Elemente einfach aus den verschiedenen vorgestellten Lieblingsplätzen und kombiniere sie für deine perfekte Familien-Oase!

    Familiengarten mit Freiluft-Esstisch, überdachten Outdoor-Wohnzimmer und Pool.

    Zubehör und Planung

    Fehlt dir noch das richtige Zubehör ? In unserem Online-Shop findest du sicher etwas Passendes. Für noch mehr Inspiration durchstöbere unsere Galerie, entdecke unsere Referenzen oder besuche unseren Schaugarten.

    Wird die Gestaltung deines neuen Lieblingsplatzes ein umfassendes Projekt? Gerne helfen wir dir bei der Planung und Umsetzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

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    Amelanchier / Felsenbirne

    Amelanchier / Felsenbirne

    Lieblingspflanze von Ivo Rechsteiner

    Ivo Rechsteiner
    (Projektleiter Gartenbau)

    Es freut mich sehr, dass die Felsenbirne (bot. Amelanchier) auf der Liste der Lieblingspflanzen meiner Teamkollegen auftaucht! Mit ihrer wunderbaren weissen Blütenpracht im Frühling, der malerischen Herbstfärbung und ihrer Funktion als Bienenweide macht die Felsenbirne es einem aber auch leicht, sich von ihr begeistern zu lassen!

    Dass ihre Früchte essbar und je nach Art gar wunderbar aromatisch sind, ist allerdings in Vergessenheit geraten. Dabei standen sie schon vor über 3000 Jahren auf dem Speiseplan von Ureinwohnern in Nordamerika und auch in Europa hat ihr Verzehr lange Tradition. In Kanada werden sie noch heute unter dem Namen Saskatoon als Fruchtgehölz in Plantagen angebaut.

    Wer wegen des Namens als Früchte harte Birnen erwartet, liegt ganz falsch. Optisch ähneln Felsenbirnen den Heidelbeeren, gehören aber zu den Apfelfrüchten. Wie bei der Kornelkirsche (Cornus mas) und dem Blüten-Hartriegel (Cornus kousa) sehe ich immer wieder Exemplare, deren Früchte ungenutzt auf Gehwegen oder Strassen verfaulen. Darum erfährst du in diesem Blog nebst vielen interessanten Details zur Pflanze auch, wie du die Früchten der Felsenbirne verwerten kannst.

    Heitere Gartengrüsse

    Julian

    Steckbrief Amelanchier /
    Felsenbirne

    Grösse: je nach Art / Sorte zwischen 1 – 8 m (max. 10 m)
    Wuchs: je nach Art / Sorte zwischen 15 – 60 cm pro Jahr
    Wuchsform: anfangs aufrecht, im Alter ausladende Schirmform (Säulenformen und spezielle Sorten bleiben aufrecht)
    Stammform: meist mehrstämmig, als Hochstamm erhältlich
    Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
    Wurzeltyp: Herzwurzler
    Blatt: eiförmig grün, intensive Herbstfarben, Austrieb teilweise kupferfarbig (je nach Art/Sorte)
    Blüte: sternförmig weiss, ca. 1 – 2 cm, traubenförmig angeordnet
    Blütezeit: April/Mai
    Frucht: essbare Apfelfrucht (heidelbeerähnlich in Form und Geschmack), bei den meisten Arten/Sorten sehr schmackhaft
    Giftigkeit: ungiftig, essbar
    Familie: apfelfrüchtige Kernobstgewächse (Pyrinae) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae)
    Insektenfreundlichkeit: Ja, beliebt bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen
    Schnittverträglichkeit: mittel
    Frosthärte: sehr gut bis ca. -28° C
    Standort: sonnig bis halbschattig
    Boden: optimal mässig feucht, kalkhaltig, durchlässig (keine Staunässe), nicht zu nährstoffreich
    Erde: leicht sauer bevorzugt (ideal 4,5 – 6,5 pH) bis leicht alkalisch
    Salzverträglich: nein
    Verwendung: Solitär, natürlicher Sonnenschutz, Sichtschutz, Hochstamm, Fruchtgehölz, Säulenobst, Insektenweide, Wildnährpflanze

    Erscheinungsbild Amelanchier / Felsenbirne

    Ein Blickfang zu jeder Jahreszeit! Ob im Frühling prächtig geschmückt mit seinen weissen Sternblüten, im Sommer behängt mit «gluschtigen» Früchten oder im malerisch herbstlichen Blätterkleid. Die harmonische mehrstämmige Wuchsform der Felsenbirne (bot. Amelanchier) macht sogar einen Rückschnitt überflüssig. Ganz ohne menschliches Zutun entwickelt sie im Alter eine wunderschön ausladende teils leicht überhängende Krone.

    Wie eine Wolke aus Blüten wirkt dieses wild wachsende Exemplar im Frühling

    Im Frühjahr strahlen die vielen weissen sternförmigen Blüten der Felsenbirne mit der Sonne um die Wette. Traubenförmig angeordnet ziehen sie alle Aufmerksamkeit auf sich, auch die von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Bei den meisten Arten treiben die Blüten vor dem Laub aus. Einige entwickeln aber Laub und Blüte zur gleichen Zeit.

    Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich essbare sogenannte Apfelfrüchte, die im Juni/Juli erntereif werden. An einen Apfel erinnert aber lediglich die kleine «Fliege» unten an der Frucht sowie das etwas kernige innere. Die Kerne (etwa 4 bis 10 Stück pro Frucht) sind aber von Form und Konsistenz eher mit denen der Johannisbeere zu vergleichen.

    Weisse Sternblüten im Frühling
    Reife, schmackhafte Felsenbirnen ab Juni

    Mit der rot-violetten bis blau-schwarzen Farbe im reifen Zustand und der Grösse von ca. 1 cm erinnern sie eher an Heidelbeeren. Auch geschmacklich finden sich bei einigen Arten starke Ähnlichkeiten – viele erkennen auch eine Note von Mandeln oder Marzipan darin (die Fruchtkerne enthalten Bittermandelöl). Je nach Art und Sorte sind die Früchte etwas süsser oder herber, saftiger oder mehliger. Hier spielen aber auch Standort, Boden und Wasserversorgung eine Rolle. Man kann sie roh geniessen, zu Confi, Likören oder Desserts verarbeiten oder wie Weinbeeren trocknen. Wegen dieser Eigenschaft wird Amelanchier in Deutschland auch «Rosinenbaum» genannt.

    Da die Felsenbirnen unterschiedlich schnell reifen, kann mehrfach geerntet werden. Man muss einfach schneller sein als die Vögel, denn die lieben die gesunden Früchtchen aller Amelanchier-Arten. Welches auch bei den Menschen die beliebtesten Frucht-Sorten sind, erfährst du später noch.

    Richtig malerisch präsentiert sich die Felsenbirne dann nochmals im Herbst. Die im Sommer sattgrünen eiförmigen Blätter nehmen wunderschöne Nuancen von gelb, orange und rot an.

    Erfahre hier, woher die schönen Herbstfarben der Blätter kommen.

    Wunderschöne Herbstfarben setzen die Felsenbirne Ende Saison nochmals in Szene

    Durch ihren harmonischen mehrstämmigen Wuchs eignet sich die Felsenbirne nicht nur perfekt als Solitär im Rasen oder einem Staudenbeet, sondern auch als natürlicher Sonnenschutz oder zur Schaffung eines lauschigen Plätzchens.

    Schattiert den Lieblingsplatz eines Kunden
    Mit Beleuchtung auch nachts ein Blickfang

    Mit ihren über 25 verschiedenen Arten und zusätzlichen Züchtungen ist sicherlich für jeden Standort etwas Passendes dabei. Mehr zu den Wuchshöhen, Fruchteigenschaften und optischen Besonderheiten der unterschiedlichen Arten / Sorten sowie zur Standortwahl erfährst du später noch.

    Ist Amelanchier / Felsenbirne giftig?

    Jein. Die Blätter der Felsenbirne enthalten zwar sogenannte Cyanogene Glykoside und auch die Frucht-Kerne enthalten geringe Menge davon (vergleichbar mit Apfel- oder Traubenkernen). Diese Glykoside spalten sich aber nur beim Zerkauen in den Cyanwasserstoff «Blausäure» und Bittermandelöl auf. Da beim Verzehr der Früchte die meisten Kerne unzerkaut verschluckt werden, ist dies völlig unbedenklich. Die Kerne verlassen den Körper unverdaut wieder.

    Lediglich eine sehr grosse Mengen zerkauter Samen oder der Verzehr von Blättern kann zu Magenbeschwerden, Übelkeit oder Durchfall führen.

    Übrigens: Blausäure erreicht bereits bei 26°C ihren Siedepunkt und entweicht dann in die Luft. Beim erhitzen der Felsenbirnen bleibt somit nur das Bittermandel-(Marzipan-)Aroma zurück.

    Essbare Früchte von Amelanchier / Felsenbirne

    Kanadische Ureinwohner verwenden die Amelanchier-Früchte schon seit über 3000 Jahren in ihrer Ernährung. Felsenbirnen sind nämlich nicht nur lecker, sie sind sogar richtiger Superfood! Sie haben eine ganze Menge an gesunden Inhaltsstoffen zu bieten.

    Nebst Vitamin C enthalten Felsenbirnen unter anderem auch Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen, sowie Ballaststoffe wie Pektin.

    Damit haben die Früchte einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, die Haut, wirken entzündungshemmend und fördern einen guten Schlaf.

    Du möchtest dir ein Exemplar anschaffen und legst Wert auf besonders schmackhafte und grosse Früchte? Im Abschnitt «Arten und Sorten» weiter unten findest du einige der beliebtesten Felsenbirnen bezüglich Geschmack und Grösse der Früchte. Auch kannst du vor dem Kauf eine Baumschule zur Erntezeit ab Juni besuchen und so Grösse und Geschmack der verschiedenen Sorten überprüfen.

    Die Früchte der Felsenbirne schmecken ähnlich wie Heidelbeeren mit einer Mandel- oder gar Marzipannote.

    Einmal gepflückt sind die reifen Früchte allerdings leider nicht sehr lange haltbar. Also schnell essen oder weiterverarbeiten! Felsenbirnen sind nicht nur roh ein Genuss als Snack zwischendurch, in Joghurt, Quark oder Müesli. Getrocknet wie Weinbeeren oder einkochst, sind sie natürlich lange haltbar. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts geliert die Frucht hervorragend und ist somit perfekt geeignet für Confi, Kompott oder ähnliches. Du kannst sie aber auch in viele weitere leckere Rezepte einbinden. Hier ein paar Vorschläge aus dem Netz:

    Rezepte für Felsenbirnen

    Felsenbirnen-Confi

    Wie bei den meisten Confis finden sich verschiedene Rezepte mit unterschiedlichem Zuckergehalt. Da die Felsenbirnen recht süss sind, würde ich anstelle des weit verbreiteten 1:1 Verhältnisses von Früchten und Zucker auf ein Rezept mit dem Verhältnis von Früchten zu Zucker von 2:1 zurückgreifen (1 kg Früchte : 500 g Zucker). Das hängt aber immer vom persönlichen Geschmack ab, ist aber auch eine Frage der Haltbarkeit. Je höher der Zuckergehalt, desto länger haltbar ist die Confi. Wenn du unsicher bist, wähle erst mal die kleinere Zuckermenge. Ist dir die Confi zu wenig süss, kannst du sie nochmals aufkochen und nachsüssen.

    Felsenbirnen haben einen sehr hohen Pektingehalt. Da Pektin das Geliermittel im Gerlierzucker ist, kannst du bei dieser Confi auch ganz normalen Zucker verwenden.

    • 1 kg Felsenbirnen
    • 500g Zucker
    • Optional: Saft von 1 Zitrone

    Zubereitung

    Mische die Früchte mit dem Zucker (und dem Saft der Zitrone) in einer Pfanne und bringe die Mischung bei starker Hitze zum Kochen bis es kräftig sprudelt.

    Dann auf mittlerer Hitze unter Rühren für ca. 10 Minuten weiter kochen.

    Nun folgt die Gelierprobe: Lasse dafür einen Löffel Fruchtmasse über einen kalten Teller laufen.

    Geliert die Masse, ist die Konfitüre fertig. Wenn nicht, lasse sie weiter kochen und wiederhole die Probe etwas später.

    Nun füllst du die Konfitüre in die sauberen Gläser. Verschliesse sie fest und stelle sie für 5 Minuten auf den Kopf.

    American Juneberry-Pie

    Lege dazu einen Mürbeteig (gekauft oder selbstgemacht) auf einem Kuchenblech aus. Nun bereitest du die Füllung zu, die du dann auf dem Teig gleichmässig verteilst.

    Tortenfüllung

    • 1/2 Tasse Zucker
    • 1/4 Tasse Weissmehl
    • 5 Tassen frische Felsenbirnen (Juneberry)
    • 2 Teelöffel fein geriebene Zitronenschale
    • 1/2 TL Muskatnuss

    Verrühre Zucker und Mehl in einer großen Schüssel. Füge dann Früchte und Zitronenschale hinzu und schwenke die Masse sanft, bis die Felsenbirnen rundum schön beschichtet sind. Wenn du gefrorene Früchte verwendest, lasse die Mischung etwa 45 Minuten stehen oder bis die Felsenbirnen teilweise aufgetaut, aber noch eisig sind.

    Option 1: Streusel-Topping (North Dakota-Style)

    • 1/2 Tasse Weissmehl
    • 1/3 Tasse Zucker
    • 3 Esslöffel Butter
    • 1/3 Tasse grob gehackte Haselnüsse

    Vermische mit einem Mixer Mehl und Zucker in einer Schüssel. Gebe den Butter in kleinen Stücken hinzu und rühre weiter, bis die Mischung groben Krümeln ähnelt. Nun mischst du noch die Haselnüsse dazu und verteilst die Streusel gleichmässig auf der Füllung.

    Du kannst den Tortenrand optional noch mit Mürbeteig belegen. Damit das Ganze nicht zu dunkel backt, kannst du den Tortenrand mit Folie abdecken.

    Option 2: Gitter-Deko

    Über die Füllung kannst du mit Mürbeteig noch ein Gittermuster legen. Du kannst auch Formen mit Guetzlistechern machen. Wenn du diese noch mit Eigelb bestreichst, wird es noch schöner.

    Backen

    Heize den Ofen auf 190° C vor und backe den Juneberry-Pie für ca. 55 – 60 Minuten (oder bis die Füllung sprudelt und die Streusel schön goldbraun sind. Damit der Teig nicht zu dunkel wird, kannst du Folie zum Abdecken verwenden. Diese musst du aber nach ca. 25 Minuten Backzeit entfernen.

    Herkunft Amelanchier / Felsenbirne

    Das Gehölz gehört innerhalb der Familie der Rosengewächse zu den Apfelfrüchten und wurde 1549 erstmals schriftlich erwähnt. Der botanische Name «Amelanchier» leitet sich vom keltisch-gallischen Wort amelanche ab, was soviel wie «Äpfelchen» bedeutet. Der Name «Felsenbirne» kommt wohl von ihrer Anspruchslosigkeit, dank der sie sogar zwischen Felsen gedeihen kann, sowie der Ähnlichkeit ihrer Blüten mit denen des Birnbaums. Ihre Blüten sind auch der Grund, wieso man sie in Österreich auch als «Edelweiss-Strauch» kennt.

    Blüten der Felsenbirne
    Blüten des Birnbaums

    Aufgrund der Fruchtreife im Juni wird die Felsenbirne in Amerika als «Juneberry» bezeichnet. Schon die amerikanischen Ureinwohner hatten die Früchte auf ihrem Speiseplan und nannten das Gehölz «Saskatoon». Da die getrockneten Früchte an Rosinen erinnern, nennt man Amelanchier in Deutschland auch «Rosinenbaum» oder «Korinthenbaum».

    Die gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis oder rotundifolia) hat als einzige der über 25 bekannten Arten sozusagen ihre Wurzeln in Europa und gilt daher als einheimische Art. Hier wächst sie in Höhen bis 2’000 m und ist bestens an die klimatischen Verhältnisse angepasst.

    Alle anderen Amelanchier-Arten stammen ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika, einige wenige aus Asien. Im Jahr 1782 fand der Schweizer Botaniker Jakob Friedrich Ehrhart, erstmals die eigentlich in Nordamerika beheimatete Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarkii) auch bei uns vor. Er beschrieb sie daraufhin, ordnete sie aber damals der Gattung der Birnen zu. Zeitweilig wurde sie auch den Mispeln oder Weissdornen zugeordnet. Erst durch die vollständige Aufstellung aller Amelanchier-Arten durch einen deutschen Gelehrten im Jahr 1789 wurde die Kupfer-Felsenbirne in die Familie der Apfelfrüchte aufgenommen. Kurz nach ihrer schriftlichen Erfassung des Schweizer Botanikers wurde sie in vielen Gärten und Parks in Nordwest-Europa angebaut. Da sie dort mit den klimatischen Bedingungen hervorragend zurechtkam, ist sie in vielen Teilen Europas verwildert. Da in ihrer ursprünglichen Heimat die Kälte häufig gegenwärtig ist, verkraftet die Kupfer-Felsenbirne auch harte Wintermonaten problemlos.

    Welchen Standort und Boden mag Amelanchier / Felsenbirne?

    Als sogenannter «Herzwurzler» kann die Felsenbirne nebst oberflächennahen Wurzeln auch tiefe Pfahlwurzeln schlagen, ganz wie es die Bodenbeschaffenheit zulässt. Ebenso ist sie unempfindlich gegen Wind, Regen, Frost und Hitze. Nach einer Anwachsphase stellt auch vorübergehende Trockenheit kein Problem für die meisten Felsenbirnen dar. Wegen dieser Anspruchslosigkeit und natürlich auch dank ihrer Schönheit, wird sie auch für die Pflanzung im Stadtklima immer beliebter. Dort scheint sie selbst stark abgasbelastete Luft nicht wirklich zu stören. In diesem Fall sollte man aber auf den Verzehr der Früchte sicherheitshalber verzichten.

    Die Felsenbirne ist sehr anspruchslos und kann fast überall wachsen. Wie der Name schon verrät, selbst zwischen Felsen. Nur Staunässe verträgt sie gar nicht gut.

    Könnte sie aber wählen, würde sie sich für einen sandig-lehmigen und sauren bis leicht alkalischen Boden entscheiden. Bevorzugt sollte er zudem locker und frisch bis leicht feucht sein.

    Wenn diese Bedingungen dann noch an einem sonnigen Platz vorhanden sind (Halbschatten geht auch), wäre das der ideale Platz für dieses bezaubernde Gehölz.

    Besonders intensive Herbstfarben zeigen Amelanchier lamrackii und Amelanchier ovalis auf trockenen Standorten. Sind dir saftige Früchte und eine ertragreiche Ernte wichtig, solltest du auf ausreichende Feuchtigkeit achten.

    Gut zu wissen: Wegen ihres hohen Farbgehalts können herabfallende Früchte Flecken auf Möbeln, Textilien oder hellen Bodenbelägen hinterlassen.

    Ist Amelanchier / Felsenbirne als Kübelpflanze geeignet?

    Auch wenn du keinen Garten hast, musst du nicht auf die Vorzüge dieses wunderbaren Zier- und Obstgehölzes verzichten. Aufgrund seiner sehr guten Frosthärte und Anpassungsfähigkeit, kannst du Amelanchier auch in einen Kübel pflanzen.

    Hier solltest du aber auf eher kleinbleibende Arten/Sorten zurückgreifen (siehe Abschnitt «Arten und Sorten»). Aufgrund seiner Wurzelform als Herzwurzler solltest du ein sehr grosszügiges Gefäss wählen. Schon bei der kleinsten Sorte muss dieses ein Volumen von mindestens 30l haben! Flache und schmale Gefäss-Designs sind nicht empfehlenswert. Ebenso solltest du beim Kauf darauf achten, dass überschüssiges Wasser gut aus dem Gefäss abfliessen kann. Lass dich am besten beraten.

    Staunässe
    vermeiden!

    Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine gut eingestellte automatische Bewässerungsanlage kann dir hier wertvolle Dienste leisten. Da alle Amelanchier-Arten kalkhaltige Böden mögen, ist auch Kalk im Leitungswasser kein Problem.

    Wie gross wird Amelanchier / Felsenbirne?

    Dieses Exemplar konnte sich in freier Wildbahn ungehindert entfalten

    Je nach Art erreicht ein Amelanchier Höhen von 1 bis ca. 6 Metern (selten bis 8 oder 10 Meter) und einer fast ebensolchen Breite aufgrund seiner im Alter ausladenden Kronenform. Darum wird er als Grossstrauch oder Kleinbaum bezeichnet. Es gibt aber auch kleinbleibende Arten und Sorten. Mehr dazu weiter unten.

    Kann man Amelanchier / Felsenbirne klein halten?

    Die charakteristische Schirm-Form entwickelt sich am schönsten ganz ohne Schnittmassnahmen. Da die Felsenbirne aus dem alten Holz nicht gut wieder austreibt, kann der falsche Schnitt das Gehölz sogar für Jahre entstellen.

    Du hast nur wenig Platz zur Verfügung, möchtest dein Heim aber trotzdem mit einer Felsenbirne bereichern? Dann wähle lieber gleich von Anfang an eine eher kleinbleibende Art oder ein Säulen-Exemplar aus (weiter unten mehr zu den Arten und Sorten).

    Amelanchier / Felsenbirne schneiden

    Wenn du vor der Pflanzung schon eine Art oder Sorte mit passender Wuchshöhe gewählt hast, kannst du dir den Aufwand fürs Schneiden eigentlich sparen und dich zurücklehnen und geniessen. Alle Amelanchier-Arten tragen nämlich am alten Holz ebensoviele Blüten wie am Jungholz und auch die harmonische Wuchsform entwickelt sich für gewöhnlich ganz von alleine.

    Du besitzt bereits ein Exemplar, welches zu gross geworden ist? Oder die Äste deiner Felsenbirne sind beschädigte oder stehen zu dicht und reiben sich? Dann wendest du am besten einen Auslichtungs-Schnitt an. Da die Krone mit den Jahren ziemlich dicht werden kann, ist das Auslichten teilweise auch bei alten Exemplaren sinnvoll.

    Wie schneiden

    Bei einem Auslichtungs-Schnitt entfernst du mit einem scharfen und sauberen Werkzeug die ältesten und dicksten Stämme/Äste, resp. beschädigte oder zu dicht stehende direkt an der Verzweigung (also auf Astring). Es sollten keine Äste aneinander reiben. Auch sollte sich die Krone nach aussen öffnen, also möglichst keine Äste nach innen stehen. Auf keinen Fall solltest du immer wieder nur die obersten Äste schneiden. Das schadet der Wuchsform. Auch Teilrückschnitte bis ins alte Holz sind nicht zu empfehlen. Da der Amelanchier aus dem alten Holz nur schwer wieder austreibt, ist ein falsch gesetzter unschöner Schnitt teilweise Jahre zu sehen.

    Wann schneiden

    Wähle dazu einen bedeckten und nicht zu heissen Tag nach der Blüte aus. Dann ist die Felsenbirne in ihrer Wachstumsphase und die Schnittwunden heilen schneller. Dies beugt der Infektion mit Pilzkrankheiten vor und du kommst auch noch in den Genuss der weissen Pracht.

    Gerne können wir diese Arbeiten für dich ausführen. So kannst du deine Felsenbirne einfach ganz entspannt geniessen. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Arten und Sorten von Amelanchier / Felsenbirne

    Die Familie der Amelanchier umfasst eine Vielzahl von Arten und Sorten. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Wuchsform, Wuchshöhe, Farbe des Austriebs, Blütenform sowie Fruchtgrösse und -geschmack teilweise erheblich.

    Kontrastreich: einige Arten/Sorten bilden die weissen Blüten gleichzeitig mit dem kupferfarbenen Blatt-Austrieb

    Bei einer Kaufabsicht lohnt sich daher oft der Besuch einer Baumschule zur Zeit von Blüte, Fruchtreife oder Herbstfärbung. So kann man sich gleich vor Ort ein Bild machen oder eine Geschmacksprobe bei verschiedenen Sorten vornehmen.

    Auch solltest du unbedingt vor dem Kauf bestimmen, wieviel Platz das Gehölz maximal einnehmen darf und dich dann mit den Wuchshöhen der verschiedenen Arten/Sorten auseinandersetzen. Ständiges Zurückschneiden von zu gross gewählten Exemplaren ist aufwändig und zerstört oft die natürlich schöne Wuchsform. Lass dich im Zweifelsfall bei der Auswahl beraten oder besuche eine Baumschule. Hier habe ich dir schon mal eine kleine Übersicht zusammengestellt.

    Niedrige Wuchshöhe

    Bei geringem Platzbedarf im Garten oder für die Pflanzung im Kübel kann eine dieser Sorten die richtige Wahl sein. Lies dazu auch die Infos im Abschnitt «Ist Amelanchier als Kübelpflanze geeignet?» Zudem sind kleiner bleibende Exemplare auch leichter abzuernten.

    • Amelanchier ovalis «Helvetia» (Zwerg-Felsenbirne «Helvetia»)
      einheimisch, dichter kompakter Wuchs, Früchte schmackhafter als bei der ursprünglichen Art (Amelanchier ovalis)
      Austrieb: weisslich behaart, Herbstfarbe: gelb, orangerot
      Höhe: ca. 1 – 2 m, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: ca. 20 cm pro Jahr
    • Amelanchier alnifolia «Martin» (Erlenblättrige Felsenbirne, Saskatoon-Beere «Martin»)
      eher breiter Wuchs, besonders ertragreich, frühreife grosse, saftige und süsse Früchte, gedeiht auch im Pflanzkübel gut (ab 30 l)
      Austrieb: weisslich behaart, Herbstfarbe: gelb bis orange
      Höhe: ca. 1 – 2 m, Breite: ca. 1,5 m, Zuwachs: 20 – 50 cm pro Jahr
    • Amelanchier lamarckii «Prince William» (Kupfer-Felsenbirne «Prince William»)
      reiche Blüte, bis 1,5 cm grosse Früchte, geschmacklich fast wie Heidelbeeren, hoher Ertrag, sehr schöne Herbstfärbung
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: orange, rot
      Höhe: ca. 1,5 – 2,5 m, Breite: 1,5 – 2 m, Zuwachs: 8 – 20 cm pro Jahr
    • Amelanchier spicata (Ährige Felsenbirne)
      eher aufrechter Wuchs, Laub und Blüte entfalten sich gleichzeitig, Früchte nicht sehr schmackhaft, sehr trockenheitsverträglich
      Austrieb: weisslich behaart, Herbstfarbe: gelb, braunrot
      Höhe: ca. 1,5 – 3 m, Breite: 1,5 – 2 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr
    • Amelanchier ovalis oder rotundifolia (Gewöhnliche Felsenbirne)
      einheimisch, reiche Blüte, Früchte etwas mehlig und eher kleiner und weniger süss als bei Züchtungen
      Austrieb: weisslich, behaart, Herbstfarbe: gelb, orangerot
      Höhe: ca. 1,8 – 3,5 m, Breite: 2 – 3, Zuwachs: 15 – 40 cm pro Jahr

    Säulenformen

    Ist der Platz im Garten von der Breite her beschränkt, bieten sich Felsenbirnen mit säulenartigem Wuchs an:

    • Amelanchier lamarckii «Rainbow Pillar» (Säulen-Felsenbirne «Rainbow Pillar»)
      schlanker Wuchs, schmackhafte Früchte
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: gelb, orange, rot
      Höhe: 3 – 5 m hoch, Breite: 1,3 – 1,7 m, Zuwachs: 15 -35 cm pro Jahr
    • Amelanchier alnifolia «Saskalate» (Säulen-Felsenbirne «Saskalate»)
      schlanker Wuchs, reichblühend; grosse, saftige und schmackhafte Früchte, späte Reife (Juli)
      Austrieb: kupfer, Herstfarbe: gelb-rot
      Höhe: 3 – 4 m, Breite: bis 2 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr
    • Amelanchier alnifolia «Obelisk» (Säulen-Felsenbirne «Obelisk»)
      schlanker und aufrechter Wuchs, ertragreich, saftig-süsse Früchte
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: gelb-rot
      Höhe: ca. 3 – 5 m, Breite: 1 – 2 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr

    Beliebte Fruchtsorten

    Generell sind die mittlerweile vielen Züchtungen von Amelanchier alnifolia (Erlenbrlättrige Felsenbirne, Saskatoon-Beere) sehr beliebte Fruchtsorten, die in Kanada auch erwerbsmässig angebaut werden. Aber auch andere Arten bringen sehr schmackhafte Früchte hervor. So haben es Vögel scheinbar ganz besonders auf die der Sorte «Ballerina» abgesehen, obwohl sie auch die Früchte aller anderen Felsenbirnen lieben.

    Hier findest du eine kleine Auslese von Sorten, deren Früchte als besonders schmackhaft gelten:

    • Amelanchier alnifolia «Martin» (Erlenblättrige Felsenbirne, Saskatoon-Beere «Martin»)
      eher breiter Wuchs, besonders ertragreich und frühreif, trägt grosse, saftige und süsse Früchte,
      Austrieb: weisslich behaart, Herbstfarbe: gelborange
      Höhe: ca. 1 – 2 m, Breite: ca. 1,5 m, Zuwachs: 20 – 50 cm pro Jahr
    • Amelanchier lamarckii «Prince William» (Felsenbirne «Prince William»)
      reiche Blüte, bis 1,5 cm grosse Früchte, geschmacklich fast wie Heidelbeeren, hoher Ertrag, sehr schöne Herbstfärbung
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: orange, rot
      Höhe: ca. 1,5 – 2,5 m, Breite: 1,5 – 2 m, Zuwachs: 8 – 20 cm
    • Amelanchier laevis «Ballerina» (Kahle Felsenbirne «Ballerina»)
      schöner Wuchs, üppige und grosse Blüten, Blüte und Austrieb gleichzeitig, eine der beliebtesten Fruchtsorten, reichtragend
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: purpurrot
      Höhe: ca. 3 – 6 m, Breite: 3 – 5 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr

    Schönste Sorten

    Schönheit ist immer auch Geschmackssache. Hier haben wir einige Sorten zusammengetragen, die als besonders schön gelten. Sorten von Amelanchier laevis und Amelanchier lamarckii zum Beispiel werden oft als schönste ihrer Art erwähnt. Nebst einem schönen Wuchs bestechen sie durch einen kupferfarbenen Blattaustrieb sowie besonders schönen Herbstfarben.

    • Amelanchier laevis «Ballerina» (Kahle Felsenbirne, Hängende Felsenbirne «Ballerina»)
      schöner Wuchs, üppige und grosse Blüten, Blüte und Austrieb gleichzeitig, eine der beliebtesten Fruchtsorten, reichtragend
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: purpurrot
      Höhe: ca. 3 – 6 m, Breite: 3 – 5 m, Zuwachs: 20 – 40 cm pro Jahr
    • Amelanchier laevis «Snowflake» (Kahle Felsenbirne, Hängende Felsenbirne «Snoflake»)
      locker verzweigter Wuchs, üppige Blüte mit bis zu 12 cm lange Blütentrauben, schmackhafte süss-saftige und grosse Früchte
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: orangerot
      Höhe: ca. 4 – 6 m, Breite: 3 – 4 m, Zuwachs: 15 – 20 cm pro Jahr
    • Amelanchier lamarckii «Prince William» (Felsenbirne «Prince William»)
      reiche Blüte, bis 1,5 cm grosse Früchte, geschmacklich fast wie Heidelbeeren, hoher Ertrag, sehr schöne Herbstfärbung
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: orange, rot
      Höhe: ca. 1,5 – 2,5 m, Breite: 1,5 – 2 m, Zuwachs: 8 – 20 cm
    • Amelanchier arborea «Robin Hill» (Baum-Felsenbirne «Robin Hill)
      schmaler Wuchs, kleinkronig, rosa Blütenknospen, weiss-rosé Blüten, angenehmer Duft, Früchte nicht sehr schmackhaft
      Austrieb: weisslich, Herbstfarbe: gelb, orange, rot
      Höhe: ca. 6 – 8 m, Breite: 2 – 5 m, Zuwachs: 40 – 80 cm im Jahr

    Hochstämme

    Zu Hochstämmen erzogene Amelanchier gibt es von einigen Arten. Hier musst du beachten, dass nicht alle angebotenen Pflanzen «wurzelecht» sind und auf andere Arten, wie z.B. Vogelbeere, veredelt wurden. Diese sogenannten «Stammbildner» können stärker wachsen als Amelanchier-Arten und auch Ausläufer treiben.

    • Amelanchier arborea «Robin Hill» (Baum-Felsenbirne «Robin Hill)
      zu Hochstamm erzogen, kleinkronig, rosa Blütenknospen, weiss-rosé Blüten, angenehmer Duft, Früchte nicht sehr schmackhaft
      Austrieb: weisslich, Herbstfarbe: gelb, orange, rot
      Höhe: ca. 6 – 8 m, Breite: 2 – 5 m, Zuwachs: 40 – 80 cm im Jahr
    • Amelanchier lamarckii (Kupfer-Felsenbirne Hochstamm)
      zu Hochstamm erzogen, von Natur aus mehrstämmig, hoher Zierwert, schmackhafte Früchte
      Austrieb: kupfer, Herbstfarbe: orange, rot
      Höhe: ca. 6 – 8 m, Breite: 4 – 8 m, Zuwachs: 30 – 60 cm

    Was passt zu Amelanchier / Felsenbirne?

    Er sieht nicht nur als Solitär im Rasen super aus. Ein Amelanchier kann auch Teil einer Blütenhecke sein oder im Beet mit niedrigen Stauden umpflanzt werden. Hier solltest du dir aber zuerst überlegen, ob du denn jeweils die Früchte ernten möchtest. Wenn ja, sollte das Gehölz zur Erntezeit gut zugänglich sein. Es wäre schade, wenn du immer in den schönen Blumen herumtrampeln müsstets… Gegen Frühlingsblüher sollte hier aber nichts einzuwenden sein. Blaue Blüten passen übrigens ganz besonders gut zu den weissen des Amelanchier. Achte bei der Unterpflanzung von bestehenden Gehölzen darauf, die Wurzeln nicht zu verletzen.

    Hier findest du eine Aufstellung mit geeigneten Stauden und Zwiebeln zur Unterpflanzung von Gehölzen.

    Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Ist Amelanchier / Felsenbirne für Allergiker geeignet?

    Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

    Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

    Die Blüten des Amelanchier werden durch Insekten bestäubt und sollten daher kein Risiko für Allergiker darstellen.

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    Helleborus / Nieswurz

    Helleborus / Nieswurz

    Lieblingspflanze von Anita Egli

    Anita Egli
    (Administration, Werbung)

    Unwirklichen Bedingungen zu trotzen und aufzublühen, wenn sich alle Anderen ausruhen. Diese Eigenschaften beeindrucken Anita Egli wohl am meisten an der Helleborus. Auch schätzt sie die schlichte Blütenform und den schönen Kontrast zum dunkel glänzenden Laub.

    Willst auch du dich diesen Winter an ihrer standhaften Schönheit erfreuen? In diesem Beitrag erfährst du, was es betreffend Kauf, Standort und Pflege zu beachten gibt.

    Heitere Gartengrüsse

    Julian

    Was ist denn nun bitteschön eigentlich der Unterschied zwischen Christrosen und Schneerosen oder ist das etwa das Gleiche wie Lenzrosen? Die Helleborus-Familie mit ihren über 20 Arten und einer immer grösser werdenden Anzahl Artkreuzungen ist sehr vielseitig und, ehrlich gesagt, auch ziemlich verwirrend. Nach diesem Beitrag hast du hoffentlich einen etwas besseren Durchblick, denn ich werde dir eine Selektion der beliebtesten Arten genauer beschreiben. Einige bei Kreuzungen wichtige Arten werde ich für das bessere Verständnis einfach am Rande erwähnen.

    Steckbrief Helleborus / Nieswurz

    Pflanzenart: immergrüne (wintergrüne) Staude
    Wurzeltyp: Tiefwurzler
    Blatt: gefiedert handförmig, ledrig, meist gezahnt
    Blütenform: meist 5-blättrig geometrisch, hängend bis glockig
    Frucht: Balgfrucht
    Giftigkeit: sehr giftig, Vergiftungsfälle sind sehr selten
    Familie: Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae)
    Insektenfreundlichkeit: Ja, beliebt bei Bienen
    Standort: halbschattig bis schattig, im Sommer Schutz vor Mittagssonne
    Boden: mässig feucht bis feucht, durchlässig (keine Staunässe!)
    Erde: sandig bis lehmig, alkalisch bis neutral, nährstoffreich, kalkhaltig (v.a. H. niger)
    Verwendung: Pflanzgefässe, Unterpflanzung, Rabatten, Insektenweide, Schnittblume, H. niger: Bodendecker

    Stammbildende Arten

    Grösse: bis 120 cm
    Blütenfarbe: grünlich bis grün-rötlich
    Blütezeit: je nach Sorte zwischen Dezember und Mai
    Frosthärte: recht gut

    Stammlose Arten

    Grösse: 20 – 40 cm (Helleborus niger: 10 – 25 cm)
    Blütenfarbe:
    weiss, grünlich, rötlich
    Blütezeit:
    je nach Sorte zwischen November und April
    Frosthärte: sehr gut (bis -38°C)

    Erscheinungsbild Helleborus / Nieswurz

    Schon allein das immergrüne Laub der Helleborus-Arten ist sehr dekorativ. Handförmig angeordnet sitzen gefiederte, ledrige und meist gezahnte Einzelblätter an einem Stiel. Trotz der Giftigkeit aller Pflanzenteile macht sie sich so richtig beliebt mit ihren atemberaubenden Blüten, in einer für Blumen sehr ungewöhnlichen Jahreszeit. Je nach Art blühen sie nämlich zwischen November und Mai. Ihre Fähigkeit, trotz Eiseskälte und Schnee zu blühen, verdanken sie einem ausgeklügelten Frostschutz-Mechanismus – dazu später noch mehr. Weiter unten erfährst du, welche Arten wann blühen und welche Blütenfarben und Wuchsformen sie haben. Je länger sie am gleichen Standort bleiben können, umso schöner werden sie. Die Helleborus zieht nämlich nicht gerne um.

    Gewusst?
    Die Blütenblätter der Helleborus sind genau genommen nur vergrösserte farbige Kelchblätter.

    Die eigentlichen Blütenblätter haben sich im Laufe der Zeit zu Nektargefässen umgebildet. Sehr zur Freude der Bienen, die sich ganz gierig auf die in dieser Jahreszeit äusserst seltene Nektarquelle stürzen.

    Da die schmückenden Blütenblätter der Helleborus also gar keine sind, fallen sie nach der Blüte auch nicht ab. Nach der Befruchtung vergrünen oder verblassen sie lediglich etwas (je nach Art und Sorte). Dennoch sind sie immer noch sehr dekorativ und erwecken gemeinsam mit den frischen Blüten den Eindruck einer opulenten Blütenfülle.

    Grob definiert werden die Hellebori in folgende Arten unterteilt: stammbildende, stammlose und Kreuzungen dieser Arten. Die Helleborus niger bildet streng genommen eine eigene Art. Sie bildet zwar keinen verholzenden Blütenstiel, jedoch unterscheidet sie sich in den sonstigen Merkmalen von den stammlosen Arten.

    Das Helleborus-Sortiment ist im Handel meist nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich, resp. dann sicherlich am grössten. Angeboten werden nebst der sehr beliebten Christrose vor allem die Artkreuzungen, wie Schneerosen und Lenzrosen.

    Impressionen aus unserem Blumenladen

    Die Engel bestaunen die üppig mit Helleborus gefüllte Vase

    Ob kunstvoll ausgeschmückt im kleinen Topf, als clevere Pflanzenkombination, Solitär im Grosstopf oder einfach als äusserst haltbare Schnittblumen – während der Winterzeit ist unser Blumenladen reich gefüllt mit dieser winterlichen Schönheit. Komm vorbei und lass dich inspirieren!

    Herkunft und Vorkommen Helleborus / Nieswurz

    Die Christrose (Helleborus niger) ist eine der ältesten bekannten Kulturpflanzen. Ihren Ursprung hat sie in Südostasien. Vermutlich sind verschiedene Nieswurz-Arten nach der letzten Eiszeit (also vor rund 20’000 Jahren) entlang der Ufer des Urmittelmeeres nach Europa eingewandert. Dort wurden sie vorerst in Klostergärten kultiviert und gelangten später in die Bauerngärten. Auf unserem Kontinent wächst die Christrose im südlichen Mittel- und Südeuropa sowie in den südlichen und östlichen Kalkalpen, in Wäldern und Gebüschen. Sie kommt bis in einer Höhenlage von 1900 Metern vor und ist in der Schweiz wildwachsend nur an wenigen Standorten im Tessin zu finden.

    Woher kommt der Name Helleborus / Nieswurz

    Der Name Helleborus setzt sich aus den griechischen Worten «hellein» (töten) und «bora» (Speise) zusammen.

    Da das Pulver aus getrockneten Wurzeln der Helleborus einen starken Niesreiz hervorruft, wurde es früher als Niespulver verwendet. Dies galt als heilsam bei Geisteskrankheiten und Epilepsie.

    Ist Helleborus / Nieswurz giftig?

    Durch Inhaltsstoffe wie Helleborin und Hellebrin sind alle Pflanzenteile giftig. Bereits der Pflanzensaft kann Hautreizungen hervorrufen. Da sich die höchste Konzentration aber im Wurzelstock befindet, sind kaum Vergiftungsfälle bei Kindern und Haustieren bekannt.

    Es wird erzählt, dass das Gift aus den Wurzeln der Helleborus in altertümlichen Kriegen dazu genutzt wurde, um den Gegner ausser Gefecht zu setzen. Wird das Gift nicht in tödlicher Konzentration eingenommen, so ruft es doch mindestens Durchfall und Erbrechen hervor.

    Trotzdem (und teilweise auch gerade wegen ihrer abführenden Wirkung) wurde die Pflanze bereits in der Antike als Heilmittel für allerlei Krankheiten genutzt (siehe Abschnitt Medizin). Jedoch rieten bereits die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts zu einer vorsichtigen Anwendung.

    Aufgrund der Giftigkeit ist Helleborus heute nur noch in homöopatischen Verdünnungen als Arznei gestattet – ganz nach dem Motto «die Menge macht das Gift».

    Wieso erfrieren Helleborus-Blüten eigentlich nicht?

    Trotz eisiger Temperaturen öffnet diese erstaunliche Pflanze in den Wintermonaten immer und immer wieder ihre grossen Blüten. Doch wie ist das möglich?

    Ein raffinierter
    Frostschutz-
    Mechanismus
    ist die
    Lösung!

    Bei starken Minustemperaturen entzieht die Pflanze den Zellen Wasser, wodurch die Salzkonzentration in den Zellen erhöht wird. Das Restwasser in den Zellen gefriert dadurch nicht. Blätter und Blüten sehen dadurch zwar kurzzeitig erfroren aus – steigen die Temperaturen aber wieder an, füllt die Pflanze ihre Zellen wieder mit Wasser, der Zelldruck steigt und sie richtet Blüten und Blätter wieder auf.

    Die bekanntesten Arten von Helleborus / Nieswurz

    Die bekannteste Vertreterin der Helleborus-Familie ist wohl die Christrose (Helleborus niger). Sie trägt bereits in der (Vor-) Weihnachtszeit weisse Blüten und ist daher ein traditioneller und äusserst beliebter Vorbote von Weihnachten.

    Christrose (Helleborus niger)

    Ebenfalls sehr beliebt sind die Lenzrosen (Helleborus x hybridus). Die oft verwendete Bezeichnung «Helleborus orientalis» ist eigentlich falsch – wieso erfährst du weiter unten in der detaillierten Artenbeschreibung. Im Gegensatz zu Christrosen bezaubern sie auch mit bunten Blütenfarben. Sie blühen aber erst ab Januar bis in den Frühling. Daher kommt auch ihr Name, denn Lenz ist ein altes Wort für Frühling.

    Lenzrose (Helleborus x hybridus)

    Bis vor kurzem war die Christrose (Helleborus niger) die einzige Art, die schon in der (Vor-) Weihnachtszeit blühte. Durch Kreuzung der Christrose mit mediterranen Verwandten gibt es aber seit einiger Zeit auch noch sogenannte Schneerosen. Diese blühen teilweise ebenfalls bereits ab November bis März, trumpfen aber zusätzlich noch mit cremegrünen oder zartrosa Blüten auf.

    Schneerose

    Durch die Einkreuzung einer weiteren Art entstand die Unterart Schneerose «Ice N Roses». Diese bringt nebst noch längerer Blühdauer (bis April) auch Sorten mit intensiv rosafarbenen bis weinroten und auch zweifarbigen Blüten mit. Für mich als Liebhaber von farbigen Blumen ist das eine wunderbare Nachricht!

    Mir persönlich gefällt auch die Kreuzung Helleborus x lemperii (Kreuzung aus Christrose und Lenzrose) besonders gut, da sie vom Aussehen und der Blühzeit her sehr der Christrose ähnelt, jedoch die intensiven Blütenfarben der Lenzrose mitbringt.

    Auch wenn ihr Name vielleicht etwas abschreckt, möchte ich hier doch die Stinkende Nieswurz noch erwähnen. Ihr schönes langfingriges Laub stinkt nämlich nur, wenn es beschädigt wird. Lässt man sie an ihrem Platz in Ruhe, ist sie mit ihren hellgrünen filigranen Glockenblumen ein wunderbarer Hingucker für halbschattige Plätze und überzeugt mit einer enorm langen Blühdauer von Januar bis Mai.

    Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

    Einkaufsratgeber nach Blühzeit und Farbe

    Wenn du verschiedene Helleborus-Arten geschickt im Garten verteilst, kannst du dich vom Spätherbst bis weit in den Frühling an ihrer Blütenpracht erfreuen. Wenn du sie als Winterdeko auf Terrasse und Balkon verwendest, kannst du sie im Frühling problemlos in den Garten auspflanzen.

    Um dir die Auswahl etwas zu erleichtern, habe ich dir hier einige schöne Helleborus-Exemplare nach Blütezeit und Farbe sortiert:

    Blütezeit ab Oktober:

    • Christrose «Diva», sehr grosse weisse Blüten

    Blütezeit ab November:

    • Christrose «Praecox», weisse Blüten bis Feb.
    • Christrose «Jesko», weisse Blüten bis Jan.
    • Schneerose «Marlon», grünweisse Blüten bis Feb.
      (im Abblühen grün/aubergine)
    • SR Ice N› Roses «Early Rose», rosa Blüten bis April
    • SR Ice N› Roses «Early Red», weinrote Blüten bis April
    • Helleborus x lemperii «Linda», creme-gelbe Blüten bis März
    • Helleborus x lemperii «Lenia», pinke Blüten bis März
    • Helleborus x lemperii «Leila», bordeauxrote Blüten bis März
      (im Abblühen tief dunkelrot)

    Blütezeit ab Dezember:

    • Christrose «Wintergold», grosse füllige weisse Blüten bis März
      (sehr viele gold-gelbe Staubblätter, sehr blühfreudig)
    • Christrose «Joel», grosse weisse Blüten, reichblühend bis März
      (im Abblühen zart rosa)
    • Schneerose «Snow Dance», viele weisse Blüten bis März
    • Schneerose «Camelot», cremeweisse Blüten bis März
      (im Abblühen kupferfarben, rote Blütenstiele)
    • Schneerose «Shooting Star», zartrosa Blüten bis März
    • SR Ice N› Roses «Red», dunkelpinke Blüten bis April
    • Lenzrose «Elly», dunkelrosa gesprenkelte Blüten bis April

    Blütezeit ab Januar:

    • Schneerose «Frosty», sehr grosse weisse Blüten bis März
    • SR Ice N› Roses «Carlotta», 2-farbige Blüten (creme/pink) bis April
    • Lenzrose «Grace», weissgrünlich gefüllte Blüten bis April
    • Lenzrose «Conny», weisse Blüten bordeaux getupft bis April
    • Lenzrose «Abby», gelbe gefüllte Blüten mit bordeaux bis April
    • Stinkende Nieswurz, hellgrüne Glockenblüten bis Mai

    Blütezeit ab Februar:

    • Schneerose «Pink Frost», grosse rosa Blüten bis April
      (im Abblühen dunkelrosa)
    • Schneerose «Merlin», creme-rosa Blüten bis April
      (marmoriertes Laub)

    Neugierige finden im Abschnitt «Artenbeschreibung Helleborus / Nieswurz» noch detailliertere Infos und Unterscheidungsmerkmale.

    Was passt zu Helleborus / Nieswurz?

    Wenn du schon beim Einkaufen bist, kannst du dir auch gleich noch passende Begleiter für deine Helleborus anschaffen. Für Töpfe und kleinere Ergänzungen im Garten passen diese Pflanzen wunderbar. Sie haben ähnliche Bedürfnisse und harmonieren auch optisch schön mit Helleborus.

    • Kleinere Nadelgehölze (z.B. Zuckerfichten, Lebensbaum, Zwergwachholder, Kugelkiefer)
    • Immergrüne Kleinsträucher
    • Gräser (z.B. Blauschwingel, Schlangenbart, Seggen)
    • Winterharte Blattschmuckpflanzen (Heuchera, Lungenkraut, Kaukasus Vergissmeinnicht)
    • Immergrüne Stauden (Strauchveronika, Bergenie, Blütenskimmie)
    • Beerenpflanzen (z.B. Scheinbeere, Torfmyrthe)
    • Knospenheide
    • Stacheldrahtpflanze
    • Zwiebelblumen

    Bei Neuanlagen von Beeten können wir gerne die Auswahl und Bepflanzung für dich übernehmen. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Pflege von Helleborus / Nieswurz

    Die Helleborus ist eine pflegeleichte Staude. Pflanzen im Kübel sollten im Sommer an einen schattigen Ort umziehen. Im Winter musst du darauf achten, vor allem Kübel-Pflanzen an frostfreien Tagen zu giessen, damit sie nicht vertrocknen. Im Freiland sollte das kein grosses Problem darstellen.

    Pflanzen ab dem 2. Standjahr werden ab Februar gedüngt. Eine zweite Düngergabe folgt im Hochsommer, da die Pflanzen jetzt neue Wurzeln bilden und Blütenknospen für die nächste Saison anlegen. Bewährt haben sich organische Dünger wie Hornspäne und Kompost.

    Bei Kalkmangel bilden Helleborus viel Laub aber kaum Blüten. Da kannst du nachhelfen, indem du den Boden mit Dolomitkalk oder zerkleinerten Eierschalen verbesserst. 

    Im späten Frühling sollte man verwelkte Blüten abschneiden. Vor der Blüte können vor allem bei Lenzrosen die alten Blätter entfernt werden. Mehr dazu erfährst du unter «Helleborus / Nieswurz schneiden».

    Helleborus / Nieswurz in der Medizin

    Bereits in der Antike galt Helleborus als Mittel gegen Geisteskrankheit und Epilepsie. Man glaubte damals, dass man durch das Niesen, was durch die zu Pulver zerriebene Helleborus hervorgerufen wird, diese Krankheiten loswerden konnte.

    Bereits Hippokrates verabreichte Helleborus als abführendes und harntreibendes Mittel. Auch Paracelsus und Hildegard von Bingen sollen Helleborus häufig eingesetzt haben.

    Aufgrund der Giftigkeit aller Pflanzenteile war die Behandlung mit Helleborus aber nicht ungefährlich und endete nicht selten unschön.

    Helleborus wird heute nur noch in homöopathischer Verdünnung in der Medizin eingesetzt, womit keine Toxizität mehr vorhanden ist.

    Helleborus soll bei Erkrankungen des Gehirns und der Nerven helfen. So zum Beispiel bei Hirnhautentzündung (Meningitis), Demenz oder bei neurologischen Symptomen nach Kopfverletzungen. Er wird aber auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Harntraktes eingesetzt.

    In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Potenzial der Christrose für die komplementäre Krebstherapie erforscht. In allen Teilen der Christrose – Blüten, Blätter, Stängel und Rhizom (Wurzel) – befinden sich pharmakologisch aktive Substanzen. Anhand von präklinischen und klinischen Untersuchungen konnten vielversprechende pharmakologische Effekte dieser Substanzen nachgewiesen werden.

    Welchen Standort/Boden mag Helleborus / Nieswurz?

    Alle Helleborus-Arten bevorzugen einen halbschattigen Standort, dieser findet sich leicht unter laubabwerfenden Gehölzen. Sie lassen im Winter ausreichend Licht zur Pflanze und schützen sie im Sommer vor der starken Mittagssonne. Die Schneerosen sind etwas toleranter in Bezug auf sonnige Standorte.

    Vor allem die Helleborus niger, aber auch die anderen Arten brauchen einen kalkhaltigen, leicht lehmigen und nährstoffreichen Boden. Er sollte zudem leicht feucht bis feucht sein und einen guten Wasserabzug haben. Staunässe verträgt die Helleborus nämlich gar nicht gut.

    Helleborus kann auch hervorragend im Topf gehalten werden. Da sie eine tief wurzelnde Pflanze ist, sollte der Topf aber genügend hoch sein, wenn die Pflanze über mehrere Jahre in diesem bleiben soll.

    Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Da alle Helleborus-Arten gerne in kalkhaltigen Böden wachsen, ist Leitungswasser kein Problem.

    Helleborus / Nieswurz schneiden

    Hier scheiden sich die Experten-Geister. Soll das alte Laub vor der Blüte entfernt werden oder nicht?

    Vorteil: Die Blüten kommen besser zur Geltung, der Schwarzfleckenkrankheit wird vorgebeugt.

    Nachteil: Man nimmt der Pflanze den Schutz und eine Nährstoffquelle.

    Entscheidest du dich für einen Schnitt, solltest du damit bis Anfang März warten, wenn die stärksten Fröste vorbei sind. Ich persönlich würde nur beschädigte und kranke Blätter entfernen. Hat es solche, die stark aus der Reihe tanzen oder beim Aufblühen viele Blüten verdecken, kann man da ja noch das eine oder andere Blatt wegschneiden.

    Helleborus für die Vase

    Als Schnittblume halten sich die meisten Christrosen, Schneerosen und Lenzrosen gut eine Woche in der Vase, wenn sie nicht allzu warm stehen. So kannst du dir im Winter frische Blüten aus dem eigenen Garten ins Haus holen.

    Die Haltbarkeit kann verlängert werden, indem man die Stiele täglich anschneidet und das Wasser wechselt. Auf keine Fall Frischhaltemittel ins Wasser geben!

    Ist Helleborus / Nieswurz für Allergiker geeignet?

    Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

    Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

    Helleborus-Blüten werden durch Insekten bestäubt und sollten daher kein Risiko für Allergiker darstellen.

    Bei Schnittblumen oder Topfpflanzen im Haus würde ich allerdings erst einen vorsichtigen Versuch wagen.

    (Fun-) Facts über Helleborus

    Es wird erzählt, dass der Name «Christrose» so entstanden sei, dass ein armer Hirte auf dem Weg nach Bethlehem war. Er besass nichts und hatte daher auch kein Geschenk für das Jesus-Kind. In der kalten Jahreszeit konnte er nicht einmal Blumen am Wegrand finden. Da weinte er und als seine Tränen auf die Erde fielen, wuchs dort eine Pflanze mit Blüten so schön wie Rosen. Überglücklich brachte der Hirte dem Christus-Kind die «Christ-Rosen» als Geschenk. Darum wird die Christrose bis heute noch gerne in der Vorweihnachtszeit verschenkt.

    Im Mittelalter war die Christrose ein Bestandteil von Hexensalben und galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Fein vermahlen sollte das Pulver der Christrose, wenn es auf den Boden gestreut wurde, sogar unsichtbar machen.

    Die Christrose wurde früher auch dazu genutzt, das Wetter für das kommende Jahr vorherzusagen. Daher der Name «Orakelblume». So wurde überwiegend in ländlichen Regionen zur Weihnachtsnacht zwölf Blütenknospen der Christrose in ein Glas mit Wasser gestellt. Hierbei stand jede der zwölf Blüten für einen Monat des kommenden Jahres. Die Knospen wurden am Heiligabend betrachtet. Öffnete sich die Blüte, sollte es in diesem Monat gutes Wetter geben. Blieb die Knospe hingegen geschlossen, war schlechtes Wetter zu erwarten.

    Artenbeschreibung Helleborus / Nieswurz

    Grundsätzlich wird in der Helleborus-Familie eine grobe Unterscheidung zwischen folgenden Arten gemacht: stammbildende, stammlose und Kreuzungen dieser beiden Arten.

    Stammbildende Arten

    Die stammbildenden Arten können Wuchshöhen bis zu 120 cm erreichen. Ihre Lebensdauer von 2 – 4 Jahren ist im Vergleich zu den bis zu 25 Jahren der stammlosen Arten relativ gering. Eigentliche Stämme habe diese Arten aber nicht. Sie wachsen in Horsten und bilden an verholzenden Stängeln Blätter und Blüten. Die Blüten der verschiedenen Arten sind von grünweiss über grün bis zu rötlich gefärbt. Blütezeit ist (je nach Art) ca. von Januar bis Mai. Nach der Samenbildung sterben die verholzten Stängel ab.

    Bei den stammbildenden Arten ist die Liste noch recht überschaubar:

    • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus), Blüte: Januar – Mai
    • Korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius), Blüte: März – April
    • Balearen-Nieswurz (Helleborus lividus), Blüte: Dezember – März
    • Bastard-Nieswurz (Helleborus x sternii), eine Kreuzung aus Korsischer und Balearen-Nieswurz, Blüte: Februar – April

    Stammlose Arten

    Die stammlosen Arten erreichen Wuchshöhen zwischen 10 und 60 cm und können bis zu 25 Jahre alt werden. Hier wachsen Blätter und Blüten getrennt aus dem kräftigen Wurzelstock. Wuchsform und Farbe der Blüten sowie der Blühzeitpunkt unterscheidet sich jedoch bei den Unterarten.

    Zu den stammlosen Arten gehören:

    • Helleborus niger (Christrose)
    • Helleborus orientalis (wird erwähnt, da wichtig für Artkreuzungen)
    • Über 15 weitere Arten, welche durch zahlreiche Kreuzungen noch stark erweitert wurden

    Es würde den Rahmen sprengen, alle Arten hier genauer zu beschreiben. Daher nenne ich in dieser Liste nur die sehr bekannte Helleborus niger und die kreuzungsrelevante Helleborus orientalis.

    Die meisten Exemplare der stammlosen Arten haben eine grünliche Blütenfarbe, vereinzelte blühen rötlich. Sie tragen mehrere eher hängende Blüten an längeren Stielen, die auch Blätter aufweisen.

    Ausnahme ist die Helleborus niger, welche streng genommen nicht zu den stammlosen Arten gehören und eine separate Art bilden würde. Sie unterscheidet sich nämlich optisch von den anderen stammlosen Arten. Ihre reinweissen und eher nach oben gerichteten Blüten sitzen auf einem meist eigenen dünnen, eher kurzen und blattlosen Blütenstiel. Daher bleibt sie mit 10 – 30 cm auch recht kompakt. Helleborus niger ist zudem eine der ältesten Kulturpflanzen und war bis vor kurzem die einzige Art, welche bereits in der Advents- und Weihnachtszeit blühte. Das brachte ihr den Namen «Christrose» ein.

    Artkreuzungen

    Auch die Lenzrosen (Helleborus x hybridus) sind sehr bekannt. Fälschlicherweise werden sie oft «Helleborus orientalis» genannt, sind aber eigentlich Kreuzungen zwischen der stammlosen Helleborus orientalis und anderen stammlosen Helleborus-Arten. Ihre Blütenstände sitzen an eher langen dickeren Stielen und so erreicht die Pflanze Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm.

    Sie blühen aber erst ab Januar bis weit in den Frühling. Daher kommt auch ihr Name, denn Lenz ist ein altes Wort für Frühling. Im Gegensatz zu Christrosen bezaubern Lenzrosen nicht nur mit weissen Blüten. Sie blühen auch gelb, zartrosa, intensiv purpur bis fast schwarz oder sogar mehrfarbig. Ebenfalls gibt es auch Sorten mit gefüllten Blüten.

    Durch Kreuzung der Christrose (Helleborus niger) mit ihren stammbildenden Verwandten, den mediterranen Nieswurzen (Helleborus lividus, resp. Helleborus argutifolius), entstanden kürzlich sogenannte Schneerosen. Auch sie blühen teilweise ebenfalls bereits ab November bis März, trumpfen aber zusätzlich noch mit cremegrünen oder zartrosa Blüten auf. Durch die Einkreuzung der mediterranen Artgenossen sind Schneerosen noch blühfreudiger und vertragen auch mehr Sonne als ihre stammlosen Verwandten. Die Wuchshöhe beträgt hier zwischen 30 und 60 cm.

    Eine kleine Sensation gelang mit der Unterart Schneerose «Ice N› Roses». Sie entstand durch die Kreuzung der Schneerose mit Helleborus orientalis, obwohl diese Arten eigentlich als nicht kreuzbar galten. Diese Art bringt nebst noch längerer Blühdauer (bis April) auch Sorten mit intensiv rosafarbenen bis weinroten und auch zweifarbigen Blüten mit.

    Die Helleborus x lemperii entstand durch die Kreuzung aus Christrose und Lenzrose. Durch das Fehlen von stammbildenden Kreuzungspartnern ist sie im Wuchs fast so kompakt wie die Christrose und vereint deren aufrechte Blütenform sowie die frühe Blütezeit (November bis März) mit den intensiven Farben der Lenzrose. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 40 und 50 cm.

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    Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Lieblingspflanze von Michael Brühwiler

    Michael Brühwiler
    (Leiter Gartenpflege)

    Sind es die essbaren Früchte des Asiatischen Blüten-Hartriegels, die im September/Oktober rot und reif unsere Blicke auf sich ziehen? Oder doch eher die überwältigende Blütenpracht im späten Frühjahr? Vielleicht aber auch das farbintensive Herbstkleid? Vermutlich ist es die Mischung aus all diesen fabelhaften Eigenschaften, welche dieses vielseitige Gehölz mit dem botanischen Namen «Cornus kousa» zur Lieblingspflanze von Michael Brühwiler macht!

    Das tönt alles sehr spannend, nicht wahr? Finde hier heraus, ob der Cornus kousa vielleicht auch schon bald dein grünes Paradies noch schöner machen könnte…

    Heitere Gartengrüsse

    Julian

    Erscheinungsbild Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Nicht nur durch seine schöne Wuchsform ist er eine Zierde für jeden Garten und perfekt geeignet als Solitärpflanze im Rasen oder im Hintergrund eines Staudenbeetes. Es gibt ihn in unzähligen Grössen und mit verschiedensten Blüten-Farben und -Formen.

    Im späten Frühjahr verzaubert er uns mit seinen prächtigen Blüten, die genau genommen gar keine sind. Die bunte Pracht sind nämlich sogenannte Hochblätter oder Brakteen. Die eigentlichen Blüten sind die unscheinbaren grünlichen Köpfchen in der Mitte.

    Sorte mit weissen Blüten
    Sorte mit zartrosa Blüten
    Sorte mit weissen Blüten und rosa Rand
    Sorte mit pinken Blüten

    Diese bieten eine willkommene Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge in einer Jahreszeit, wo viele andere Pflanzen nicht mehr oder noch nicht blühen.

    Nachdem im frühen Herbst seine reifen Früchte den Cornus kousa wie kleine Fussbälle am Stiel geziert haben, taucht er vor dem Laubfall sein Kleid in leuchtende Gelb-, Orange- oder Rot-Töne.

    Hier erfährst du, woher die schönen Herbstfarben der Blätter kommen.

    Frucht tragender Cornus kousa
    Herbstlaub Cornus kousa

    Das Laub des Cornus kousa kompostiert schnell und wird innerhalb nur eines Jahres zu wertvollem Laubkompost.

    Essbare Früchte des Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Auch bei der Frucht-Grösse spielt, nebst der Pflege, die Sorte eine Rolle. Willst du besonders grosse Früchte, lohnt sich vielleicht der Besuch einer Baumschule zur Erntezeit. So kannst du Grösse und Geschmack der verschiedenen Sorten überprüfen. Die Sorte ‹Wietings Select› z.B. soll besonders reich tragend und schmackhaft sein.

    Essbare Beeren des Cornus kousa

    Man kann sie frisch ab Baum essen, jedoch hinterlässt die ledrige Schale in rohem Zustand einen recht pelzigen Geschmack auf der Zunge. Ich habe daher schon Kinder beobachtet, wie sie die Frucht aufbrechen und das süsse Fruchtfleisch dann aussaugen.

    Die Früchte des Cornus kousa sind nicht nur essbar sondern schmecken richtig süss, wenn sie denn wirklich ganz reif und weich sind. Hier habe ich dir eine sehr reife Frucht aufgeschnitten. Das Fruchtfleisch ist in der Konsistenz breiartig und die Kerne umhüllt von einer glitschigen Kapsel. Mich erinnert es etwas an die weiche Sorte der Kaki.

    Beim Kochen zerfallen die ledrigen Schalen aber nach einiger Zeit, wodurch nur noch ein leicht kerniger Geschmack zurückbleibt. Hier habe ich dir auch gleich zwei Rezepte zur Verwertung der Früchte aufgelistet:

    Cornus kousa-Confi

    • 300 Gramm Hartriegel-Früchte
    • 150 Gramm Äpfel oder Aprikosen
    • 450 Gramm Gelierzucker (1:1)

    Julians Tipp: Für meinen Geschmack ist das obige Rezept definitiv zu süss und zu klebrig… Wenn du wirklich ganz reife und weiche Früchte verwendest, finde ich persönlich diese Zuckermenge zu hoch. Die Äpfel haben (je nach Sorte) ja auch noch einen nicht ganz unbedeutenden Zuckergehalt. Ich empfehle versuchsweise eine kleinere Menge Zucker zu verwenden und die Confi bei Bedarf mit zusätzlichem Zucker nochmals aufzukochen. Eine geringere Zuckermenge könnte die Confi allerdings etwas weniger lang haltbar machen.

    Hartriegel-Früchte waschen, Äpfel oder Aprikosen zerkleinern (Äpfel erst schälen). Früchte und Zucker in der Pfanne aufkochen. Hartriegel-Früchte so lange kochen, bis die Schalen zerfallen. Anschließend die Marmelade durch ein Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Danach Confi noch heiss in saubere Gläser abfüllen.

    Cornus kousa-Likör

    • Fülle eine gereinigte Flasche etwa zur Hälfte mit Hartriegel-Früchten (ohne Stiele).
    • Füge Zucker oder Rohzucker hinzu, rund zwei Drittel der entsprechenden Fruchtmenge.
    • Zum Schluss füllst du die Flasche mit Wodka oder Gin auf.

    Die Likörflasche gut verschlossen mehrere Wochen lang kühl und dunkel lagern. Während dieser Zeit Likör regelmäßig gut durchschütteln. Nach etwa sechs Wochen den Hartriegel-Likör kosten und, je nach Geschmack, noch etwas Sirup hinzufügen.

    Steckbrief Cornus kousa /
    Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Grösse: Urformen ca. 4 bis 6 m (selten bis 10 m), Breite etwas geringer als Höhe, kleine Sorten wie ‹Dwarf pink› 1,25 – 2 m
    Wuchs: eher langsam, etwa 20 – 25 cm pro Jahr
    Wuchsform: buschig, ausladend, fast gleich breit wie hoch
    Stammform: meist mehrstämmig
    Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
    Wurzeltyp: sehr feine Flachwurzeln (nah an der Oberfläche)
    Blatt: eiförmig grün und leicht wellig, intensive Herbstfarben
    Blüte: grün köpfchenförmig mit Hochblättern (Brakteen) in cremeweiss, rosa oder pink
    Blütezeit: Mai/Juni
    Frucht: Scheinfrucht, ledriger Haut, weiches Inneres mit Kernen
    Giftigkeit: ungiftig, essbar
    Familie: Hartriegelgewächse (Cornaceae)
    Insektenfreundlichkeit: Ja, beliebt bei Bienen und Schmetterlingen
    Schnittverträglichkeit: besser kein Rückschnitt, ausser bei der stark wachsenden Sorte ‹Venus› zur Blütenbildung
    Frosthärte: sehr gut, -20°C bis fast -30°C
    Standort: halbschattig bis sonnig, etwas windgeschützt
    Boden: feucht, nährstoffreich, durchlässig (keine Staunässe)
    Erde: leicht sauer bevorzugt (ideal 4,5 – 6,5 pH)
    Verwendung: Solitär, natürlicher Sonnenschutz, Sichtschutz, Hochstamm, Insektenweide, Wildnährpflanze, Fruchtgehölz

    Ja, ich will!!! Aber wohin damit?

    Sehr schön macht sich der Cornus kousa auch als Solitär auf Rasen, oder in Staudenbeeten, z.B. beim Hauseingang. Mit einer durchdachten Beleuchtung trumpft der Asiatische Blüten-Hartriegel auch im Dunkeln noch auf.

    Hier ein Exemplar mit reifen Früchten im Staudenbeet eines unserer Kunden.

    Sorten des Cornus kousa mit grösseren Wuchshöhen kannst du, wie die Parrotia persica, als natürlichen Sonnenschirm nutzen. Wenn du die unteren Äste regelmässig wegschneidest, kannst du auch sehr nahe zum Stamm vorrücken. Was gibt es romantischeres als im Frühsommer ein lauschiges Plätzchen unter einem Blütenmeer?

    Was du bei dieser Verwendung jedoch beachten solltest: Im September fallen die reifen kugeligen Früchte vom Baum ab. Du wirst also automatisch einen gedeckten Tisch vorfinden wenn du im Herbst deinen Essplatz unter dem Baum eingerichtet hast…

    Auch gibt es Züchtungen mit panaschiertem Laub, rotem Austrieb oder geringerer Wuchshöhe. Letztere sind interessant für kleine Platzverhältnisse oder die Haltung im Kübel. Genauere Infos zu den Grössen und Farben der verschiedenen Sorten wie auch zu den Ansprüchen an Boden und Standort erfährst du unten.

    Gerne schlagen dir meine Kollegen auch geeignete Sorten vor. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Herkunft Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

    Cornus kousa ist der botanische Überbegriff für die Familie der asiatischen Blüten-Hartriegel, auch Blumen-Hartriegel genannt. Sie gehören, wie auch der Cornus mas, zu den Hartriegel-Gewächsen. Diese Verwandtschaft spiegelt sich auch in der grossen Ähnlichkeit der Blätter aller Hartriegel-Gewächsen wieder. In der Art ihrer Blüten und vor allem der Früchte unterscheiden sie sich jedoch stark.

    Blüten des Cornus kousa
    Reife Früchte des Cornus kousa
    Blüte Cornus mas
    Blüten des Cornus mas
    Reife Früchte des Cornus mas

    Innerhalb der Familie der asiatischen Blüten-Hartriegel (Cornus kousa) wird nochmals zwischen zwei Arten unterschieden:
    Japanischer Blüten-Hartriegel (Cornus kousa subsp. kousa)
    Chinesischer Blüten-Hartriegel (Cornus kousa subsp. chinensis)

    Häufig wird der Japanische Blüten-Hartriegel botanisch nur «Cornus kousa» genannt, was eigentlich nicht ganz korrekt ist und wohl nur der Einfachheit halber so praktiziert wird.

    Ursprünglich kommt er, wie der Name bereits vermuten lässt, aus Asien. Dort wächst er in gemässigten Zonen an Waldrändern und Ufern.

    Ab dem 19. Jahrhundert war er in englischen Parkanlagen zu finden und eroberte im Laufe der Zeit die Hausgärten Europas.

    Welchen Standort/Boden mag Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel?

    Der Cornus kousa ist eigentlich ein sehr pflegeleichtes Gehölz. Aufgrund seiner ursprünglichen Herkunft mag er aber am liebsten geschützte halbschattige bis sonnige Plätze.

    Die intensivste Herbstfarbe entwickelt Cornus kousa an sonnigen Standorten.

    Bevorzugt wächst er in frischen, leicht sauren Böden, die gut durchlässig und nährstoffreich sind. Aber auch betreffend Bodenbeschaffenheit ist er recht unkompliziert.

    Der Cornus kousa kann auch in einem Pflanzgefäss dein Zuhause zieren. Hier empfehle ich aber Sorten mit eher kleinem Wuchs (siehe Sorten).

    Da er zu den Flachwurzlern gehört und seine Wurzeln dicht unter der Oberfläche ausbreitet, braucht er aber ein grosszügiges Gefäss. Achte beim Kauf darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfliessen kann.

    Cornus kousa
    verträgt keine
    Staunässe!

    Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine gut eingestellte automatische Bewässerungsanlage kann dir hier wertvolle Dienste leisten. Jedoch mag der Cornus kousa lieber abgestandenes Leitungswasser, da er nicht so kalktolerant ist.

    Wie gross wird der Cornus kousa / Asiatischer Blütenhartriegel?

    Mit einer Höhe der Urformen von 4 – 6 Metern (selten bis 10 Metern) und einer fast ebensolchen Breite ist der Cornus kousa ein stattliches Exemplar unter den Sträuchern und wird daher auch als Grossstrauch oder Kleinbaum bezeichnet.

    Kann man den Cornus kousa klein halten?

    Die charakteristische Form des Cornus kousa entwickelt sich am schönsten ganz ohne Schnittmassnahmen. Mit einem jährlichen Wachstum von nur ca. 20 – 25 cm gehört sie zu den eher langsam wachsenden Gehölzen. Lediglich totes Holz oder sehr aus der Form geratenes solltest du wegschneiden.

    Bei Zweifeln betreffend Grösse wählst du besser gleich von Anfang an eine kleinere Sorte.

    Sorten des Cornus kousa

    Es gibt unzählige Sorten des Cornus kousa betreffend Blüten- und Blattfarben, Austriebsfarbe und Wuchshöhe. Suchst du eine kleine Sorte, könntest du hier fündig werden:

    Die Sorte ‹Dwarf pink› gehört mit 1,25 – 2 m zu den kleinsten Sorten, hat allerdings rosa Blüten.

    Sollen die Blüten doch lieber weiss sein, könnte auch die etwas grössere Sorte ‹Weisse Fontäne› mit 2 – 3,5 m, ‹Kreuzdame› mit 2,5 – 3 m oder ‹Wieting’s Select› mit dann aber schon wieder 2,5 bis 4 m für dich geeignet sein. Letztere ist auch für ihre grosse Blütenfülle und somit reiche wie auch noch schmackhafte Ernte bekannt. Zudem verfärbt sich das Laub im Herbst purpur.

    Die Sorte ‹Wolf Eyes› mit 2 – 3,5 m hat ebenfalls weisse Blüten, verfügt zudem aber noch über panaschiertes Laub (Grün mit weissem Rand). Panaschierte Sorten gibt es übrigens auch mit rosa Blüten.

    Wenn du dir schon beim Blattaustrieb Farbe wünschst, wäre da noch die Sorte ‹Scarlet Fire› mit jedoch wiederum 3 – 4 m zu erwähnen. Sie hat einem roten Austrieb und pinke Blüten.

    Cornus cousa schneiden

    Wenn du tatsächlich einmal grössere Schnittmassnahmen durchführen musst, sollten diese direkt nach der Blüte erfolgen.

    Wähle dazu einen frostfreien und eher bedeckten Tag aus und benutze eine gut geschärfte Scheere, um das Holz ohne Zerfransung zu schneiden.

    Ohne Schnitt
    bin ich am
    schönsten!

    Was passt zu Cornus kousa?

    Steht der Asiatische Blüten-Hartriegel nicht als Solitär im Rasen, kann er im Beet mit niedrigen Stauden umpflanzt werden.

    Wie bereits erwähnt, ist der Cornus kousa ein Flachwurzler und braucht darum Begleitstauden, welche mit diesen Gegebenheiten gut zurecht kommen. Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Wenn du lieber selber wählen möchtest, habe ich dir geeignete Pflanzen in einem separaten Beitrag schon mal zusammengetragen und hübsch bebildert.

    Hier gehts zum Beitrag über Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

    Cornus kousa für Allergiker geeignet?

    Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

    Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

    Die Blüten des Cornus kousa werden durch Insekten bestäubt und sollten daher kein Risiko für Allergiker darstellen.

    Bei den Blättern des Hartriegelgewächse sieht es allerdings wieder etwas anders aus. Hier reagieren einige Menschen mit Juckreiz auf Hautkontakt.

    Für
    Schnitt und Ernte
    immer lange Ärmel
    und Handschuhe
    tragen.

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    Saison-Tipp: Eigene Kräuter und Gemüse mal anders

    Saison-Tipp: Eigene Kräuter und Gemüse mal anders

    Ich freue mich sehr, dir heute meinen aktuellen Saison-Tipp vorzustellen! Sicherlich kennst du mich, Julian Baldrin, inzwischen schon von meinen Lieblingspflanzen-Blogs, welche ich seit diesem Frühjahr schreibe.

    Dank diesen andauernden Sommertemperaturen wuchern in vielen Gärten Kräuter und Gemüse beinahe. Hast du auch schon die Nase voll vom eigenen Tomaten-Mozzarella-Salat oder kommen dir die selbst gezogenen Gurken schon zu den Ohren raus? Dann probier doch mal was Neues aus! Unter diesen Rezeptideen findest du bestimmt etwas Feines, das du noch nie gegessen hast. Zu den meisten Ideen gibt es im Internet verschiedene Zubereitungsvarianten, je nach persönlichem Geschmack:

    Verwendung Kräuter

    Natürlich kannst du fast alle Kräuter einfrieren, um deine Überschüsse haltbar zu machen. Entweder luftdicht verschlossen oder du kannst dir auch im Eiswürfel-Behälter mit etwas Wasser schon fertige «Kräuterwürfel» vorbereiten. So kannst du auch gleich eigene Kräutermischungen ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen. Das Gleiche gilt natürlich für Kräutersalz, Kräuteröl oder Kräuteressig. Doch was kannst du sonst noch alles mit deinen Kräutern anstellen?

    Basilikum

    • Basilikum-Pesto gilt natürlich als echter Klassiker, den du dir dann auch für die kalten Monate aufsparen oder verschenken kannst.
    • Basilikum-Brokkoli-Suppe ist sehr vitaminreich und kann übrigens gut für die kältere Jahreszeit eingefroren werden. In Suppen werden die wasserlöslichen Vitamine, die in vielen Gemüsen enthalten sind, nicht weggeschüttet. Wenn du auch selbst Brokkoli angebaut hast, ist das Rezept natürlich noch interessanter für dich!
    • Basilikum-Risotto – stellt dieses vielseitige Gewürz ins Rampenlicht
    • Basilikum-Rahmglacé – ein erfrischender Genuss. Wenn du noch frische Erdbeeren hast – nur rein damit! Auch dafür gibt es ein Rezept.
    Basilikum-Rahmglacé

    Schnittlauch

    • Thurgauer Schnittlauch-Gnocchi – für mich als Thurgauer natürlich eine meiner Leibspeisen!
    • Schnittlauch-Quiche mit Thurgauer-Käse – dazu ein feiner Salat aus dem eigenen Garten und fertig ist der Sommer-Znacht!
    • Pikante Schnittlauch-Wähe – ein feiner Apéro. Passt auch super zu einem Glas Wein oder Bier.
    • Schnittlauch-Weisswein-Sauce – zu einem feinen Stück (Grill-)Fleisch oder Pasta
    • Schnittlauch-Pesto – Pesto mal anders
    • Schnittlauch-Öl – fein zu Salaten und du kannst dir auch das Heulen beim Zwiebeln hacken sparen. Kann auch als Suppen-Garnitur verwendet oder an Freunde verschenkt werden.

    Keine Sorge, wenn der Schnittlauch schon Blüten macht. Erstens sieht das ganz hübsch aus, ist einladend für Insekten und auch für uns essbar. Sie machen sich hübsch als essbare Deko auf deinen Gerichten. Auch mit den Blüten lassen sich Salze, Öle und Essige herstellen. Oder du machst daraus eine feine Schnittlauchblüten-Butter. Vielleicht probierst du sogar mal caramelisierte Schnittlauchblüten aus?

    Petersilie

    • Chimichurri – eine bekannte argentinische Grillsauce mit Petersilie und Olivenöl als Hauptzutaten. Das Rezept dazu findest du übrigens auch in unserem Blog ‹Ein leckeres Rezept und dazu mehr Zeit für Ihre Gäste›
    • Petersilien-Pesto – schon wieder Pesto, aber doch irgendwie aufregend anders
    • Petersilien-Suppe mit Forellenfilet – eine raffinierte Vorspeise
    • Tabouleh-Salat – da steckt echt viel Petersilie drin!
    • Cherry-Tomaten-Petersilien-Pasta – ein wahres Geschmackserlebnis, das du auch noch mit Hackfleischkugeln erweitern kannst

    Rosmarin

    • Gebackener Camembert mit Trauben-Rosmarin-Salat – dieses Rezept braucht viel Rosmarin…
    • Rosmarin-Ofen-Kartoffeln – eine super Beilage zu Fleischgerichten
    • Rosmarin-Fenchel – gleich noch den Fenchel mit verwerten
    • Rosmarin-Focaccia – als Apéro oder zu einem feinen Sommersalat
    • Kartoffel-Rosmarin-Brot – als gehaltvoller Snack oder zu einer Suppe serviert
    • Himbeer-Rosmarin-Creme – eine überraschend leckere Kombination. Ideal auch, wenn noch reife Himbeeren im Garten warten!
    • Rosmarin-Pannacotta – je nach Geschmack mit einer eher süssen oder etwas saureren Fruchtsauce kombinieren
    Rosmarin-Pannacotta

    TIPP: Da der Geschmack von Rosmarin super zu Fleisch passt, kannst du lange, dicke Rosmarinstängel auch als dekorative Schaschlikspiesse benutzen. Die unteren Seitenzweige abstreifen und nur oben stehen lassen. Fleisch oder Gemüse zuerst mit Löchern versehen und dann ab auf den Rosmarin-Spiess.

    Oregano

    • Ofenfeta mit Oregano-Marinade – das Gericht schmeckt sicher auch mit Thurgauer- Grillkäse anstatt Feta 😉
    • Tomaten-Oregano-Pesto – dabei kannst du gleich noch deine Tomaten verwerten
    • Oregano-Rosmarin-Giabatta – ein feiner Apéro. Kann auch zu Chnoblibrot oder Bruschetta umfunktioniert werden.
    • Champignons mit Oregano-Spinat-Füllung und mit (Thurgauer-)Käse überbacken. Ein feiner Grill-Znacht oder als Snack.

    Verwendung Gemüse

    Gemüse-Eintopf, Lasagne, Suppe, Gemüse-Wähe oder -Tarte sind alles prima Rezepte, um mehrere verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig zu verwerten. Die hast du aber bestimmt schon alle einmal ausprobiert. Hier findest du weniger bekannte Wege, dein Selbstangebautes zu verarbeiten.

    Tomaten

    Grüne Tomaten süss-sauer
    • Grüne Tomaten süss-sauer eingelegt – auch praktisch wenn vor dem Entsorgen der Pflanze noch unreife Früchte hängen…
    • Gedämpfte Tomaten mit Hackfleisch-Füllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
    • Überbackene Tomaten – natürlich nehme ich dazu Thurgauer-Käse 😉
    • Blätterteig-Kissen mit Cherry-Tomaten – als Apéro oder Hauptgang.
    • Tomaten-Käsewähe – eine feine Erinnerung an Grossmutters Küche…
    • Tomaten-Zwiebel-Blechkuchen – am schönsten mit verschiedenfarbigen Tomaten und roten Zwiebeln!
    • Shakshuka – orientalischer Gemüse-Eintopf mit Eiern
    • Tomaten-Zucchetti-Gratin – zwei Fliegen mit einer Klappe
    • Dörrtomaten – so bleiben besonders viele Vitamine erhalten. Du kannst sie nach dem Dörren auch noch mit Kräutern in Olivenöl einlegen, so bleiben sie noch länger haltbar.
    • Pesto-Rosso – dabei verarbeitest du deine getrockneten Tomaten zur speziellen Pasta-Sauce oder einem Brotaufstrich
    • Tomaten-Glacé – als Vorspeise an einem heissen Tag sicher ein besonderes Geschmackserlebnis und dazu überraschte Gesichter
    • Süsse Tomatencreme mit Ricotta – der Geheimtipp unter Tomatenliebhabern

    Gurken

    • Gurken-Gazpacho – eine kalte Gurkensuppe als erfrischender Genuss an heissen Tagen
    • Geschmorte Rahm-Gurken – ein vergessener Klassiker aus der alten schwäbischen Küche. Teste diesen Geheimtipp.
    • Panierte Gurken mit Kräuterquark – eine spannende Kombi aus knusprig und saftig
    • Gurken-Lachs-Pasta – erfrischend und leicht
    • Gurken-Spaghetti – Gurke zu Spaghettis geschnitten
    • Überbackene Gurke mit Hackfleisch-Füllung – natürlich nehme ich Thurgauer-Käse 😉
    • Gurken-Curry – die asiatische Lösung
    • Mongolische Apéro-Gurken süss-scharf – Achtung Suchtgefahr!
    • Eingemachte Gurken (süss-)sauer – ganz nach Geschmack
    • Gurken-Relish – DER Hammer zu Burgern oder Sandwiches. Dazu musst du die Gurken aber erst sauer einlegen.
    • Süsser Gurken-Cake – wird schön saftig und sorgt für Erstaunen
    • Gurken-Limetten-Eis am Stiel – Erfrischung pur!

    Zucchetti

    Zucchetti-Blüten mit Frischkäsefüllung auf Karottenmousse
    • Gefüllte Zucchetti-Blüten mit Frischkäse – ein echter Hingucker
    • Überbackene Zucchetti mit Hackfleisch-Füllung – natürlich sind auch vegetarische Varianten sehr lecker
    • Zucchetti-Risotto – Beilage oder Hauptgericht
    • Zucchetti-Kartoffel-Tätschli – schmecken draussen, auf dem Feuerring oder einer Gusseisen-Grillplatte zubereitet, gleich doppelt so gut
    • Marinierte Zucchetti-Antipasti – erst anbraten oder grillen, dann ab ins Olivenöl
    • Zucchetti-Pommes – die Pommes der anderen Art
    • Zucchetti-Spaghetti – lustiges Wortspiel – spannendes Gericht
    • Zucchetti-Suppe – vitaminreich und tiefkühltauglich
    • Zucchetti-Ingwer-Relish – ein süss-saures Püree, das etwas grössere Stücke enthält als ein Chutney
    • Zucchetti süss-sauer eingemacht – voller Aroma und etwas zarter als Gurken.
    • Zucchetti-Cake – noch saftiger als ein Rüebli-Cake
    • Süsser Zucchetti-Pudding – den hattest du bestimmt noch nie!
    • Süsse Zucchetti-Nudeln mit Himbeeren – hier ersetzen die Zucchetti die Nudeln
    • Zucchetti-Apfel-Eis am Stiel – der Frischekick mit gleichzeitiger Basilikumverwertung

    Kürbis

    • Ofenkürbis – Herbstaroma mit oder ohne Füllung
    • Kürbis-Rösti – Kartoffeln und Kürbis vereint
    • Kürbis-Chnöpfli – Var.1: mit Kürbispüree im Chnöpfliteig
      Var.2: Chnöpfli an Rahmsauce mit Kürbiswürfeln
    • Kürbis-Gratin – leckere Alternative zum Kartoffelgratin
    • Kürbis-Brot – saftig und leuchtend gelb. Auch optisch ein Hingucker!
    • Kürbis-Stock – eine feine Kombination von Kartoffeln und Kürbis
    • Kürbis-Tätschli – ideale Verwertung vom übrigen Kürbis-Stock
    • Kürbis-Lasagne – schmeckt mit oder ohne Hackfleisch fein
    • Kürbis-Pizza – eine ganz neue Pizza-Interpretation
    • Kürbis-Risotto – sämig und mit feinen Kürbiswürfeln
    • Kürbis-Chili – wahlweise gleich im Kürbis serviert – der Blickfang!
    • Kürbis-Apfel-Chutney – fein zu Grillfleisch
    • Kürbis-Apfel-Konfitüre – überraschend lecker
    • Kürbis-Zimtschnecken – Kürbis in der süssesten Form
    • Kürbis-Kuchen – der aus Amerika bekannte «pumpkin pie»
    • Kürbis-Muffins – klein aber oho!

    Auberginen

    Auberginenscheiben mit Pizza-Belag
    • Auberginen-Pizza – hier ersetzt die Aubergine den Teig
    • Marinierte Auberginen-Antipasti – gebratene Scheiben/Würfel in Kräuter-Knoblauchöl eingelegt
    • Auberginen-Canelloni – gerollte Lasagneblätter mit Auberginen-Schinken-Füllung
    • Auberginen im Ausbackteig – dazu eine feine Tartar-Sauce
    • Couscous-Auberginen – gebackene Auberginen-Hälften mit Couscous-Schafskäse-Füllung vermitteln Urlaubsgefühle
    • Auberginen-Bruschetta – gebratene Auberginenhälften mit Tomatenwürfeln, Knoblauch und Kräutern garniert
    • Auberginen-Lasagne – eine vegetarische Alternative
    • Arancini mit Auberginen-Knoblauch-Füllung – würzig gefüllte Reisbällchen
    • Auberginen-Involtini mit Hackfüllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
    • Auberginen-Schoko-Cake – die süsse Art der Verwertung

    Peperoni

    • Marinierte Peperoni-Antipasti – gebratene Scheiben/Würfel in Kräuter-Knoblauchöl eingelegt
    • Peperoni-Suppe – frier sie ein und profitiere im Winter von gaanz viel Vitamin C!
    • Peperoni-Brot-Roulade – ein gelungener Apéro, auch fürs Auge!
    • Peperoni-Lauch-Muffins – da können die Kinder mal gesunde Muffins backen!
    • Grillierte Snack-Peperoni mit Cantadou-Füllung – ein echtes Wow-Erlebnis
    • Peperoni mit Gemüse-Ragout-Füllung – hier kannst du gleich alle überschüssigen Gemüse und Kräuter reinpacken!
    • Peperoni-Fleischkäse – oder mach doch gleich einen Gemüsefleischkäse daraus…
    • Kalter Peperonibecher – gegrillte Peperoni am Stück mit Gurken-Tomaten-Salat und Joghurtsauce, erfrischend an einem heissen Tag
    • Gedämpfte Peperoni mit Hackfleisch-Füllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
    • Peperoni mit Spiegelei-Füllung – ein echter Hingucker!
    Peperoni mit Spiegel-Ei-Füllung

    Chili

    • Chili mit Frischkäse-Füllung – auch bekannt als Füürtüüfeli.
    • Kaltgeräuchertes Chili-Salz – erst Chilis trocknen und dann, z.B. im BigGreenEgg, mit feinem Salz bei kühlen Temperaturen (max. 25°C im Grill) kalt räuchern
    • Chili-Knoblauch-Öl – sehr fein auf der Pizza oder zu Pasta
    • Chili im Ausbackteig – scharf und knusprig! Chili kann auch vorher noch mit Frischkäse gefüllt werden.
    • Chili-Paste – sehr fein zum aufpeppen von Saucen
    • Chili-Focaccia – ein aromatisches Fladenbrot mit fein gehackten Chilistücken
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    Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

    Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

    Lieblingspflanze von Marcel Egli

    Marcel Egli (Geschäftsleitung u. Gartenplanungen)

    Hier bin ich wieder, dein Julian Baldrin. Heute erzähle ich dir, was mir unser Chef, Marcel Egli, über seinen absoluten Liebling in der Pflanzenwelt verraten hat, und wieso er diese bisher noch nicht so bekannte Schönheit so gerne bei der Planung neuer Gärten einbringt. Ich wünsche dir viel Spass beim Lesen!

    Heitere Gartengrüsse

    Julian

    Steckbrief Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

    Grösse: 6 – 10 m, Züchtungen ‹Vanessa› 5 – 8 m, ‹Persian Spire› 2,5 – 3 m
    Wuchs: eher langsam, 20 – 25 cm pro Jahr
    Wuchsform: buschig, ausladend
    Stammform: mehrstämmig, abblätternde Struktur (ähnlich Platane)
    Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
    Wurzeltyp: sehr feine Flachwurzeln (nah an der Oberfläche)
    Blatt: eiförmig grün, Austrieb rot gerandet, wechselnde Herbstfarben
    Blüte: purpur
    Blütezeit: (Januar), Februar/März
    Frucht: Kapselfrucht
    Giftigkeit: ungiftig
    Familie: Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae)
    Insektenfreundlichkeit: Ja
    Schnittverträglichkeit: gut (keine Radikalschnitte)
    Frosthärte: bis -25 °C
    Standort: sonnig (halbschattig)
    Boden: feucht, humos, nährstoffreich, durchlässig (keine Staunässe)
    Verwendung: Solitär, natürlicher Sonnenschutz, Sichtschutz, Hochstamm, Alleebaum, Insektenweide

    Ein Feuerwerk der Farben

    Das ist einer der vielen Gründe, wieso Marcel Egli so begeistert ist von der Parrotia persica. Der umgangssprachlich auch Parrotie genannte Grossstrauch legt eine Farbvielfalt an den Tag, die seinesgleichen sucht!

    Schon vor dem Blattaustrieb trumpft die Parrotia persica im zeitigen Frühjahr, je nach Temperaturen schon im Februar, mit ihren kleinen purpurnen Blüten auf. Zusammen mit Cornus mas, Winterjasmin und den ersten frühblühenden Zwiebelpflanzen, wie Schneeglöckchen und Krokussen, bietet die Parrotia persica eine der ersten und heiss begehrten Nahrungsquellen für Mauerbienen und Hummelköniginnen, die bereits früh aus ihrer Winterruhe erwachen. Aus den befruchteten Blüten entstehen unscheinbare Kapselfrüchte, die sich bei erreichter Reife explosionsartig öffnen und die Samen regelrecht wegschleudern.

    Purpurne Blüte
    Orangerote Herbstfärbung
    Grüner Austrieb mit purpurnem Rand
    Die Farbe wechselt über Violett zu Gelb

    Beim Austrieb im Frühling haben ihre seidig weichen Blätter ein frisches leuchtendes Hellgrün mit weinroter Umrandung. Mit zunehmendem Alter des Blattes erhält dieses eine ledrige Textur und verfärbt sich in ein eher dunkleres Grün. Im Herbst setzt die Parrotia persica dann zum richtigen Feuerwerk der Farben an. Was an den Baumspitzen mit orangeroten Blattspitzen beginnt, ‹läuft› als leuchtend rote Färbung langsam hinunter bis zum Stamm. Doch damit noch nicht genug! Wenn der Herbst fortschreitet, verfärben sich die Blätter, je nach Bodenbeschaffenheit und Temperaturen, nochmals bis zu einem intensiven Violett, das vor dem Blattfall nochmals zu einem satten Gelb wechselt.

    Hier erfährst du mehr zu den Herbstfarben der Blätter.

    In dieser Gruppe, in einem Kundengarten gepflanzt, kommt dieses Farbspektakel besonders schön zur Geltung. Auch die interessante individuelle Stammform jeder Parrotie sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten haben es Marcel angetan.

    Ein natürlicher Sonnenschirm

    Was wäre, wenn es einen Sonnenschirm gäbe, der so richtig dekorativ ist, dich während des Jahres gar mit verschiedenen Farben überrascht und auch noch einen Beitrag zur Biodiversität leistet? Einen, der dir richtig kühlen Schatten liefert und du nie daran denken musst, ob du ihn schon zugemacht hast, da für ihn ist kein Wind zu stark ist und er dich sogar vor Regen schützt? Einen, für den du keinen klobigen Sockel brauchst und den du im Winter nirgends verstauen musst? Gute Neuigkeiten: Es gibt ihn wirklich! Dieser Sonnenschirm heisst Parrotia persica.

    Ob für Bistrotisch oder Lounge, der Naturschatten lädt zum Verweilen ein und schafft einen gemütlichen Lieblingsplatz.

    In diesen beiden Kundengärten wurde der dekorative Schattenspender Parrotia persica oben direkt neben dem Haus beim gemütlichen Holzdeck eingesetzt. Unten säumt er, direkt im Holzdeck eingelassen, einen Poolbereich mit Liegestüheln.

    Parrotia Gruppe Pool

    Auch das Essen unter dem persischen Eisenholzbaum wird zu einem heimeligen und besonderen Erlebnis. Der kühle Naturschatten macht Appetit!

    Bist du erst jetzt so richtig neugierig geworden? Dann findest du hier noch weitere spannende Infos zu diesem vielseitigen Gehölz.

    Herkunft Parrotia persica / Eisenholzbaum

    Es ist wenig bekannt, dass die Parrotia persica vor der Eiszeit (im sog. Pilozän vor 5 – 2,4 Mio. Jahren) sogar in Mitteleuropa heimisch war, was Braunkohlefunde aus dieser Zeit belegen. Trotz ihrer sehr hohen Frosthärte bis -25 Grad Celsius hat die Eiszeit sie in wärmere Regionen zurückgedrängt. Heute ist sie sehr verbreitet im Kaspischen Regenwald (ein Teil dieses Waldes wurde 2019 in das UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen). Dieses Gebiet liegt im Osten Aserbaidschans und im Nordiran, dem früheren Persien. Daher kommt auch der Namens-Zusatz ‹persica›.

    Der deutsche Botaniker Friedrich W. Parrot (1792–1841) war in dieser Region zwischen 1811 und 1812 auf Forschungs-Reisen und sammelte dort erstmals Pflanzenmaterial dieser Gattung, weshalb sie nach ihm benannt wurde.

    Wie viele tropische Hölzer ist auch das Holz der Parrotie extrem hart und hat eine sehr hohe Dichte, wodurch es im Wasser sogar untergeht. Solche Hölzer werden oft als Eisenholz bezeichnet. So wird auch die Parrotia persica häufig ‹persischer Eisenholzbaum› genannt.

    Die Parrotia persica gehört zur Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Beim Vergleich der Blüten der Parrotia persica und der Zaubernuss (Hamamelis) fällt einem die Ähnlichkeit in der köpfchenartig angeordneten Blüten auf.

    Blüte Parrotia persica
    Blüte Zaubernuss (Hamamelis)

    Welchen Standort/Boden mag Parrotia persica?

    Die Parrotia persica gilt als robust und anpassungsfähig. Sie verträgt Hitze, starke Minustemperaturen und sogar Streusalz. Am liebsten steht sie in der Sonne an einem etwas windgeschützten Platz. Sie fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl.

    Die intensivste Herbstfarbe entwickelt Parrotia persica allerdings an sonnigen Standorten mit leichteren Böden.

    Bevorzugt wächst sie in frischen, leicht sauren Lehmböden, die ausreichend locker, durchlässig und humusreich sind. Aber auch betreffend Bodenbeschaffenheit ist sie recht unkompliziert. Sie kommt ebenfalls sehr gut klar mit mässig feuchten oder trockenen Sandböden.

    Du kannst die Parrotie auch in einem Pflanzgefäss halten. Da sie zu den Flachwurzeln gehört und ihre Wurzeln dicht unter der Oberfläche ausbreitet, braucht sie ein sehr grosszügiges Gefäss. Achte beim Kauf darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfliessen kann.

    Parrotia persica
    verträgt keine
    Staunässe!

    Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine automatische Bewässerungsanlage kann dir hier gute Dienste leisten.

    Wie gross wird Parrotia persica / Eisenholzbaum?

    Mit einer maximalen Höhe von 6 bis 10 Metern (in selten Fällen bis 12 Meter) und einer fast ebensolchen Breite ist Parrotia persica ein sehr stattliches Exemplar unter den Sträuchern und wird als Grossstrauch oder Kleinbaum bezeichnet.

    Neue Züchtungen ergaben auch niedrigere Sorten, wie ‹Vanessa› mit einer maximale Höhe von 5 bis 8 Metern und auch einem deutlich weniger ausladenden Wuchs. Für Kleinstgärten ist auch die Sorte ‹Persian Spire› sehr interessant, die in Säulenform wächst und eine maximale Höhe von 2,5 bis 3 Metern erreicht. Diese hat im Frühling gar einen violetten Austrieb und besticht im Sommer mit einem purpur geränderten Blatt.

    Auf monumentaltrees.com existiert eine Liste, in welcher besonders imposante Exemplare von verschiedenen Bäumen registriert werden können. In dieser Liste kannst du nachlesen, dass in den Niederlanden eine Parrotia persica steht, welche sogar 22,6 Meter hoch sein soll. Auch das älteste registrierte Exemplar mit über 170 Jahren ist in diesem Land beheimatet. Die Parrotie mit dem dicksten gemessene Stamm befindet sich dann aber in den USA und soll einen Umfang von über 4 Metern haben.

    Kann man Parrotia persica klein halten?

    Die charakteristisch ausladende Krone der Parrotia persica entwickelt sich am schönsten ganz ohne Schnittmassnahmen. Mit einem jährlichen Wachstum von nur ca. 20 – 25 cm gehört sie zu den eher langsam wachsenden Gehölzen. Dennoch ist der persische Eisenholzbaum gut schnittverträglich, solange man nicht bis ins alte Holz zurückschneidet. Mehr Infos zum Schnitt findest du im nächsten Absatz.

    Überlege also vor der Anschaffung, ob für deine Platzverhältnisse ein ausgewachsenes Exemplar zu gross ist und für dich vielleicht eine der oben genannten kleineren Züchtungen die bessere Wahl wäre. Meine Teamkollegen unterstützen dich gerne bei der Auswahl.

    Formen von Parrotia persica

    Am häufigsten ist die mehrstämmige Form mit ausladender Schirmkrone, die gerne als Solitärpflanze in Gärten und Parks verwendet wird. Die Parrotia persica gibt es aber auch als breitgeasteten Sichtschutz (Spalierform), in Säulenform oder als Hochstamm. Diese Variante erfreut sich in der Verwendung als Strassenbaum oder Alleebaum wachsender Beliebtheit.

    ‹Stamm-Spalier› – mit Stammbild
    ‹Boden-Spalier› – bis zum Boden beastet

    Parrotia persica schneiden

    Bei Frühblühern erledigst du die Schnittarbeiten vorzugsweise gleich nach der Blüte, da die neuen Blüten-Knospen bereits im folgenden Sommer gebildet werden. Bei einem Schnitt im Herbst oder Winter würdest du somit auch viele Knospen entfernen.

    Wähle dazu einen frostfreien und eher bedeckten Tag aus und benutze eine gut geschärfte Scheere, um das harte Holz ohne Zerfransung zu schneiden.

    Weniger
    ist mehr!

    Radikale Schnittmassnahmen bis ins alte Holz nimmt die Parrotia persica übel und treibt nur schwer wieder aus. Kürze daher, falls nötig, lediglich aus der Form geratene Zweige kurz über einem Blattknoten um maximal einen Drittel ein.

    Ist dir das zu kompliziert? Gerne helfen dir meine Kollegen aus der Gartenpflege weiter. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Verwendung von Parrotia persica?

    Im Vergleich zu einem Baum behält die Parrotia persica eine relativ kompakte und überschaubare Grösse. Durch kleinwüchsigere Züchtungen kann sie auch in Gärten mit geringen Platzverhältnissen einziehen. Zudem ist die Parrotie ganzjährig eine wahre Augenweide, insektenfreundlich und äusserst frosthart sowie hitzetolerant. Dank dieser Eigenschaften sind ihrer Verwendung fast keine Grenzen gesetzt.

    Durch den doch recht ausladenden Wuchs und das interessante Stammbild sollte die Parrotia persica vorwiegend als Solitärpflanze verwendet werden.

    Der Stamm der Parrotie zeigt im Alter eine abblätternde zweifarbige Struktur, ähnlich einer Platane. Sie kann einstämmig gezogen werden, ich bevorzuge jedoch ihre natürliche, mehrstämmige Form. Die Parrotia persica bildet nämlich wunderschön verspielte Stammgebilde, welche jede Pflanze zum individuellen und unverkennbaren Einzelstück machen.

    Das lebhafte Stammbild harmoniert wunderbar mit der typisch malerisch ausladenden Krone. Die vielen Äste der Krone bieten dir wunderbar Platz für hängende Dekorationen.

    Durch eine geschickt platzierte Beleuchtung erscheint die nächtliche Parrotia persica wie aus einem Zauberwald entsprungen.

    Egli Grün Gartenbau Pool bei Nacht

    Was passt zu Parrotia persica?

    Wie bereits erwähnt, ist Parrotia persica ein Flachwurzler und braucht darum Begleitstauden mit ganz besonderen Eigenschaften. Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

    Wenn du lieber selber wählen möchtest, habe ich dir geeignete Pflanzen in einem separaten Beitrag schon mal zusammengetragen und hübsch bebildert.

    Hier gehts zum Beitrag über Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

    Bei mehrstämmigen Exemplaren empfehle ich dir niedrig wachsende Stauden zu wählen, damit das interessante Stammbild nicht verdeckt wird!

    Parrotia persica für die Vase

    Auch die Parrotia persica eignet sich, wie Cornus mas und viele andere Blütengehölze, für die Vase. Die Zweige sollten ca. 20 Tage vor der gewünschten Blüte geschnitten werden. Sie müssen allerdings schon mal dem Frost ausgesetzt gewesen sein, sonst gehen die Knospen nicht auf. Wenn du die Zweige in eine Vase mit warmem Wasser stellst, bringt sie das etwas schneller zum Blühen.

    Achte auch hier darauf, nicht zu grosse Zweige abzuschneiden, da die Parrotie starke Rückschnitte nicht gut verträgt.

    Parrotia persica für Allergiker geeignet?

    Die Blüten der Parrotia persica sind zwittrig aufgebaut. Sie werden sowohl durch Fluginsekten als auch mittels Windbestäubung befruchtet.

    Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

    Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.