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Helleborus / Nieswurz

Helleborus / Nieswurz

Lieblingspflanze von Anita Egli

Anita Egli
(Administration, Werbung)

Unwirklichen Bedingungen zu trotzen und aufzublühen, wenn sich alle Anderen ausruhen. Diese Eigenschaften beeindrucken Anita Egli wohl am meisten an der Helleborus. Auch schätzt sie die schlichte Blütenform und den schönen Kontrast zum dunkel glänzenden Laub.

Willst auch du dich diesen Winter an ihrer standhaften Schönheit erfreuen? In diesem Beitrag erfährst du, was es betreffend Kauf, Standort und Pflege zu beachten gibt.

Heitere Gartengrüsse

Julian

Was ist denn nun bitteschön eigentlich der Unterschied zwischen Christrosen und Schneerosen oder ist das etwa das Gleiche wie Lenzrosen? Die Helleborus-Familie mit ihren über 20 Arten und einer immer grösser werdenden Anzahl Artkreuzungen ist sehr vielseitig und, ehrlich gesagt, auch ziemlich verwirrend. Nach diesem Beitrag hast du hoffentlich einen etwas besseren Durchblick, denn ich werde dir eine Selektion der beliebtesten Arten genauer beschreiben. Einige bei Kreuzungen wichtige Arten werde ich für das bessere Verständnis einfach am Rande erwähnen.

Steckbrief Helleborus / Nieswurz

Pflanzenart: immergrüne (wintergrüne) Staude
Wurzeltyp: Tiefwurzler
Blatt: gefiedert handförmig, ledrig, meist gezahnt
Blütenform: meist 5-blättrig geometrisch, hängend bis glockig
Frucht: Balgfrucht
Giftigkeit: sehr giftig, Vergiftungsfälle sind sehr selten
Familie: Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae)
Insektenfreundlichkeit: Ja, beliebt bei Bienen
Standort: halbschattig bis schattig, im Sommer Schutz vor Mittagssonne
Boden: mässig feucht bis feucht, durchlässig (keine Staunässe!)
Erde: sandig bis lehmig, alkalisch bis neutral, nährstoffreich, kalkhaltig (v.a. H. niger)
Verwendung: Pflanzgefässe, Unterpflanzung, Rabatten, Insektenweide, Schnittblume, H. niger: Bodendecker

Stammbildende Arten

Grösse: bis 120 cm
Blütenfarbe: grünlich bis grün-rötlich
Blütezeit: je nach Sorte zwischen Dezember und Mai
Frosthärte: recht gut

Stammlose Arten

Grösse: 20 – 40 cm (Helleborus niger: 10 – 25 cm)
Blütenfarbe:
weiss, grünlich, rötlich
Blütezeit:
je nach Sorte zwischen November und April
Frosthärte: sehr gut (bis -38°C)

Erscheinungsbild Helleborus / Nieswurz

Schon allein das immergrüne Laub der Helleborus-Arten ist sehr dekorativ. Handförmig angeordnet sitzen gefiederte, ledrige und meist gezahnte Einzelblätter an einem Stiel. Trotz der Giftigkeit aller Pflanzenteile macht sie sich so richtig beliebt mit ihren atemberaubenden Blüten, in einer für Blumen sehr ungewöhnlichen Jahreszeit. Je nach Art blühen sie nämlich zwischen November und Mai. Ihre Fähigkeit, trotz Eiseskälte und Schnee zu blühen, verdanken sie einem ausgeklügelten Frostschutz-Mechanismus – dazu später noch mehr. Weiter unten erfährst du, welche Arten wann blühen und welche Blütenfarben und Wuchsformen sie haben. Je länger sie am gleichen Standort bleiben können, umso schöner werden sie. Die Helleborus zieht nämlich nicht gerne um.

Gewusst?
Die Blütenblätter der Helleborus sind genau genommen nur vergrösserte farbige Kelchblätter.

Die eigentlichen Blütenblätter haben sich im Laufe der Zeit zu Nektargefässen umgebildet. Sehr zur Freude der Bienen, die sich ganz gierig auf die in dieser Jahreszeit äusserst seltene Nektarquelle stürzen.

Da die schmückenden Blütenblätter der Helleborus also gar keine sind, fallen sie nach der Blüte auch nicht ab. Nach der Befruchtung vergrünen oder verblassen sie lediglich etwas (je nach Art und Sorte). Dennoch sind sie immer noch sehr dekorativ und erwecken gemeinsam mit den frischen Blüten den Eindruck einer opulenten Blütenfülle.

Grob definiert werden die Hellebori in folgende Arten unterteilt: stammbildende, stammlose und Kreuzungen dieser Arten. Die Helleborus niger bildet streng genommen eine eigene Art. Sie bildet zwar keinen verholzenden Blütenstiel, jedoch unterscheidet sie sich in den sonstigen Merkmalen von den stammlosen Arten.

Das Helleborus-Sortiment ist im Handel meist nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich, resp. dann sicherlich am grössten. Angeboten werden nebst der sehr beliebten Christrose vor allem die Artkreuzungen, wie Schneerosen und Lenzrosen.

Impressionen aus unserem Blumenladen

Die Engel bestaunen die üppig mit Helleborus gefüllte Vase

Ob kunstvoll ausgeschmückt im kleinen Topf, als clevere Pflanzenkombination, Solitär im Grosstopf oder einfach als äusserst haltbare Schnittblumen – während der Winterzeit ist unser Blumenladen reich gefüllt mit dieser winterlichen Schönheit. Komm vorbei und lass dich inspirieren!

Herkunft und Vorkommen Helleborus / Nieswurz

Die Christrose (Helleborus niger) ist eine der ältesten bekannten Kulturpflanzen. Ihren Ursprung hat sie in Südostasien. Vermutlich sind verschiedene Nieswurz-Arten nach der letzten Eiszeit (also vor rund 20’000 Jahren) entlang der Ufer des Urmittelmeeres nach Europa eingewandert. Dort wurden sie vorerst in Klostergärten kultiviert und gelangten später in die Bauerngärten. Auf unserem Kontinent wächst die Christrose im südlichen Mittel- und Südeuropa sowie in den südlichen und östlichen Kalkalpen, in Wäldern und Gebüschen. Sie kommt bis in einer Höhenlage von 1900 Metern vor und ist in der Schweiz wildwachsend nur an wenigen Standorten im Tessin zu finden.

Woher kommt der Name Helleborus / Nieswurz

Der Name Helleborus setzt sich aus den griechischen Worten «hellein» (töten) und «bora» (Speise) zusammen.

Da das Pulver aus getrockneten Wurzeln der Helleborus einen starken Niesreiz hervorruft, wurde es früher als Niespulver verwendet. Dies galt als heilsam bei Geisteskrankheiten und Epilepsie.

Ist Helleborus / Nieswurz giftig?

Durch Inhaltsstoffe wie Helleborin und Hellebrin sind alle Pflanzenteile giftig. Bereits der Pflanzensaft kann Hautreizungen hervorrufen. Da sich die höchste Konzentration aber im Wurzelstock befindet, sind kaum Vergiftungsfälle bei Kindern und Haustieren bekannt.

Es wird erzählt, dass das Gift aus den Wurzeln der Helleborus in altertümlichen Kriegen dazu genutzt wurde, um den Gegner ausser Gefecht zu setzen. Wird das Gift nicht in tödlicher Konzentration eingenommen, so ruft es doch mindestens Durchfall und Erbrechen hervor.

Trotzdem (und teilweise auch gerade wegen ihrer abführenden Wirkung) wurde die Pflanze bereits in der Antike als Heilmittel für allerlei Krankheiten genutzt (siehe Abschnitt Medizin). Jedoch rieten bereits die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts zu einer vorsichtigen Anwendung.

Aufgrund der Giftigkeit ist Helleborus heute nur noch in homöopatischen Verdünnungen als Arznei gestattet – ganz nach dem Motto «die Menge macht das Gift».

Wieso erfrieren Helleborus-Blüten eigentlich nicht?

Trotz eisiger Temperaturen öffnet diese erstaunliche Pflanze in den Wintermonaten immer und immer wieder ihre grossen Blüten. Doch wie ist das möglich?

Ein raffinierter
Frostschutz-
Mechanismus
ist die
Lösung!

Bei starken Minustemperaturen entzieht die Pflanze den Zellen Wasser, wodurch die Salzkonzentration in den Zellen erhöht wird. Das Restwasser in den Zellen gefriert dadurch nicht. Blätter und Blüten sehen dadurch zwar kurzzeitig erfroren aus – steigen die Temperaturen aber wieder an, füllt die Pflanze ihre Zellen wieder mit Wasser, der Zelldruck steigt und sie richtet Blüten und Blätter wieder auf.

Die bekanntesten Arten von Helleborus / Nieswurz

Die bekannteste Vertreterin der Helleborus-Familie ist wohl die Christrose (Helleborus niger). Sie trägt bereits in der (Vor-) Weihnachtszeit weisse Blüten und ist daher ein traditioneller und äusserst beliebter Vorbote von Weihnachten.

Christrose (Helleborus niger)

Ebenfalls sehr beliebt sind die Lenzrosen (Helleborus x hybridus). Die oft verwendete Bezeichnung «Helleborus orientalis» ist eigentlich falsch – wieso erfährst du weiter unten in der detaillierten Artenbeschreibung. Im Gegensatz zu Christrosen bezaubern sie auch mit bunten Blütenfarben. Sie blühen aber erst ab Januar bis in den Frühling. Daher kommt auch ihr Name, denn Lenz ist ein altes Wort für Frühling.

Lenzrose (Helleborus x hybridus)

Bis vor kurzem war die Christrose (Helleborus niger) die einzige Art, die schon in der (Vor-) Weihnachtszeit blühte. Durch Kreuzung der Christrose mit mediterranen Verwandten gibt es aber seit einiger Zeit auch noch sogenannte Schneerosen. Diese blühen teilweise ebenfalls bereits ab November bis März, trumpfen aber zusätzlich noch mit cremegrünen oder zartrosa Blüten auf.

Schneerose

Durch die Einkreuzung einer weiteren Art entstand die Unterart Schneerose «Ice N Roses». Diese bringt nebst noch längerer Blühdauer (bis April) auch Sorten mit intensiv rosafarbenen bis weinroten und auch zweifarbigen Blüten mit. Für mich als Liebhaber von farbigen Blumen ist das eine wunderbare Nachricht!

Mir persönlich gefällt auch die Kreuzung Helleborus x lemperii (Kreuzung aus Christrose und Lenzrose) besonders gut, da sie vom Aussehen und der Blühzeit her sehr der Christrose ähnelt, jedoch die intensiven Blütenfarben der Lenzrose mitbringt.

Auch wenn ihr Name vielleicht etwas abschreckt, möchte ich hier doch die Stinkende Nieswurz noch erwähnen. Ihr schönes langfingriges Laub stinkt nämlich nur, wenn es beschädigt wird. Lässt man sie an ihrem Platz in Ruhe, ist sie mit ihren hellgrünen filigranen Glockenblumen ein wunderbarer Hingucker für halbschattige Plätze und überzeugt mit einer enorm langen Blühdauer von Januar bis Mai.

Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

Einkaufsratgeber nach Blühzeit und Farbe

Wenn du verschiedene Helleborus-Arten geschickt im Garten verteilst, kannst du dich vom Spätherbst bis weit in den Frühling an ihrer Blütenpracht erfreuen. Wenn du sie als Winterdeko auf Terrasse und Balkon verwendest, kannst du sie im Frühling problemlos in den Garten auspflanzen.

Um dir die Auswahl etwas zu erleichtern, habe ich dir hier einige schöne Helleborus-Exemplare nach Blütezeit und Farbe sortiert:

Blütezeit ab Oktober:

  • Christrose «Diva», sehr grosse weisse Blüten

Blütezeit ab November:

  • Christrose «Praecox», weisse Blüten bis Feb.
  • Christrose «Jesko», weisse Blüten bis Jan.
  • Schneerose «Marlon», grünweisse Blüten bis Feb.
    (im Abblühen grün/aubergine)
  • SR Ice N› Roses «Early Rose», rosa Blüten bis April
  • SR Ice N› Roses «Early Red», weinrote Blüten bis April
  • Helleborus x lemperii «Linda», creme-gelbe Blüten bis März
  • Helleborus x lemperii «Lenia», pinke Blüten bis März
  • Helleborus x lemperii «Leila», bordeauxrote Blüten bis März
    (im Abblühen tief dunkelrot)

Blütezeit ab Dezember:

  • Christrose «Wintergold», grosse füllige weisse Blüten bis März
    (sehr viele gold-gelbe Staubblätter, sehr blühfreudig)
  • Christrose «Joel», grosse weisse Blüten, reichblühend bis März
    (im Abblühen zart rosa)
  • Schneerose «Snow Dance», viele weisse Blüten bis März
  • Schneerose «Camelot», cremeweisse Blüten bis März
    (im Abblühen kupferfarben, rote Blütenstiele)
  • Schneerose «Shooting Star», zartrosa Blüten bis März
  • SR Ice N› Roses «Red», dunkelpinke Blüten bis April
  • Lenzrose «Elly», dunkelrosa gesprenkelte Blüten bis April

Blütezeit ab Januar:

  • Schneerose «Frosty», sehr grosse weisse Blüten bis März
  • SR Ice N› Roses «Carlotta», 2-farbige Blüten (creme/pink) bis April
  • Lenzrose «Grace», weissgrünlich gefüllte Blüten bis April
  • Lenzrose «Conny», weisse Blüten bordeaux getupft bis April
  • Lenzrose «Abby», gelbe gefüllte Blüten mit bordeaux bis April
  • Stinkende Nieswurz, hellgrüne Glockenblüten bis Mai

Blütezeit ab Februar:

  • Schneerose «Pink Frost», grosse rosa Blüten bis April
    (im Abblühen dunkelrosa)
  • Schneerose «Merlin», creme-rosa Blüten bis April
    (marmoriertes Laub)

Neugierige finden im Abschnitt «Artenbeschreibung Helleborus / Nieswurz» noch detailliertere Infos und Unterscheidungsmerkmale.

Was passt zu Helleborus / Nieswurz?

Wenn du schon beim Einkaufen bist, kannst du dir auch gleich noch passende Begleiter für deine Helleborus anschaffen. Für Töpfe und kleinere Ergänzungen im Garten passen diese Pflanzen wunderbar. Sie haben ähnliche Bedürfnisse und harmonieren auch optisch schön mit Helleborus.

  • Kleinere Nadelgehölze (z.B. Zuckerfichten, Lebensbaum, Zwergwachholder, Kugelkiefer)
  • Immergrüne Kleinsträucher
  • Gräser (z.B. Blauschwingel, Schlangenbart, Seggen)
  • Winterharte Blattschmuckpflanzen (Heuchera, Lungenkraut, Kaukasus Vergissmeinnicht)
  • Immergrüne Stauden (Strauchveronika, Bergenie, Blütenskimmie)
  • Beerenpflanzen (z.B. Scheinbeere, Topfmyrthe)
  • Knospenheide
  • Stacheldrahtpflanze
  • Zwiebelblumen

Bei Neuanlagen von Beeten können wir gerne die Auswahl und Bepflanzung für dich übernehmen. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Pflege von Helleborus / Nieswurz

Die Helleborus ist eine pflegeleichte Staude. Pflanzen im Kübel sollten im Sommer an einen schattigen Ort umziehen. Im Winter musst du darauf achten, vor allem Kübel-Pflanzen an frostfreien Tagen zu giessen, damit sie nicht vertrocknen. Im Freiland sollte das kein grosses Problem darstellen.

Pflanzen ab dem 2. Standjahr werden ab Februar gedüngt. Eine zweite Düngergabe folgt im Hochsommer, da die Pflanzen jetzt neue Wurzeln bilden und Blütenknospen für die nächste Saison anlegen. Bewährt haben sich organische Dünger wie Hornspäne und Kompost.

Bei Kalkmangel bilden Helleborus viel Laub aber kaum Blüten. Da kannst du nachhelfen, indem du den Boden mit Dolomitkalk oder zerkleinerten Eierschalen verbesserst. 

Im späten Frühling sollte man verwelkte Blüten abschneiden. Vor der Blüte können vor allem bei Lenzrosen die alten Blätter entfernt werden. Mehr dazu erfährst du unter «Helleborus / Nieswurz schneiden».

Helleborus / Nieswurz in der Medizin

Bereits in der Antike galt Helleborus als Mittel gegen Geisteskrankheit und Epilepsie. Man glaubte damals, dass man durch das Niesen, was durch die zu Pulver zerriebene Helleborus hervorgerufen wird, diese Krankheiten loswerden konnte.

Bereits Hippokrates verabreichte Helleborus als abführendes und harntreibendes Mittel. Auch Paracelsus und Hildegard von Bingen sollen Helleborus häufig eingesetzt haben.

Aufgrund der Giftigkeit aller Pflanzenteile war die Behandlung mit Helleborus aber nicht ungefährlich und endete nicht selten unschön.

Helleborus wird heute nur noch in homöopathischer Verdünnung in der Medizin eingesetzt, womit keine Toxizität mehr vorhanden ist.

Helleborus soll bei Erkrankungen des Gehirns und der Nerven helfen. So zum Beispiel bei Hirnhautentzündung (Meningitis), Demenz oder bei neurologischen Symptomen nach Kopfverletzungen. Er wird aber auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Harntraktes eingesetzt.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Potenzial der Christrose für die komplementäre Krebstherapie erforscht. In allen Teilen der Christrose – Blüten, Blätter, Stängel und Rhizom (Wurzel) – befinden sich pharmakologisch aktive Substanzen. Anhand von präklinischen und klinischen Untersuchungen konnten vielversprechende pharmakologische Effekte dieser Substanzen nachgewiesen werden.

Welchen Standort/Boden mag Helleborus / Nieswurz?

Alle Helleborus-Arten bevorzugen einen halbschattigen Standort, dieser findet sich leicht unter laubabwerfenden Gehölzen. Sie lassen im Winter ausreichend Licht zur Pflanze und schützen sie im Sommer vor der starken Mittagssonne. Die Schneerosen sind etwas toleranter in Bezug auf sonnige Standorte.

Vor allem die Helleborus niger, aber auch die anderen Arten brauchen einen kalkhaltigen, leicht lehmigen und nährstoffreichen Boden. Er sollte zudem leicht feucht bis feucht sein und einen guten Wasserabzug haben. Staunässe verträgt die Helleborus nämlich gar nicht gut.

Helleborus kann auch hervorragend im Topf gehalten werden. Da sie eine tief wurzelnde Pflanze ist, sollte der Topf aber genügend hoch sein, wenn die Pflanze über mehrere Jahre in diesem bleiben soll.

Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Da alle Helleborus-Arten gerne in kalkhaltigen Böden wachsen, ist Leitungswasser kein Problem.

Helleborus / Nieswurz schneiden

Hier scheiden sich die Experten-Geister. Soll das alte Laub vor der Blüte entfernt werden oder nicht?

Vorteil: Die Blüten kommen besser zur Geltung, der Schwarzfleckenkrankheit wird vorgebeugt.

Nachteil: Man nimmt der Pflanze den Schutz und eine Nährstoffquelle.

Entscheidest du dich für einen Schnitt, solltest du damit bis Anfang März warten, wenn die stärksten Fröste vorbei sind. Ich persönlich würde nur beschädigte und kranke Blätter entfernen. Hat es solche, die stark aus der Reihe tanzen oder beim Aufblühen viele Blüten verdecken, kann man da ja noch das eine oder andere Blatt wegschneiden.

Helleborus für die Vase

Als Schnittblume halten sich die meisten Christrosen, Schneerosen und Lenzrosen gut eine Woche in der Vase, wenn sie nicht allzu warm stehen. So kannst du dir im Winter frische Blüten aus dem eigenen Garten ins Haus holen.

Die Haltbarkeit kann verlängert werden, indem man die Stiele täglich anschneidet und das Wasser wechselt. Auf keine Fall Frischhaltemittel ins Wasser geben!

Ist Helleborus / Nieswurz für Allergiker geeignet?

Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

Helleborus-Blüten werden durch Insekten bestäubt und sollten daher kein Risiko für Allergiker darstellen.

Bei Schnittblumen oder Topfpflanzen im Haus würde ich allerdings erst einen vorsichtigen Versuch wagen.

(Fun-) Facts über Helleborus

Es wird erzählt, dass der Name «Christrose» so entstanden sei, dass ein armer Hirte auf dem Weg nach Bethlehem war. Er besass nichts und hatte daher auch kein Geschenk für das Jesus-Kind. In der kalten Jahreszeit konnte er nicht einmal Blumen am Wegrand finden. Da weinte er und als seine Tränen auf die Erde fielen, wuchs dort eine Pflanze mit Blüten so schön wie Rosen. Überglücklich brachte der Hirte dem Christus-Kind die «Christ-Rosen» als Geschenk. Darum wird die Christrose bis heute noch gerne in der Vorweihnachtszeit verschenkt.

Im Mittelalter war die Christrose ein Bestandteil von Hexensalben und galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Fein vermahlen sollte das Pulver der Christrose, wenn es auf den Boden gestreut wurde, sogar unsichtbar machen.

Die Christrose wurde früher auch dazu genutzt, das Wetter für das kommende Jahr vorherzusagen. Daher der Name «Orakelblume». So wurde überwiegend in ländlichen Regionen zur Weihnachtsnacht zwölf Blütenknospen der Christrose in ein Glas mit Wasser gestellt. Hierbei stand jede der zwölf Blüten für einen Monat des kommenden Jahres. Die Knospen wurden am Heiligabend betrachtet. Öffnete sich die Blüte, sollte es in diesem Monat gutes Wetter geben. Blieb die Knospe hingegen geschlossen, war schlechtes Wetter zu erwarten.

Artenbeschreibung Helleborus / Nieswurz

Grundsätzlich wird in der Helleborus-Familie eine grobe Unterscheidung zwischen folgenden Arten gemacht: stammbildende, stammlose und Kreuzungen dieser beiden Arten.

Stammbildende Arten

Die stammbildenden Arten können Wuchshöhen bis zu 120 cm erreichen. Ihre Lebensdauer von 2 – 4 Jahren ist im Vergleich zu den bis zu 25 Jahren der stammlosen Arten relativ gering. Eigentliche Stämme habe diese Arten aber nicht. Sie wachsen in Horsten und bilden an verholzenden Stängeln Blätter und Blüten. Die Blüten der verschiedenen Arten sind von grünweiss über grün bis zu rötlich gefärbt. Blütezeit ist (je nach Art) ca. von Januar bis Mai. Nach der Samenbildung sterben die verholzten Stängel ab.

Bei den stammbildenden Arten ist die Liste noch recht überschaubar:

  • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus), Blüte: Januar – Mai
  • Korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius), Blüte: März – April
  • Balearen-Nieswurz (Helleborus lividus), Blüte: Dezember – März
  • Bastard-Nieswurz (Helleborus x sternii), eine Kreuzung aus Korsischer und Balearen-Nieswurz, Blüte: Februar – April

Stammlose Arten

Die stammlosen Arten erreichen Wuchshöhen zwischen 10 und 60 cm und können bis zu 25 Jahre alt werden. Hier wachsen Blätter und Blüten getrennt aus dem kräftigen Wurzelstock. Wuchsform und Farbe der Blüten sowie der Blühzeitpunkt unterscheidet sich jedoch bei den Unterarten.

Zu den stammlosen Arten gehören:

  • Helleborus niger (Christrose)
  • Helleborus orientalis (wird erwähnt, da wichtig für Artkreuzungen)
  • Über 15 weitere Arten, welche durch zahlreiche Kreuzungen noch stark erweitert wurden

Es würde den Rahmen sprengen, alle Arten hier genauer zu beschreiben. Daher nenne ich in dieser Liste nur die sehr bekannte Helleborus niger und die kreuzungsrelevante Helleborus orientalis.

Die meisten Exemplare der stammlosen Arten haben eine grünliche Blütenfarbe, vereinzelte blühen rötlich. Sie tragen mehrere eher hängende Blüten an längeren Stielen, die auch Blätter aufweisen.

Ausnahme ist die Helleborus niger, welche streng genommen nicht zu den stammlosen Arten gehören und eine separate Art bilden würde. Sie unterscheidet sich nämlich optisch von den anderen stammlosen Arten. Ihre reinweissen und eher nach oben gerichteten Blüten sitzen auf einem meist eigenen dünnen, eher kurzen und blattlosen Blütenstiel. Daher bleibt sie mit 10 – 30 cm auch recht kompakt. Helleborus niger ist zudem eine der ältesten Kulturpflanzen und war bis vor kurzem die einzige Art, welche bereits in der Advents- und Weihnachtszeit blühte. Das brachte ihr den Namen «Christrose» ein.

Artkreuzungen

Auch die Lenzrosen (Helleborus x hybridus) sind sehr bekannt. Fälschlicherweise werden sie oft «Helleborus orientalis» genannt, sind aber eigentlich Kreuzungen zwischen der stammlosen Helleborus orientalis und anderen stammlosen Helleborus-Arten. Ihre Blütenstände sitzen an eher langen dickeren Stielen und so erreicht die Pflanze Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm.

Sie blühen aber erst ab Januar bis weit in den Frühling. Daher kommt auch ihr Name, denn Lenz ist ein altes Wort für Frühling. Im Gegensatz zu Christrosen bezaubern Lenzrosen nicht nur mit weissen Blüten. Sie blühen auch gelb, zartrosa, intensiv purpur bis fast schwarz oder sogar mehrfarbig. Ebenfalls gibt es auch Sorten mit gefüllten Blüten.

Durch Kreuzung der Christrose (Helleborus niger) mit ihren stammbildenden Verwandten, den mediterranen Nieswurzen (Helleborus lividus, resp. Helleborus argutifolius), entstanden kürzlich sogenannte Schneerosen. Auch sie blühen teilweise ebenfalls bereits ab November bis März, trumpfen aber zusätzlich noch mit cremegrünen oder zartrosa Blüten auf. Durch die Einkreuzung der mediterranen Artgenossen sind Schneerosen noch blühfreudiger und vertragen auch mehr Sonne als ihre stammlosen Verwandten. Die Wuchshöhe beträgt hier zwischen 30 und 60 cm.

Eine kleine Sensation gelang mit der Unterart Schneerose «Ice N› Roses». Sie entstand durch die Kreuzung der Schneerose mit Helleborus orientalis, obwohl diese Arten eigentlich als nicht kreuzbar galten. Diese Art bringt nebst noch längerer Blühdauer (bis April) auch Sorten mit intensiv rosafarbenen bis weinroten und auch zweifarbigen Blüten mit.

Die Helleborus x lemperii entstand durch die Kreuzung aus Christrose und Lenzrose. Durch das Fehlen von stammbildenden Kreuzungspartnern ist sie im Wuchs fast so kompakt wie die Christrose und vereint deren aufrechte Blütenform sowie die frühe Blütezeit (November bis März) mit den intensiven Farben der Lenzrose. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 40 und 50 cm.

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Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

Lieblingspflanze von Michael Brühwiler und Ives Roggensinger

Michael Brühwiler
(Leiter Gartenpflege)
Ives Roggensinger
(Landschaftsgärtner)

Sind es die essbaren Früchte des Asiatischen Blüten-Hartriegels, die im September/Oktober rot und reif unsere Blicke auf sich ziehen? Oder doch eher die überwältigende Blütenpracht im späten Frühjahr? Vielleicht aber auch das farbintensive Herbstkleid? Vermutlich ist es die Mischung aus all diesen fabelhaften Eigenschaften, welche dieses vielseitige Gehölz mit dem botanischen Namen «Cornus kousa» zur Lieblingspflanze von gleich zwei Team-Mitgliedern macht!

Das tönt alles sehr spannend, nicht wahr? Finde hier heraus, ob der Cornus kousa vielleicht auch schon bald dein grünes Paradies noch schöner machen könnte…

Heitere Gartengrüsse

Julian

Erscheinungsbild Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

Nicht nur durch seine schöne Wuchsform ist er eine Zierde für jeden Garten und perfekt geeignet als Solitärpflanze im Rasen oder im Hintergrund eines Staudenbeetes. Es gibt ihn in unzähligen Grössen und mit verschiedensten Blüten-Farben und -Formen.

Im späten Frühjahr verzaubert er uns mit seinen prächtigen Blüten, die genau genommen gar keine sind. Die bunte Pracht sind nämlich sogenannte Hochblätter oder Brakteen. Die eigentlichen Blüten sind die unscheinbaren grünlichen Köpfchen in der Mitte.

Sorte mit weissen Blüten
Sorte mit zartrosa Blüten
Sorte mit weissen Blüten und rosa Rand
Sorte mit pinken Blüten

Diese bieten eine willkommene Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge in einer Jahreszeit, wo viele andere Pflanzen nicht mehr oder noch nicht blühen.

Nachdem im frühen Herbst seine reifem Früchte den Cornus kousa wie kleine Fussbälle am Stiel geziert haben, taucht er vor dem Laubfall sein Kleid in leuchtende Gelb-, Orange- oder Rot-Töne. Seine Blätter kompostieren schnell und werden innerhalb nur eines Jahres zu wertvollem Laubkompost.

Frucht tragender Cornus kousa
Herbstlaub Cornus kousa

Essbare Früchte des Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

Auch bei der Frucht-Grösse spielt, nebst der Pflege, die Sorte eine Rolle. Willst du besonders grosse Früchte, lohnt sich vielleicht der Besuch einer Baumschule zur Erntezeit. So kannst du Grösse und Geschmack der verschiedenen Sorten überprüfen. Die Sorte ‹Wietings Select› z.B. soll besonders reich tragend und schmackhaft sein.

Essbare Beeren des Cornus kousa

Man kann sie frisch ab Baum essen, jedoch hinterlässt die ledrige Schale in rohem Zustand einen recht pelzigen Geschmack auf der Zunge. Ich habe daher schon Kinder beobachtet, wie sie die Frucht aufbrechen und das süsse Fruchtfleisch dann aussaugen.

Die Früchte des Cornus kousa sind nicht nur essbar sondern schmecken richtig süss, wenn sie denn wirklich ganz reif und weich sind. Hier habe ich dir eine sehr reife Frucht aufgeschnitten. Das Fruchtfleisch ist in der Konsistenz breiartig und die Kerne umhüllt von einer glitschigen Kapsel. Mich erinnert es etwas an die weiche Sorte der Kaki.

Beim Kochen zerfallen die ledrigen Schalen aber nach einiger Zeit, wodurch nur noch ein leicht kerniger Geschmack zurückbleibt. Hier habe ich dir auch gleich zwei Rezepte zur Verwertung der Früchte aufgelistet:

Cornus kousa-Confi

  • 300 Gramm Hartriegel-Früchte
  • 150 Gramm Äpfel oder Aprikosen
  • 450 Gramm Gelierzucker (1:1)

Julians Tipp: Für meinen Geschmack ist das obige Rezept definitiv zu süss und zu klebrig… Wenn du wirklich ganz reife und weiche Früchte verwendest, finde ich persönlich diese Zuckermenge zu hoch. Die Äpfel haben (je nach Sorte) ja auch noch einen nicht ganz unbedeutenden Zuckergehalt. Ich empfehle versuchsweise eine kleinere Menge Zucker zu verwenden und die Confi bei Bedarf mit zusätzlichem Zucker nochmals aufzukochen. Eine geringere Zuckermenge könnte die Confi allerdings etwas weniger lang haltbar machen.

Hartriegel-Früchte waschen, Äpfel oder Aprikosen zerkleinern (Äpfel erst schälen). Früchte und Zucker in der Pfanne aufkochen. Hartriegel-Früchte so lange kochen, bis die Schalen zerfallen. Anschließend die Marmelade durch ein Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Danach Confi noch heiss in saubere Gläser abfüllen.

Cornus kousa-Likör

  • Fülle eine gereinigte Flasche etwa zur Hälfte mit Hartriegel-Früchten (ohne Stiele).
  • Füge Zucker oder Rohzucker hinzu, rund zwei Drittel der entsprechenden Fruchtmenge.
  • Zum Schluss füllst du die Flasche mit Wodka oder Gin auf.

Die Likörflasche gut verschlossen mehrere Wochen lang kühl und dunkel lagern. Während dieser Zeit Likör regelmäßig gut durchschütteln. Nach etwa sechs Wochen den Hartriegel-Likör kosten und, je nach Geschmack, noch etwas Sirup hinzufügen.

Steckbrief Cornus kousa /
Asiatischer Blüten-Hartriegel

Grösse: Urformen ca. 4 bis 6 m (selten bis 10 m), Breite etwas geringer als Höhe, kleine Sorten wie ‹Dwarf pink› 1,25 – 2 m
Wuchs: eher langsam, etwa 20 – 25 cm pro Jahr
Wuchsform: buschig, ausladend, fast gleich breit wie hoch
Stammform: meist mehrstämmig
Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
Wurzeltyp: sehr feine Flachwurzeln (nah an der Oberfläche)
Blatt: eiförmig grün und leicht wellig, intensive Herbstfarben
Blüte: grün köpfchenförmig mit Hochblättern (Brakteen) in cremeweiss, rosa oder pink
Blütezeit: Mai/Juni
Frucht: Scheinfrucht, ledriger Haut, weiches Inneres mit Kernen
Giftigkeit: ungiftig, essbar
Familie: Hartriegelgewächse (Cornaceae)
Insektenfreundlichkeit: Ja, beliebt bei Bienen und Schmetterlingen
Schnittverträglichkeit: besser kein Rückschnitt, ausser bei der stark wachsenden Sorte ‹Venus› zur Blütenbildung
Frosthärte: sehr gut, -20°C bis fast -30°C
Standort: halbschattig bis sonnig, etwas windgeschützt
Boden: feucht, nährstoffreich, durchlässig (keine Staunässe)
Erde: leicht sauer bevorzugt (ideal 4,5 – 6,5 pH)
Verwendung: Solitär, natürlicher Sonnenschutz, Sichtschutz, Hochstamm, Insektenweide, Wildnährpflanze, Fruchtgehölz

Ja, ich will!!! Aber wohin damit?

Sehr schön macht sich der Cornus kousa auch als Solitär auf Rasen, oder in Staudenbeeten, z.B. beim Hauseingang. Mit einer durchdachten Beleuchtung trumpft der Asiatische Blüten-Hartriegel auch im Dunkeln noch auf.

Hier ein Exemplar mit reifen Früchten im Staudenbeet eines unserer Kunden.

Sorten des Cornus kousa mit grösseren Wuchshöhen kannst du, wie die Parrotia persica, als natürlichen Sonnenschirm nutzen. Wenn du die unteren Äste regelmässig wegschneidest, kannst du auch sehr nahe zum Stamm vorrücken. Was gibt es romantischeres als im Frühsommer ein lauschiges Plätzchen unter einem Blütenmeer?

Was du bei dieser Verwendung jedoch beachten solltest: Im September fallen die reifen kugeligen Früchte vom Baum ab. Du wirst also automatisch einen gedeckten Tisch vorfinden wenn du im Herbst deinen Essplatz unter dem Baum eingerichtet hast…

Auch gibt es Züchtungen mit panaschiertem Laub, rotem Austrieb oder geringerer Wuchshöhe. Letztere sind interessant für kleine Platzverhältnisse oder die Haltung im Kübel. Genauere Infos zu den Grössen und Farben der verschiedenen Sorten wie auch zu den Ansprüchen an Boden und Standort erfährst du unten.

Gerne schlagen dir meine Kollegen auch geeignete Sorten vor. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Herkunft Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel

Cornus kousa ist der botanische Überbegriff für die Familie der asiatischen Blüten-Hartriegel, auch Blumen-Hartriegel genannt. Sie gehören, wie auch der Cornus mas, zu den Hartriegel-Gewächsen. Diese Verwandtschaft spiegelt sich auch in der grossen Ähnlichkeit der Blätter aller Hartriegel-Gewächsen wieder. In der Art ihrer Blüten und vor allem der Früchte unterscheiden sie sich jedoch stark.

Blüten des Cornus kousa
Reife Früchte des Cornus kousa
Blüte Cornus mas
Blüten des Cornus mas
Reife Früchte des Cornus mas

Innerhalb der Familie der asiatischen Blüten-Hartriegel (Cornus kousa) wird nochmals zwischen zwei Arten unterschieden:
Japanischer Blüten-Hartriegel (Cornus kousa subsp. kousa)
Chinesischer Blüten-Hartriegel (Cornus kousa subsp. chinensis)

Häufig wird der Japanische Blüten-Hartriegel botanisch nur «Cornus kousa» genannt, was eigentlich nicht ganz korrekt ist und wohl nur der Einfachheit halber so praktiziert wird.

Ursprünglich kommt er, wie der Name bereits vermuten lässt, aus Asien. Dort wächst er in gemässigten Zonen an Waldrändern und Ufern.

Ab dem 19. Jahrhundert war er in englischen Parkanlagen zu finden und eroberte im Laufe der Zeit die Hausgärten Europas.

Welchen Standort/Boden mag Cornus kousa / Asiatischer Blüten-Hartriegel?

Der Cornus kousa ist eigentlich ein sehr pflegeleichtes Gehölz. Aufgrund seiner ursprünglichen Herkunft mag er aber am liebsten geschützte halbschattige bis sonnige Plätze.

Die intensivste Herbstfarbe entwickelt Cornus kousa an sonnigen Standorten.

Bevorzugt wächst er in frischen, leicht sauren Böden, die gut durchlässig und nährstoffreich sind. Aber auch betreffend Bodenbeschaffenheit ist er recht unkompliziert.

Der Cornus kousa kann auch in einem Pflanzgefäss dein Zuhause zieren. Hier empfehle ich aber Sorten mit eher kleinem Wuchs (siehe Sorten).

Da er zu den Flachwurzlern gehört und seine Wurzeln dicht unter der Oberfläche ausbreitet, braucht er aber ein grosszügiges Gefäss. Achte beim Kauf darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfliessen kann.

Cornus kousa
verträgt keine
Staunässe!

Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine gut eingestellte automatische Bewässerungsanlage kann dir hier wertvolle Dienste leisten. Jedoch mag der Cornus kousa lieber abgestandenes Leitungswasser, da er nicht so kalktolerant ist.

Wie gross wird der Cornus kousa / Asiatischer Blütenhartriegel?

Mit einer Höhe der Urformen von 4 – 6 bis Metern (selten bis 10 Metern) und einer fast ebensolchen Breite ist der Cornus kousa ein stattliches Exemplar unter den Sträuchern und wird daher auch als Grossstrauch oder Kleinbaum bezeichnet.

Kann man den Cornus kousa klein halten?

Die charakteristische Form des Cornus kousa entwickelt sich am schönsten ganz ohne Schnittmassnahmen. Mit einem jährlichen Wachstum von nur ca. 20 – 25 cm gehört sie zu den eher langsam wachsenden Gehölzen. Lediglich totes Holz oder sehr aus der Form geratenes solltest du wegschneiden.

Bei Zweifeln betreffend Grösse wählst du besser gleich von Anfang an eine kleinere Sorte.

Sorten des Cornus kousa

Es gibt unzählige Sorten des Cornus kousa betreffend Blüten- und Blattfarben, Austriebsfarbe und Wuchshöhe. Suchst du eine kleine Sorte, könntest du hier fündig werden:

Die Sorte ‹Dwarf pink› gehört mit 1,25 – 2 m zu den kleinsten Sorten, hat allerdings rosa Blüten.

Sollen die Blüten doch lieber weiss sein, könnte auch die etwas grössere Sorte ‹Weisse Fontäne› mit 2 – 3,5 m, ‹Kreuzdame› mit 2,5 – 3 m oder ‹Wieting’s Select› mit dann aber schon wieder 2,5 bis 4 m für dich geeignet sein. Letztere ist auch für ihre grosse Blütenfülle und somit reiche wie auch noch schmackhafte Ernte bekannt. Zudem verfärbt sich das Laub im Herbst purpur.

Die Sorte ‹Wolf Eyes› mit 2 – 3,5 m hat ebenfalls weisse Blüten, verfügt zudem aber noch über panaschiertes Laub (Grün mit weissem Rand). Panaschierte Sorten gibt es übrigens auch mit rosa Blüten.

Wenn du dir schon beim Blattaustrieb Farbe wünschst, wäre da noch die Sorte ‹Scarlet Fire› mit jedoch wiederum 3 – 4 m zu erwähnen. Sie hat einem roten Austrieb und pinke Blüten.

Cornus cousa schneiden

Wenn du tatsächlich einmal grössere Schnittmassnahmen durchführen musst, sollten diese direkt nach der Blüte erfolgen.

Wähle dazu einen frostfreien und eher bedeckten Tag aus und benutze eine gut geschärfte Scheere, um das Holz ohne Zerfransung zu schneiden.

Ohne Schnitt
bin ich am
schönsten!

Was passt zu Cornus kousa?

Steht der Asiatische Blüten-Hartriegel nicht als Solitär im Rasen, kann er im Beet mit niedrigen Stauden umpflanzt werden.

Wie bereits erwähnt, ist der Cornus kousa ein Flachwurzler und braucht darum Begleitstauden, welche mit diesen Gegebenheiten gut zurecht kommen. Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Wenn du lieber selber wählen möchtest, habe ich dir geeignete Pflanzen in einem separaten Beitrag schon mal zusammengetragen und hübsch bebildert.

Hier gehts zum Beitrag über Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

Cornus kousa für Allergiker geeignet?

Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

Die Blüten des Cornus kousa werden durch Insekten bestäubt und sollten daher kein Risiko für Allergiker darstellen.

Bei den Blättern des Hartriegelgewächse sieht es allerdings wieder etwas anders aus. Hier reagieren einige Menschen mit Juckreiz auf Hautkontakt.

Für
Schnitt und Ernte
immer lange Ärmel
und Handschuhe
tragen.

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Saison-Tipp: Eigene Kräuter und Gemüse mal anders

Saison-Tipp: Eigene Kräuter und Gemüse mal anders

Ich freue mich sehr, dir heute meinen aktuellen Saison-Tipp vorzustellen! Sicherlich kennst du mich, Julian Baldrin, inzwischen schon von meinen Lieblingspflanzen-Blogs, welche ich seit diesem Frühjahr schreibe.

Dank diesen andauernden Sommertemperaturen wuchern in vielen Gärten Kräuter und Gemüse beinahe. Hast du auch schon die Nase voll vom eigenen Tomaten-Mozzarella-Salat oder kommen dir die selbst gezogenen Gurken schon zu den Ohren raus? Dann probier doch mal was Neues aus! Unter diesen Rezeptideen findest du bestimmt etwas Feines, das du noch nie gegessen hast. Zu den meisten Ideen gibt es im Internet verschiedene Zubereitungsvarianten, je nach persönlichem Geschmack:

Verwendung Kräuter

Natürlich kannst du fast alle Kräuter einfrieren, um deine Überschüsse haltbar zu machen. Entweder luftdicht verschlossen oder du kannst dir auch im Eiswürfel-Behälter mit etwas Wasser schon fertige «Kräuterwürfel» vorbereiten. So kannst du auch gleich eigene Kräutermischungen ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen. Das Gleiche gilt natürlich für Kräutersalz, Kräuteröl oder Kräuteressig. Doch was kannst du sonst noch alles mit deinen Kräutern anstellen?

Basilikum

  • Basilikum-Pesto gilt natürlich als echter Klassiker, den du dir dann auch für die kalten Monate aufsparen oder verschenken kannst.
  • Basilikum-Brokkoli-Suppe ist sehr vitaminreich und kann übrigens gut für die kältere Jahreszeit eingefroren werden. In Suppen werden die wasserlöslichen Vitamine, die in vielen Gemüsen enthalten sind, nicht weggeschüttet. Wenn du auch selbst Brokkoli angebaut hast, ist das Rezept natürlich noch interessanter für dich!
  • Basilikum-Risotto – stellt dieses vielseitige Gewürz ins Rampenlicht
  • Basilikum-Rahmglacé – ein erfrischender Genuss. Wenn du noch frische Erdbeeren hast – nur rein damit! Auch dafür gibt es ein Rezept.
Basilikum-Rahmglacé

Schnittlauch

  • Thurgauer Schnittlauch-Gnocchi – für mich als Thurgauer natürlich eine meiner Leibspeisen!
  • Schnittlauch-Quiche mit Thurgauer-Käse – dazu ein feiner Salat aus dem eigenen Garten und fertig ist der Sommer-Znacht!
  • Pikante Schnittlauch-Wähe – ein feiner Apéro. Passt auch super zu einem Glas Wein oder Bier.
  • Schnittlauch-Weisswein-Sauce – zu einem feinen Stück (Grill-)Fleisch oder Pasta
  • Schnittlauch-Pesto – Pesto mal anders
  • Schnittlauch-Öl – fein zu Salaten und du kannst dir auch das Heulen beim Zwiebeln hacken sparen. Kann auch als Suppen-Garnitur verwendet oder an Freunde verschenkt werden.

Keine Sorge, wenn der Schnittlauch schon Blüten macht. Erstens sieht das ganz hübsch aus, ist einladend für Insekten und auch für uns essbar. Sie machen sich hübsch als essbare Deko auf deinen Gerichten. Auch mit den Blüten lassen sich Salze, Öle und Essige herstellen. Oder du machst daraus eine feine Schnittlauchblüten-Butter. Vielleicht probierst du sogar mal caramelisierte Schnittlauchblüten aus?

Petersilie

  • Chimichurri – eine bekannte argentinische Grillsauce mit Petersilie und Olivenöl als Hauptzutaten. Das Rezept dazu findest du übrigens auch in unserem Blog ‹Ein leckeres Rezept und dazu mehr Zeit für Ihre Gäste›
  • Petersilien-Pesto – schon wieder Pesto, aber doch irgendwie aufregend anders
  • Petersilien-Suppe mit Forellenfilet – eine raffinierte Vorspeise
  • Tabouleh-Salat – da steckt echt viel Petersilie drin!
  • Cherry-Tomaten-Petersilien-Pasta – ein wahres Geschmackserlebnis, das du auch noch mit Hackfleischkugeln erweitern kannst

Rosmarin

  • Gebackener Camembert mit Trauben-Rosmarin-Salat – dieses Rezept braucht viel Rosmarin…
  • Rosmarin-Ofen-Kartoffeln – eine super Beilage zu Fleischgerichten
  • Rosmarin-Fenchel – gleich noch den Fenchel mit verwerten
  • Rosmarin-Focaccia – als Apéro oder zu einem feinen Sommersalat
  • Kartoffel-Rosmarin-Brot – als gehaltvoller Snack oder zu einer Suppe serviert
  • Himbeer-Rosmarin-Creme – eine überraschend leckere Kombination. Ideal auch, wenn noch reife Himbeeren im Garten warten!
  • Rosmarin-Pannacotta – je nach Geschmack mit einer eher süssen oder etwas saureren Fruchtsauce kombinieren
Rosmarin-Pannacotta

TIPP: Da der Geschmack von Rosmarin super zu Fleisch passt, kannst du lange, dicke Rosmarinstängel auch als dekorative Schaschlikspiesse benutzen. Die unteren Seitenzweige abstreifen und nur oben stehen lassen. Fleisch oder Gemüse zuerst mit Löchern versehen und dann ab auf den Rosmarin-Spiess.

Oregano

  • Ofenfeta mit Oregano-Marinade – das Gericht schmeckt sicher auch mit Thurgauer- Grillkäse anstatt Feta 😉
  • Tomaten-Oregano-Pesto – dabei kannst du gleich noch deine Tomaten verwerten
  • Oregano-Rosmarin-Giabatta – ein feiner Apéro. Kann auch zu Chnoblibrot oder Bruschetta umfunktioniert werden.
  • Champignons mit Oregano-Spinat-Füllung und mit (Thurgauer-)Käse überbacken. Ein feiner Grill-Znacht oder als Snack.

Verwendung Gemüse

Gemüse-Eintopf, Lasagne, Suppe, Gemüse-Wähe oder -Tarte sind alles prima Rezepte, um mehrere verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig zu verwerten. Die hast du aber bestimmt schon alle einmal ausprobiert. Hier findest du weniger bekannte Wege, dein Selbstangebautes zu verarbeiten.

Tomaten

Grüne Tomaten süss-sauer
  • Grüne Tomaten süss-sauer eingelegt – auch praktisch wenn vor dem Entsorgen der Pflanze noch unreife Früchte hängen…
  • Gedämpfte Tomaten mit Hackfleisch-Füllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
  • Überbackene Tomaten – natürlich nehme ich dazu Thurgauer-Käse 😉
  • Blätterteig-Kissen mit Cherry-Tomaten – als Apéro oder Hauptgang.
  • Tomaten-Käsewähe – eine feine Erinnerung an Grossmutters Küche…
  • Tomaten-Zwiebel-Blechkuchen – am schönsten mit verschiedenfarbigen Tomaten und roten Zwiebeln!
  • Shakshuka – orientalischer Gemüse-Eintopf mit Eiern
  • Tomaten-Zucchetti-Gratin – zwei Fliegen mit einer Klappe
  • Dörrtomaten – so bleiben besonders viele Vitamine erhalten. Du kannst sie nach dem Dörren auch noch mit Kräutern in Olivenöl einlegen, so bleiben sie noch länger haltbar.
  • Pesto-Rosso – dabei verarbeitest du deine getrockneten Tomaten zur speziellen Pasta-Sauce oder einem Brotaufstrich
  • Tomaten-Glacé – als Vorspeise an einem heissen Tag sicher ein besonderes Geschmackserlebnis und dazu überraschte Gesichter
  • Süsse Tomatencreme mit Ricotta – der Geheimtipp unter Tomatenliebhabern

Gurken

  • Gurken-Gazpacho – eine kalte Gurkensuppe als erfrischender Genuss an heissen Tagen
  • Geschmorte Rahm-Gurken – ein vergessener Klassiker aus der alten schwäbischen Küche. Teste diesen Geheimtipp.
  • Panierte Gurken mit Kräuterquark – eine spannende Kombi aus knusprig und saftig
  • Gurken-Lachs-Pasta – erfrischend und leicht
  • Gurken-Spaghetti – Gurke zu Spaghettis geschnitten
  • Überbackene Gurke mit Hackfleisch-Füllung – natürlich nehme ich Thurgauer-Käse 😉
  • Gurken-Curry – die asiatische Lösung
  • Mongolische Apéro-Gurken süss-scharf – Achtung Suchtgefahr!
  • Eingemachte Gurken (süss-)sauer – ganz nach Geschmack
  • Gurken-Relish – DER Hammer zu Burgern oder Sandwiches. Dazu musst du die Gurken aber erst sauer einlegen.
  • Süsser Gurken-Cake – wird schön saftig und sorgt für Erstaunen
  • Gurken-Limetten-Eis am Stiel – Erfrischung pur!

Zucchetti

Zucchetti-Blüten mit Frischkäsefüllung auf Karottenmousse
  • Gefüllte Zucchetti-Blüten mit Frischkäse – ein echter Hingucker
  • Überbackene Zucchetti mit Hackfleisch-Füllung – natürlich sind auch vegetarische Varianten sehr lecker
  • Zucchetti-Risotto – Beilage oder Hauptgericht
  • Zucchetti-Kartoffel-Tätschli – schmecken draussen, auf dem Feuerring oder einer Gusseisen-Grillplatte zubereitet, gleich doppelt so gut
  • Marinierte Zucchetti-Antipasti – erst anbraten oder grillen, dann ab ins Olivenöl
  • Zucchetti-Pommes – die Pommes der anderen Art
  • Zucchetti-Spaghetti – lustiges Wortspiel – spannendes Gericht
  • Zucchetti-Suppe – vitaminreich und tiefkühltauglich
  • Zucchetti-Ingwer-Relish – ein süss-saures Püree, das etwas grössere Stücke enthält als ein Chutney
  • Zucchetti süss-sauer eingemacht – voller Aroma und etwas zarter als Gurken.
  • Zucchetti-Cake – noch saftiger als ein Rüebli-Cake
  • Süsser Zucchetti-Pudding – den hattest du bestimmt noch nie!
  • Süsse Zucchetti-Nudeln mit Himbeeren – hier ersetzen die Zucchetti die Nudeln
  • Zucchetti-Apfel-Eis am Stiel – der Frischekick mit gleichzeitiger Basilikumverwertung

Kürbis

  • Ofenkürbis – Herbstaroma mit oder ohne Füllung
  • Kürbis-Rösti – Kartoffeln und Kürbis vereint
  • Kürbis-Chnöpfli – Var.1: mit Kürbispüree im Chnöpfliteig
    Var.2: Chnöpfli an Rahmsauce mit Kürbiswürfeln
  • Kürbis-Gratin – leckere Alternative zum Kartoffelgratin
  • Kürbis-Brot – saftig und leuchtend gelb. Auch optisch ein Hingucker!
  • Kürbis-Stock – eine feine Kombination von Kartoffeln und Kürbis
  • Kürbis-Tätschli – ideale Verwertung vom übrigen Kürbis-Stock
  • Kürbis-Lasagne – schmeckt mit oder ohne Hackfleisch fein
  • Kürbis-Pizza – eine ganz neue Pizza-Interpretation
  • Kürbis-Risotto – sämig und mit feinen Kürbiswürfeln
  • Kürbis-Chili – wahlweise gleich im Kürbis serviert – der Blickfang!
  • Kürbis-Apfel-Chutney – fein zu Grillfleisch
  • Kürbis-Apfel-Konfitüre – überraschend lecker
  • Kürbis-Zimtschnecken – Kürbis in der süssesten Form
  • Kürbis-Kuchen – der aus Amerika bekannte «pumpkin pie»
  • Kürbis-Muffins – klein aber oho!

Auberginen

Auberginenscheiben mit Pizza-Belag
  • Auberginen-Pizza – hier ersetzt die Aubergine den Teig
  • Marinierte Auberginen-Antipasti – gebratene Scheiben/Würfel in Kräuter-Knoblauchöl eingelegt
  • Auberginen-Canelloni – gerollte Lasagneblätter mit Auberginen-Schinken-Füllung
  • Auberginen im Ausbackteig – dazu eine feine Tartar-Sauce
  • Couscous-Auberginen – gebackene Auberginen-Hälften mit Couscous-Schafskäse-Füllung vermitteln Urlaubsgefühle
  • Auberginen-Bruschetta – gebratene Auberginenhälften mit Tomatenwürfeln, Knoblauch und Kräutern garniert
  • Auberginen-Lasagne – eine vegetarische Alternative
  • Arancini mit Auberginen-Knoblauch-Füllung – würzig gefüllte Reisbällchen
  • Auberginen-Involtini mit Hackfüllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
  • Auberginen-Schoko-Cake – die süsse Art der Verwertung

Peperoni

  • Marinierte Peperoni-Antipasti – gebratene Scheiben/Würfel in Kräuter-Knoblauchöl eingelegt
  • Peperoni-Suppe – frier sie ein und profitiere im Winter von gaanz viel Vitamin C!
  • Peperoni-Brot-Roulade – ein gelungener Apéro, auch fürs Auge!
  • Peperoni-Lauch-Muffins – da können die Kinder mal gesunde Muffins backen!
  • Grillierte Snack-Peperoni mit Cantadou-Füllung – ein echtes Wow-Erlebnis
  • Peperoni mit Gemüse-Ragout-Füllung – hier kannst du gleich alle überschüssigen Gemüse und Kräuter reinpacken!
  • Peperoni-Fleischkäse – oder mach doch gleich einen Gemüsefleischkäse daraus…
  • Kalter Peperonibecher – gegrillte Peperoni am Stück mit Gurken-Tomaten-Salat und Joghurtsauce, erfrischend an einem heissen Tag
  • Gedämpfte Peperoni mit Hackfleisch-Füllung – dazu passen Reis, Polenta, Quinoa oder Couscous
  • Peperoni mit Spiegelei-Füllung – ein echter Hingucker!
Peperoni mit Spiegel-Ei-Füllung

Chili

  • Chili mit Frischkäse-Füllung – auch bekannt als Füürtüüfeli.
  • Kaltgeräuchertes Chili-Salz – erst Chilis trocknen und dann, z.B. im BigGreenEgg, mit feinem Salz bei kühlen Temperaturen (max. 25°C im Grill) kalt räuchern
  • Chili-Knoblauch-Öl – sehr fein auf der Pizza oder zu Pasta
  • Chili im Ausbackteig – scharf und knusprig! Chili kann auch vorher noch mit Frischkäse gefüllt werden.
  • Chili-Paste – sehr fein zum aufpeppen von Saucen
  • Chili-Focaccia – ein aromatisches Fladenbrot mit fein gehackten Chilistücken
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Herzliche Gratulation

Herzliche Gratulation

Super Leistungen vollbracht

Voller Stolz gratulieren wir unseren Lernenden Michelle Koch (Floristin, Note 4.7), Andrin Peter (Landschaftsgärtner, Note 4.6) und Fabio Eitzinger (Landschaftsgärtner, Note 5.4) zu Ihren erfolgreich bestandenen Lehrabschlussprüfungen.


Ihr habt das super gemeistert und wir freuen uns mit Euch über den grossen Erfolg!

Jetzt geht’s los mit dem Berufsalltag als Fachperson und wir wünschen euch weiterhin viel Freude und Motivation bei eurer abwechslungsreichen Arbeit. Schön, dass ihr weiterhin zu unserem Team gehört!

Freie Lehrstellen 2023

Bist du auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz? Wir haben noch offene Lehrstellen als Gärtner/-in EFZ (Garten- u. Landschaftsbau). Hier einige Einblicke in diesen vielseitigen und spannenden Beruf:

Interessiert an diesem Power-Beruf? Ruf uns an oder sende uns eine Mail. Wir freuen uns auf Dich!
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Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

Lieblingspflanze von Marcel Egli

Hier bin ich wieder, dein Julian Baldrin. Heute erzähle ich dir, was mir unser Chef, Marcel Egli, über seinen absoluten Liebling in der Pflanzenwelt verraten hat, und wieso er diese bisher noch nicht so bekannte Schönheit so gerne bei der Planung neuer Gärten einbringt. Ich wünsche dir viel Spass beim Lesen!

Heitere Gartengrüsse

Julian

Steckbrief Parrotia persica / persischer Eisenholzbaum

Grösse: 6 – 10 m, Züchtungen ‹Vanessa› 5 – 8 m, ‹Persian Spire› 2,5 – 3 m
Wuchs: eher langsam, 20 – 25 cm pro Jahr
Wuchsform: buschig, ausladend
Stammform: mehrstämmig, abblätternde Struktur (ähnlich Platane)
Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
Wurzeltyp: sehr feine Flachwurzeln (nah an der Oberfläche)
Blatt: eiförmig grün, Austrieb rot gerandet, wechselnde Herbstfarben
Blüte: purpur
Blütezeit: (Januar), Februar/März
Frucht: Kapselfrucht
Giftigkeit: ungiftig
Familie: Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae)
Insektenfreundlichkeit: Ja
Schnittverträglichkeit: gut (keine Radikalschnitte)
Frosthärte: bis -25 °C
Standort: sonnig (halbschattig)
Boden: feucht, humos, nährstoffreich, durchlässig (keine Staunässe)
Verwendung: Solitär, natürlicher Sonnenschutz, Sichtschutz, Hochstamm, Alleebaum, Insektenweide

Ein Feuerwerk der Farben

Das ist einer der vielen Gründe, wieso Marcel Egli so begeistert ist von der Parrotia persica. Der umgangssprachlich auch Parrotie genannte Grossstrauch legt eine Farbvielfalt an den Tag, die seinesgleichen sucht!

Schon vor dem Blattaustrieb trumpft die Parrotia persica im zeitigen Frühjahr, je nach Temperaturen schon im Februar, mit ihren kleinen purpurnen Blüten auf. Zusammen mit Cornus mas, Winterjasmin und den ersten frühblühenden Zwiebelpflanzen, wie Schneeglöckchen und Krokussen, bietet die Parrotia persica eine der ersten und heiss begehrten Nahrungsquellen für Mauerbienen und Hummelköniginnen, die bereits früh aus ihrer Winterruhe erwachen. Aus den befruchteten Blüten entstehen unscheinbare Kapselfrüchte, die sich bei erreichter Reife explosionsartig öffnen und die Samen regelrecht wegschleudern.

Purpurne Blüte
Orangerote Herbstfärbung
Grüner Austrieb mit purpurnem Rand
Die Farbe wechselt über Violett zu Gelb

Beim Austrieb im Frühling haben ihre seidig weichen Blätter ein frisches leuchtendes Hellgrün mit weinroter Umrandung. Mit zunehmendem Alter des Blattes erhält dieses eine ledrige Textur und verfärbt sich in ein eher dunkleres Grün. Im Herbst setzt die Parrotia persica dann zum richtigen Feuerwerk der Farben an. Was an den Baumspitzen mit orangeroten Blattspitzen beginnt, ‹läuft› als leuchtend rote Färbung langsam hinunter bis zum Stamm. Doch damit noch nicht genug! Wenn der Herbst fortschreitet, verfärben sich die Blätter, je nach Bodenbeschaffenheit und Temperaturen, nochmals bis zu einem intensiven Violett, das vor dem Blattfall nochmals zu einem satten Gelb wechselt.

In dieser Gruppe, in einem Kundengarten gepflanzt, kommt dieses Farbspektakel besonders schön zur Geltung. Auch die interessante individuelle Stammform jeder Parrotie sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten haben es Marcel angetan.

Ein natürlicher Sonnenschirm

Was wäre, wenn es einen Sonnenschirm gäbe, der so richtig dekorativ ist, dich während des Jahres gar mit verschiedenen Farben überrascht und auch noch einen Beitrag zur Biodiversität leistet? Einen, der dir richtig kühlen Schatten liefert und du nie daran denken musst, ob du ihn schon zugemacht hast, da für ihn ist kein Wind zu stark ist und er dich sogar vor Regen schützt? Einen, für den du keinen klobigen Sockel brauchst und den du im Winter nirgends verstauen musst? Gute Neuigkeiten: Es gibt ihn wirklich! Dieser Sonnenschirm heisst Parrotia persica.

Ob für Bistrotisch oder Lounge, der Naturschatten lädt zum Verweilen ein und schafft einen gemütlichen Lieblingsplatz.

In diesen beiden Kundengärten wurde der dekorative Schattenspender Parrotia persica oben direkt neben dem Haus beim gemütlichen Holzdeck eingesetzt. Unten säumt er, direkt im Holzdeck eingelassen, einen Poolbereich mit Liegestüheln.

Parrotia Gruppe Pool

Auch das Essen unter dem persischen Eisenholzbaum wird zu einem heimeligen und besonderen Erlebnis. Der kühle Naturschatten macht Appetit!

Bist du erst jetzt so richtig neugierig geworden? Dann findest du hier noch weitere spannende Infos zu diesem vielseitigen Gehölz.

Herkunft Parrotia persica / Eisenholzbaum

Es ist wenig bekannt, dass die Parrotia persica vor der Eiszeit (im sog. Pilozän vor 5 – 2,4 Mio. Jahren) sogar in Mitteleuropa heimisch war, was Braunkohlefunde aus dieser Zeit belegen. Trotz ihrer sehr hohen Frosthärte bis -25 Grad Celsius hat die Eiszeit sie in wärmere Regionen zurückgedrängt. Heute ist sie sehr verbreitet im Kaspischen Regenwald (ein Teil dieses Waldes wurde 2019 in das UNESCO Weltnaturerbe aufgenommen). Dieses Gebiet liegt im Osten Aserbaidschans und im Nordiran, dem früheren Persien. Daher kommt auch der Namens-Zusatz ‹persica›.

Der deutsche Botaniker Friedrich W. Parrot (1792–1841) war in dieser Region zwischen 1811 und 1812 auf Forschungs-Reisen und sammelte dort erstmals Pflanzenmaterial dieser Gattung, weshalb sie nach ihm benannt wurde.

Wie viele tropische Hölzer ist auch das Holz der Parrotie extrem hart und hat eine sehr hohe Dichte, wodurch es im Wasser sogar untergeht. Solche Hölzer werden oft als Eisenholz bezeichnet. So wird auch die Parrotia persica häufig ‹persischer Eisenholzbaum› genannt.

Die Parrotia persica gehört zur Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Beim Vergleich der Blüten der Parrotia persica und der Zaubernuss (Hamamelis) fällt einem die Ähnlichkeit in der köpfchenartig angeordneten Blüten auf.

Blüte Parrotia persica
Blüte Zaubernuss (Hamamelis)

Welchen Standort/Boden mag Parrotia persica?

Die Parrotia persica gilt als robust und anpassungsfähig. Sie verträgt Hitze, starke Minustemperaturen und sogar Streusalz. Am liebsten steht sie in der Sonne an einem etwas windgeschützten Platz. Sie fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl.

Die intensivste Herbstfarbe entwickelt Parrotia persica allerdings an sonnigen Standorten mit leichteren Böden.

Bevorzugt wächst sie in frischen, leicht sauren Lehmböden, die ausreichend locker, durchlässig und humusreich sind. Aber auch betreffend Bodenbeschaffenheit ist sie recht unkompliziert. Sie kommt ebenfalls sehr gut klar mit mässig feuchten oder trockenen Sandböden.

Du kannst die Parrotie auch in einem Pflanzgefäss halten. Da sie zu den Flachwurzeln gehört und ihre Wurzeln dicht unter der Oberfläche ausbreitet, braucht sie ein sehr grosszügiges Gefäss. Achte beim Kauf darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfliessen kann.

Parrotia persica
verträgt keine
Staunässe!

Weil die Erde in Gefässen schneller austrocknet als im Freiland, musst du hier besonders gut auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Ich empfehle dir darum ein Substrat, das Wasser gut speichern kann. Auch eine automatische Bewässerungsanlage kann dir hier gute Dienste leisten.

Wie gross wird Parrotia persica / Eisenholzbaum?

Mit einer maximalen Höhe von 6 bis 10 Metern (in selten Fällen bis 12 Meter) und einer fast ebensolchen Breite ist Parrotia persica ein sehr stattliches Exemplar unter den Sträuchern und wird als Grossstrauch oder Kleinbaum bezeichnet.

Neue Züchtungen ergaben auch niedrigere Sorten, wie ‹Vanessa› mit einer maximale Höhe von 5 bis 8 Metern und auch einem deutlich weniger ausladenden Wuchs. Für Kleinstgärten ist auch die Sorte ‹Persian Spire› sehr interessant, die in Säulenform wächst und eine maximale Höhe von 2,5 bis 3 Metern erreicht. Diese hat im Frühling gar einen violetten Austrieb und besticht im Sommer mit einem purpur geränderten Blatt.

Auf monumentaltrees.com existiert eine Liste, in welcher besonders imposante Exemplare von verschiedenen Bäumen registriert werden können. In dieser Liste kannst du nachlesen, dass in den Niederlanden eine Parrotia persica steht, welche sogar 22,6 Meter hoch sein soll. Auch das älteste registrierte Exemplar mit über 170 Jahren ist in diesem Land beheimatet. Die Parrotie mit dem dicksten gemessene Stamm befindet sich dann aber in den USA und soll einen Umfang von über 4 Metern haben.

Kann man Parrotia persica klein halten?

Die charakteristisch ausladende Krone der Parrotia persica entwickelt sich am schönsten ganz ohne Schnittmassnahmen. Mit einem jährlichen Wachstum von nur ca. 20 – 25 cm gehört sie zu den eher langsam wachsenden Gehölzen. Dennoch ist der persische Eisenholzbaum gut schnittverträglich, solange man nicht bis ins alte Holz zurückschneidet. Mehr Infos zum Schnitt findest du im nächsten Absatz.

Überlege also vor der Anschaffung, ob für deine Platzverhältnisse ein ausgewachsenes Exemplar zu gross ist und für dich vielleicht eine der oben genannten kleineren Züchtungen die bessere Wahl wäre. Meine Teamkollegen unterstützen dich gerne bei der Auswahl.

Formen von Parrotia persica

Am häufigsten ist die mehrstämmige Form mit ausladender Schirmkrone, die gerne als Solitärpflanze in Gärten und Parks verwendet wird. Die Parrotia persica gibt es aber auch als breitgeasteten Sichtschutz (Spalierform), in Säulenform oder als Hochstamm. Diese Variante erfreut sich in der Verwendung als Strassenbaum oder Alleebaum wachsender Beliebtheit.

‹Stamm-Spalier› – mit Stammbild
‹Boden-Spalier› – bis zum Boden beastet

Parrotia persica schneiden

Bei Frühblühern erledigst du die Schnittarbeiten vorzugsweise gleich nach der Blüte, da die neuen Blüten-Knospen bereits im folgenden Sommer gebildet werden. Bei einem Schnitt im Herbst oder Winter würdest du somit auch viele Knospen entfernen.

Wähle dazu einen frostfreien und eher bedeckten Tag aus und benutze eine gut geschärfte Scheere, um das harte Holz ohne Zerfransung zu schneiden.

Weniger
ist mehr!

Radikale Schnittmassnahmen bis ins alte Holz nimmt die Parrotia persica übel und treibt nur schwer wieder aus. Kürze daher, falls nötig, lediglich aus der Form geratene Zweige kurz über einem Blattknoten um maximal einen Drittel ein.

Ist dir das zu kompliziert? Gerne helfen dir meine Kollegen aus der Gartenpflege weiter. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Verwendung von Parrotia persica?

Im Vergleich zu einem Baum behält die Parrotia persica eine relativ kompakte und überschaubare Grösse. Durch kleinwüchsigere Züchtungen kann sie auch in Gärten mit geringen Platzverhältnissen einziehen. Zudem ist die Parrotie ganzjährig eine wahre Augenweide, insektenfreundlich und äusserst frosthart sowie hitzetolerant. Dank dieser Eigenschaften sind ihrer Verwendung fast keine Grenzen gesetzt.

Durch den doch recht ausladenden Wuchs und das interessante Stammbild sollte die Parrotia persica vorwiegend als Solitärpflanze verwendet werden.

Der Stamm der Parrotie zeigt im Alter eine abblätternde zweifarbige Struktur, ähnlich einer Platane. Sie kann einstämmig gezogen werden, ich bevorzuge jedoch ihre natürliche, mehrstämmige Form. Die Parrotia persica bildet nämlich wunderschön verspielte Stammgebilde, welche jede Pflanze zum individuellen und unverkennbaren Einzelstück machen.

Das lebhafte Stammbild harmoniert wunderbar mit der typisch malerisch ausladenden Krone. Die vielen Äste der Krone bieten dir wunderbar Platz für hängende Dekorationen.

Durch eine geschickt platzierte Beleuchtung erscheint die nächtliche Parrotia persica wie aus einem Zauberwald entsprungen.

Egli Grün Gartenbau Pool bei Nacht

Was passt zu Parrotia persica?

Wie bereits erwähnt, ist Parrotia persica ein Flachwurzler und braucht darum Begleitstauden mit ganz besonderen Eigenschaften. Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Wenn du lieber selber wählen möchtest, habe ich dir geeignete Pflanzen in einem separaten Beitrag schon mal zusammengetragen und hübsch bebildert.

Hier gehts zum Beitrag über Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

Bei mehrstämmigen Exemplaren empfehle ich dir niedrig wachsende Stauden zu wählen, damit das interessante Stammbild nicht verdeckt wird!

Parrotia persica für die Vase

Auch die Parrotia persica eignet sich, wie Cornus mas und viele andere Blütengehölze, für die Vase. Die Zweige sollten ca. 20 Tage vor der gewünschten Blüte geschnitten werden. Sie müssen allerdings schon mal dem Frost ausgesetzt gewesen sein, sonst gehen die Knospen nicht auf. Wenn du die Zweige in eine Vase mit warmem Wasser stellst, bringt sie das etwas schneller zum Blühen.

Achte auch hier darauf, nicht zu grosse Zweige abzuschneiden, da die Parrotie starke Rückschnitte nicht gut verträgt.

Parrotia persica für Allergiker geeignet?

Die Blüten der Parrotia persica sind zwittrig aufgebaut. Sie werden sowohl durch Fluginsekten als auch mittels Windbestäubung befruchtet.

Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

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Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

Suchst du passende Begleiter für einen sogenannten Flachwurzler? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig! Hier habe ich nämlich eine schöne Sammlung von Pflanzen angelegt, welche mit den speziellen Anforderungen an diesem Standort prima klar kommen.

Durch das dichte Wurzelwerk im Oberboden bleiben nicht mehr viel Wasser und Nährstoffe übrig. Geeignete Begleiter für eine Randbepflanzung müssen gut mit Trockenheit zurechtkommen. Dies gilt insbesondere für die Unterpflanzung von grösseren Exemplaren mit ausladender Krone, wo fast kein Wasser hinkommt. Zudem ist hier eine gute Schatten-Toleranz wichtig. Das macht die Auswahl von geeigneten Pflanzen etwas schwieriger als bei Gehölzen mit tieferliegenden Wurzeln. Sicherlich wirst du aber in dieser umfassenden Zusammenstellung etwas Passendes finden.

Zu kompliziert? Gerne können wir die Auswahl und Bepflanzung auch für dich übernehmen. Melde dich einfach über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Wähle mit Bedacht

Eine sorgfältige Auswahl und Verteilung von verschieden Blüh- und Blattschmuck-Stauden zahlt sich aus. Auch ein Arrangement von Pflanzen mit verschieden farbigen Blättern kann ein Hingucker sein.

Stehle kleineren Exemplaren und niedrigen Hecken nicht die Show mit zu hohen Stauden!

Willst du Früchte ernten, sollten die Stauden den Zugang zum Gehölz nicht versperren!

Zur Unterpflanzung von ausladenden Kronen

Diese Pflanzen vertragen viel Schatten und Trockenheit und sind daher besonders zur Unterpflanzung von grossen Gehölzen geeignet. Du kannst sie aber auch für kleinere Kronen und Randbepflanzungen verwenden.

Elfenblume (Epimedium)
Elfenblume
(Epimedium)
Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum 'Spessart')
Balkan-Storchschnabel
(Geranium macrorrhizum)
Pilzkopf-Segge 'The Beatles'
Pilzkopf-Segge ‹Beatles›
(Carex caryophyllea)
Gelber Lerchensporn (Corydalis lutea)
Gelber Lerchensporn
(Corydalis lutea)
Kaukasus-Vergissmeinnicht
Kaukasus-Vergissmeinn.
(Brunnera macrophylla)
Knotiger Storchschnabel (Geranium nodosum)
Knotiger Storchschnabel
(Geranium nodosum)
Vogelfuss-Segge (Carex ornit. Varigeta)
Vogelfuss-Segge
(Carex ornit. Varigeta)
Purpur-Wolfsmilch
Purpur-Wolfsmilch
(Euphorbia ‹Purpurea›)
Golderdbeere (Waldsteinia ternata)
Golderdbeere
(Waldsteinia ternata)
Waldscheinmohn (Meconopsis cambrica)
Waldscheinmohn
(Meconopsis cambrica)
Berg-Segge (Carex montana)
Berg-Segge
(Carex montana)
Schnee-Marbel (Luzula nivea)
Schnee-Marbel
(Luzula nivea)

Zur Randbepflanzung

Diese Pflanzen vertragen Trockenheit und Halbschatten. Du kannst sie auch für die Unterpflanzung von nicht zu ausladenden Kronen verwenden. Wenn du sie unter ausladenden Kronen pflanzen möchtest, wirst du sie zusätzlich wässern müssen.

Sommer-Waldaster (Aster Divaricatus)
Sommer-Waldaster (Aster Divaricatus)
Purpurglöckchen (Heuchera)
Purpurglöckchen
(Heuchera ‹Leuchtkäfer›)
Gold-Funkie (Hosta 'August Moon')
Gold-Funkie
(Hosta ‹August Moon›)
Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana)
Blaublatt-Funkie
(Hosta sieboldiana)
Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum)
Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum)
Purpurglöckchen 'Cherry Cola'
Purpurglöckchen
(Heuchera ‹Cherry Cola›)
Weissrand-Funkie (Hosta patriot)
Weissrand-Funkie
(Hosta ‹patriot›)
Herbst-Anemone
Herbst-Anemone
(Anemone ‹Robustissima)
Wald-Windröschen (Anemone sylvestris)
Wald-Windröschen (Anemone sylvestris)
Purpurglöckchen 'Pink Panter'
Purpurglöckchen
(Heuchera ‹Pink Panter›)
Grünrand-Funkie (Hosta stained glass)
Grünrand-Funkie
(Hosta ’stained glass›)
Farn
Tüpfel-Farn
(Polypodium vulgare)

Für die ‹kahle› Jahreszeit

Vergiss bei der Bepflanzung nicht die Zwiebelpflanzen und Frühblüher, resp. Winterblüher. Sie sind sowohl für die Randbepflanzung als auch für die Unterpflanzung geeignet.

Christrose
Christrose
(Helleborus niger)
Frühlings-Alpenveilchen
(Cyclamen coum)
Buschwindröschen
(Anemone nemorosa)
Zierlauch
(Allium)
Schneeglöckchen
(Galanthus)
Traubenhyazinthen
(Muscari)
Balkan-Buschwindröschen
Blaue Balkan-Anemone
(Anemone blanda)
Wild-Tulpe
Wild-Tulpe
(Tulipa praestans)
Krokus
(Crocus)
Hasenglöckchen
Hasenglöckchen
(Hyacinthoides)
Bärlauch
Bärlauch
(Allium ursinum)
Duft-Veilchen
Duft-Veilchen
(Viola odorata)

Blumenzwiebeln
immer in
Gruppen
pflanzen!

Der Herbst ist die perfekte Pflanzzeit!

Wenn du Pflanzarbeiten in der Nähe von Gehölzen erledigen möchtest, ist der Herbst die perfekte Jahreszeit dafür. Die Vegetationsphase ist nun beendet und die Bäume und Sträucher stellen ihr Wachstum bis zum nächsten Frühling ein. In dieser Zeit entziehen sie dem umliegenden Boden nicht mehr so viel Wasser und Nährstoffe, besonders dann wenn auch die Blätter gefallen sind. So haben die neuen Pflänzchen die bestmöglichen Bedingungen, Wurzeln zu schlagen und können im nächsten Frühling gestärkt in die neue Vegetationsphase starten. Im ersten Jahr nach der Pflanzung solltest du die Stauden aber noch mit zusätzlichen Wassergaben unterstützen. Danach sollten sie, ausser in langen Trockenperioden, gut ohne deine Hilfe klar kommen.

Viel Spass beim Planen und Pflanzen!

Julian

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Cornus mas / Kornelkirsche

Cornus mas / Kornelkirsche

Lieblingspflanze von Julian Baldrin

Hallo! Ich bin es, dein Julian Baldrin. Wie versprochen lüfte ich heute das Geheimnis und stelle dir meine Lieblingspflanze vor. Leider ist dieser grossartige Strauch in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Ich hoffe, dass meine Zeilen hier dazu beitragen, dass er wieder etwas an Bekanntheit gewinnt. Mich begeistert er auf jeden Fall immer wieder aufs Neue mit seinen vielen Vorzügen!

Heitere Gartengrüsse
Julian

Sicher ist er dir diesen Frühling auch in vielen Gärten und öffentlichen Anlagen aufgefallen. Vor den meisten anderen Pflanzen schickte er einen zarten Frühlingsgruss mit seinen filigranen und puscheligen gelben Blüten.

Vielleicht hast du beim näheren Betrachten auch bemerkt, dass es im ganzen Strauch summt und brummt?

Er bietet nämlich Nahrung für die ersten Bienen und Hummeln, die nach den langen Wintermonaten gierig nach früh blühenden Pflanzen suchen.

Bei dieser geheimnisvollen und etwas in Vergessenheit geratenen Schönheit handelt es sich um ein einheimisches Gehölz mit dem botanischen Namen „Cornus mas“. Vielleicht vermutest du es bereits – er hat natürlich noch mehr wunderbare Eigenschaften, die ihn so beliebt machen. Bereits sein umgangssprachlicher Name „Kornelkirsche“ verrät, dass da noch Früchte zu erwarten sind.

Trotz des Namens und ihrer essbaren, aber ziemlich sauren Stein-Früchte, ist die Kornelkirsche weder mit der Süsskirsche noch mit der Sauerkirsche verwandt und gehört zur Familie der Hartriegel. Da Blüten und Früchte des Cornus mas bei vielen Wildtieren eine beliebte Nahrungsquelle sind und er ebenfalls gerne als Nistplatz genutzt wird, nennt man ihn vielerorts auch „Tierlibaum“. In ganz Europa ist er noch unter vielen weiteren Namen bekannt – ein Hinweis darauf, wie beliebt er früher einmal war.

Kornelkirschen / Früchte Cornus mas

Nach der wunderschönen gelben Blüte im zeitigen Frühjahr folgen eiförmige grüne Blätter. Ungefähr ab Mitte August bis anfangs Oktober reifen dann seine glänzenden Steinfrüchte. Diese sind, wie alle übrigen Pflanzenteile, völlig ungiftig für Mensch und Tier.

Kornelkirschen sind sogar äusserst gesund – nur schon ihr Gehalt an Vitamin C stellt die Zitrone ziemlich in den Schatten!

Wenn die Temperaturen sinken, verfärbt sich das Laub herrlich gelb bis rotorange.

Im Winter ist der Cornus mas mit seiner braunen Rinde dann eher unscheinbar.

Zu langweilig? Er lässt sich auch prima mit Christbaumkugeln oder einer Weihnachtsbeleuchtung schmücken.

Herbstlaub Cornus mas

Bist du erst jetzt so richtig neugierig geworden? Dann findest du hier noch weitere spannende Infos zu diesem vielseitigen Gehölz.

Steckbrief Cornus mas / Kornelkirsche

Grösse: 6 bis 8 Meter
Wuchs: langsam, 10 – 20 cm pro Jahr
Wuchsform: buschig, ausladend
Stammform: mehrstämmig
Pflanzenart: Gross-Strauch/Kleinbaum
Wurzeltyp: sehr feine Flachwurzeln (nah an der Oberfläche)
Blatt: grün, eiförmig
Blüte: gelb
Blütezeit: Februar/März
Frucht: Steinfrucht, essbar, säuerlich-herb
Giftigkeit: alle Pflanzenteile ungiftig
Familie: Hartriegel
Insektenfreundlichkeit: Ja
Schnittverträglichkeit: sehr gut
Frosthärte: sehr gut
Standort: sonnig – halbschattig
Boden: eher trocken, durchlässig, nährstoff- und kalkreich
Verwendung: Solitär, Formgehölz, Hecken, Sichtschutz, Hochstamm, Böschungsbefestigung, Wildnährpflanze, Wildobst

Superfood Kornelkirsche

Schon die berühmte Klosterfrau Hildegard von Bingen (1098 – 1179) wusste die Kornelkirsche gegen Gicht und Magenbeschwerden einzusetzen.

Nebst einem sehr hohen Gehalt an Vitamin C (einiges mehr als eine frische Zitrone!) enthält die Kornelkirsche Pektin, Fruchtzucker, Anthocyan, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin A und B, Kalium, Eisen, Kalzium und Magnesium.

Richtiger Superfood also, der gerade als Wildobst eine Renaissance erlebt.

Wildobst Kornelkirsche

Kann man Kornelkirschen roh essen?

Da Kornelkirschen ziemlich sauer sind, werden sie zwar meist zu gesüssten Speisen weiterverarbeitet, man kann sie aber ohne Bedenken roh essen. Ihr Geschmack erinnert etwas an Sauerkirsche oder Sanddorn. Wenn du die Früchte gerne roh geniessen möchtest, solltest du Sorten mit geringerem Säuregehalt wählen. Als Tafelobst bietet sich z.B. die Sorte ‚Jolico‘ an. Bei dieser sind auch die Früchte grösser, jedoch entwickelt sich die Wuchsform weniger schön als beim herkömmlichen Cornus mas.

Auf jeden Fall solltest du die Früchte gut ausreifen lassen, da sie dann den höchsten Zuckergehalt haben.

Sie sollten dunkelrot, ja fast schwarz sein.

Wenn man auf die Kirsche drückt, sollte sofort Saft austreten.

Die Ernte ist einfach: Ein grosses Tuch unter den Strauch legen, kräftig schütteln und dann die abgefallenen Früchte einsammeln. Dazu würde ich jedoch lange Ärmel und Handschuhe tragen, denn einige Menschen verspüren nach Hautkontakt mit den Blättern der Kornelkirschen einen Juckreiz an der betroffenen Stelle.

Wie verwendet man Kornelkirschen?

Dank ihres herbsäuerlichen Geschmacks sind Kornelkirschen vor allem als Konfitüren, Saft oder Kompott bekannt und sehr beliebt. Wenn du es etwas exotischer magst, kannst du sie aber auch mal zu einem Chutney verarbeiten. Das Internet hält viele spannende Rezepte für Kornelkirschen bereit.

Apéro-Kornelkirschen

Julians Geheimtipp:

Überrasche deine Gäste mit selbst gemachten Apéro-Kornelkirschen als Olivenersatz. Natürlich kannst du sie auch alleine in einer lauschigen Ecke deines Gartens geniessen.

Dazu solltest du aber die noch nicht ganz reifen Früchte verwenden.

Wie das geht, erfährst du in diesem Rezept von Betty Bossi, das ich dir herausgesucht habe.

Im Tirol wird aus den Früchten der beliebte „Dirndl-Schnaps“ gemacht. Die getrockneten Kerne wurden früher auch häufig als Kaffee-Ersatz verwendet.

Wie gross wird Cornus mas?

Mit einer maximalen Höhe von 6 bis 8 Metern und einer fast ebensolchen Breite ist der Cornus mas ein sehr stattliches Exemplar unter den Sträuchern und gilt daher als Grossstrauch oder Kleinbaum. Da er meist mehrere Stämme sowie ein schönes Stammbild mit ausladender Krone aufweist, wird er gerne als Solitärpflanze in Gärten oder Parks verwendet.

Cornus mas ausgewachsen

Cornus mas kann weit über 100 Jahre alt werden. Auf monumentaltrees.com wurde gar ein Exemplar registriert, welches über 830 Jahre alt sein soll und in Padova (IT) steht. Ebenfalls auf dieser Seite ist zu lesen, dass es in Ungarn einen Cornus mas mit einem Stammdurchmesser von über 3,5 Metern geben soll.

Kann man Cornus mas klein halten?

Cornus mas ist sehr schnittverträglich und wird daher auch sehr gerne als Hecke verwendet. Mit einem jährlichen Wachstum von nur ca. 10 – 20 cm gehört er zu den langsam wachsenden Gehölzen. Ausser bei Form-Hecken solltest du daher mit einem zu starken Rückschnitt vorsichtig sein und niemals bis ins alte Holz schneiden. Blüten und somit auch Früchte werden nur am einjährigen Holz gebildet, d.h. nur an den Zweigen, welche in der vergangenen Saison gewachsen sind.

Niedrige Hecken zwischen Einfahrten von Reihenhäusern.
Breite niedrige Hecke als Absturzsicherung vor der Terrasse.

Cornus mas ist also keinesfalls nur als imposante Solitärpflanze geeignet, auch als Solitär kann er klein gehalten werden. Sogar als hübsch kugelförmige Kunstwerke, stattlicher Bonsai oder als einstämmig gezogener Baum ist er zu finden. Genau ein solches Exemplar steht schon seit vielen Jahren direkt vor dem Tor unseres Schaugartens. Ist er dir noch nie aufgefallen? Dann komm uns doch wieder mal besuchen und sehe ihn dir bei dieser Gelegenheit genauer an.

Wann schneidet man Cornus mas?

Dazu musst du erst mal entscheiden, ob du eher die Blüte fördern oder vor allem die leckeren Früchte ernten möchtest. Denn der Schnittzeitpunkt ist davon abhängig.

Bei Frühblühern erledigst du die Schnittarbeiten vorzugsweise gleich nach der Blüte, da die neuen Blüten-Knospen bereits im folgenden Sommer gebildet werden. Bei einem Schnitt im Herbst oder Winter würdest du somit auch viele Knospen entfernen.

Steinobst jedoch schneidest du direkt nach der Ernte. Würdest du es nach der Blüte schneiden, wären dann ja auch viele Früchte futsch…

Welchen Standort / Boden mag Cornus mas?

Cornus mas fühlt sich sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten wohl. Möchtest du möglichst viele und süssere Früchte ernten, wähle aber einen möglichst sonnigen und warmen Standort. Grundsätzlich ist der genügsame Geselle mit einem normalen durchlässigen Boden zufrieden.

Cornus mas
verträgt keine
Staunässe!

Der perfekte Boden ist eher trocken, gut durchlässig sowie nährstoff- und kalkreich. Cornus mas toleriert aber auch leicht saure, etwas feuchtere Böden.

Auch in grösseren Kübeln kann der Cornus mas gedeihen. Weil er seine Flachwurzeln dicht unter der Oberfläche ausstreckt, besteht im Kübel jedoch schneller die Gefahr von Austrocknung. Daher musst du immer auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.

Verwendung von Cornus mas?

Was für ein Alleskönner! Nicht nur fast ganzjährig eine Augenweide, Superfood und Wildnährpflanze – er kann auch noch vielseitig eingesetzt werden. Da Cornus mas nicht so schnell wächst, ist er vorwiegend als Solitärgehölz – auch für kleine Gärten – beliebt. Sehr häufig wird er dank seinem kompakten Wuchs aber auch als Form- oder Wildhecke und Sichtschutz genutzt. Dank seines äusserst fein verzweigten Wurzelwerks in der Nähe der Oberfläche eignet sich die Kornelkirsche zudem hervorragend als Böschungsbefestigung.

Cornus mas vs. Forsythie

Der einheimische Cornus mas gewinnt das Rennen gegen die exotische Forsythie! Er bietet Pollen und Nektar für Insekten und im Herbst sogar Beeren für Mensch und Tier.

Die Forsythie lockt mit ihren meist sterilen Blüten viele Insekten an, die in den leuchtenden Kelchen vergeblich nach Nahrung suchen. Dadurch werden sie unnötig geschwächt.

Was passt zu Cornus mas?

Wie bereits erwähnt, ist Cornus mas ein Flachwurzler und braucht darum Begleitstauden mit ganz besonderen Eigenschaften. Gerne übernehmen wir für dich die Auswahl und Bepflanzung. Du erreichst uns über unser Kontaktformular, 071 969 55 77 oder [email protected].

Wenn du lieber selber wählen möchtest, habe ich dir die geeignetsten Pflanzen in einem separaten Beitrag schon mal zusammengetragen und hübsch bebildert.

Hier gehts zum Beitrag über Begleitstauden für flachwurzelnde Gehölze

Cornus mas in der Vase

Auch als Frühlingsdeko in der Vase oder als Mitbringsel bei Besuchen machen sich die blühenden Zweige sehr hübsch. Zeitig vor der Blüte geschnitten solltest du die Zweige in eine Vase mit warmem Wasser stellen, das bringt sie schneller zum Blühen.

Cornus mas für Allergiker geeignet?

Da die Blüten des Cornus mas durch Fluginsekten bestäubt werden und nicht mittels Windbestäubung, können auch Allergiker sich über den Frühlingsgruss freuen.

Gewusst? Je auffälliger die Blüten einer Pflanze, umso allergieärmer sind sie.

Auffällige Blüten werden von Bienen angeflogen und haben daher sehr klebrige Pollen, die nicht so leicht verwehen. Unauffällige Blüten sind meist auf Windbestäubung angewiesen und haben daher ein viel höheres Allergiepotential.

Bei den Blättern des Cornus mas sieht es allerdings wieder anders aus. Hier reagieren einige Menschen mit Juckreiz auf Hautkontakt.

Für
Schnitt und Ernte
immer lange Ärmel
und Handschuhe
tragen.

(Fun-)Facts

Das Holz des Cornus mas ist so schwer, dass es im Wasser untergeht. Da es auch besonders hart ist, wurde es früher gerne für Spazierstöcke, Werkzeugstiele und Leitersprossen verwendet.

Trojanisches Pferd

Auch Mythen und Legenden ranken sich um die Kornelkirsche.

Demzufolge soll gar das Trojanische Pferd aus dem Holz des Cornus mas gezimmert worden sein.

Es wird sogar berichtet, dass Romulus als Zeichen der Gründung Roms um 753 v. Chr. auf dem Palatinischen Hügel seine Lanze in die Erde rammte. Diese schlug Wurzeln und wuchs zu einer mächtigen Kornelkirsche heran, die noch in der Kaiserzeit zu bestaunen gewesen sei.

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Ein anspruchsvoller Gartenbewohner

Ein anspruchsvoller Gartenbewohner

Hallo liebe Gartenfreunde!

Darf ich mich vorstellen? Ich bin anspruchsvoller Gartenbewohner und Gartengeniesser und stamme aus einer langen Linie von Gartenexperten. Das macht mich zur perfekten Ergänzung des Egli Grün-Teams, wo ich seit 2012 erfolgreich als Leiter PR und Marketing tätig bin.

Mein Name ist Julian Baldrin.

Wenn die Vögel wieder zwitschern, lüfte ich gerne bei einem kleinen Frühlingsrundgang durch unseren Schaugarten den Wintermief aus meinem Beanie. Wohl genetisch bedingt liebe ich es, zu sehen, was da schon alles spriesst und dabei den Garten mit offenen Augen und Ohren wahrzunehmen. Da ich mich dabei gerne diskret im Hintergrund halte, sehe und höre ich jeweils so einige interessante Dinge. Zum Beispiel habe ich letztens zufällig mitbekommen, wie sich einige Arbeitskollegen über ihre Lieblingspflanzen unterhalten haben. Daraus entstand spontan meine neuste Idee, die mein Chef natürlich total super fand.

Ab sofort werde ich jeden Monat die Lieblingspflanze eines Egli Grün-Teammitglieds vorstellen und dazu auch noch einige nützliche Experten-Tipps weitergeben.

Dies ist für mich die perfekte Möglichkeit, meinen Sinn für Ästhetik und unser wertvolles Familienwissen mit gartenbegeisterten Menschen, wie dir, zu teilen. Daher gehe ich mit gutem Beispiel voran. Schon in ein paar Tagen verrate ich hier exklusiv, was mich an meiner Lieblingspflanze so fasziniert.

Sei gespannt
auf eine farbenprächtige
Wiederentdeckung –
Gaumenfreude
inklusive!

Weil keine Jahreszeit passender für einen Neuanfang ist als der Frühling, kommt zusätzlich neu zu jeder der 4 Jahreszeiten ein spannender Saison-Tipp von mir.

Heitere Gartengrüsse
dein Julian

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Schweizer Pflanzen für Terrasse und Garten

Schweizer Pflanzen für Terrasse und Garten

Ob in der Stadt oder auf dem Land, die Freizeit verbringen wir im Sommer am liebsten draussen, auf der Terrasse oder im Garten. In Gesellschaft von Familie oder Freunden und umgeben von Pflanzen und duftenden Blüten kann man auch zuhause abschalten und geniessen. Unabhängig von Ort, Grösse oder Stil lässt sich jeder Aussenraum in eine erholsame, grüne Oase verwandeln.

Im urbanen Raum sind Dachterrassen, Balkone und Sitzplätze geradezu geschaffen dafür, der Hektik des Alltags und dem Betongrau wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen. Schon ein Blick nach draussen, auf die grüne Terrasse, ist wohltuend und inspirierend.
Das Auge schweift über die verschiedenen Strukturen und Farben der Pflanzen, die je nach Art und Grösse Insekten anziehen, farbenfrohe Schwerpunkte darstellen oder einfach durch den Duft erfreuen.

Fröhliche Blütenpracht in der Stadt ….

Die Vorfreude wächst, eine Pause oder den Abend in der eigenen kleinen Oase zu geniessen. Einige kleinere Pflanzen in trendigen Übertöpfen auf dem Tisch – z.B. Edelweiss, Schleierkraut, Mittagsblume oder Reiherschnabel – laden ein, sich zu setzen und sie genauer zu betrachten. Auf dem Sofa sitzend sind die grösseren blühenden Säntispracht-Pflanzen, wie das Schmuckkörbchen, die Prachtkerze, die Margerite und all die anderen, noch eindrücklicher und spannender als von weitem. Die Bienen und Schmetterlinge, welche die Blüten des Argentinischen Eisenkrauts, des Blutweiderichs oder des Salbeis besuchen, lassen sich hautnah beobachten. – Und das alles inmitten der Stadt, auf einigen wenigen Quadratmetern. Mit etwas Fantasie und tollen Pflanzen, entstehen ganz persönliche Oasen. Besonders sticht die Prachtkerze (Gaura) hervor. Durch den buschigen, kugelförmigen Wuchs und den schmetterlingsförmigen rosa Blüten wird sie zum farbigen Highlight, das wochenlang blüht.

…. und zauberhafter Charme auf dem Land

Wer ländlicher wohnt, sollte unbedingt die vorhandenen Strukturen in die Gestaltung seines kleinen Paradieses mit einbeziehen, die Büsche und Sträucher im Hintergrund, die Wiese, das Spiel von Licht und Schatten unter dem alten Kirschbaum usw. Die blühenden Säntispracht-Pflanzen – die grösseren, die der Szenerie Atmosphäre und Halt vermitteln, genauso wie die kleinen auf dem Tisch – kommen in diesem ländlichen Kontext in natürlich wirkenden Gefässen am besten zu Geltung.  

Eine Dekoration fürs ungezwungene Sommerfest im natürlichen Garten darf ruhig auch mit rustikalen Charme auftreten.
Tipps für eine unkomplizierte Tischdekoration finden Sie auch in unserem Blog ‹Einladende Tischdekoration›

Anita Egli, Egli Grün

«Säntispracht» – Pflanzen
die echte Schweizer Marke

Wie auch immer eine Terrasse, ein Balkon oder ein Garten gestaltet werden, Pflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle. Entscheidend ist deshalb, dass die Pflanzen nicht nur schön sind; sie sollen auch gesund und robust sein, gut gedeihen und blühen und natürlich umweltschonend und möglichst in der Schweiz produziert werden. In einem innovativen Betrieb im Kanton St. Gallen, am Fusse des Säntis auf gut 700 m Höhe, gedeihen genau solche Pflanzen. Wie es sich für «echte Schweizer» gehört, verbringen die «Säntispracht»-Pflanzen – so der Markenname – die meiste Zeit ihrer Wachstumsphase im Freien, wo sie lernen, allen Witterungsbedingungen zu trotzen, um später bei den Kunden robust weiterzuwachsen. «Wir haben uns zudem zum Ziel gesetzt, unsere Pflanzen möglichst umwelt- und ressourcenschonend zu produzieren», erzählt der Betriebsinhaber von «Säntispracht». So kann z.B. weitgehend auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden und die Pflanzen werden mit gesammeltem Regenwasser gegossen. Auf kürzestem Weg gelangen die fertigen Pflanzen aus dem St. Gallischen in Fachbetriebe in der ganzen Schweiz.

«Säntispracht»
Pflanzen dieser Marke
erhalten Sie in unserem
Blumenladen.

Nicht nur für einen Sommer

Verschiedene Pflanzen des «Säntispracht»-Sommersortiments sind mehrjährig und winterhart. Das bedeutet, die Pflanzen können über den Winter draussen bleiben. Nebst den «Säntispracht»-Pflanzen finden Sie in unserem Blumenladen auch weitere, mehrjährige und winterharte, Stauden, welche gerade Saison haben.

Welche Pflanzen winterhart sind und welche nicht, darüber informieren wir Sie gerne persönlich bei Ihrem nächsten Besuch bei uns in Sirnach.

Die Marke «Säntispracht» bedeutet

  • von A bis Z in der Schweiz produzierte Pflanzen          
  • ressourcenschonende Kultur
  • robuste und pflegeleichte Pflanzen, die lange Freude bereiten
  • ein vielfältiges Sortiment für Gartenfreunde, Balkon- und Terrassengeniesser

Mehr Infos zu «Säntispracht»

Die tollen Bilder und Inhalte wurden uns von «Säntispracht» zur Verfügung gestellt. Wenn Sie noch mehr über diese Schweizer Marke erfahren wollen gibt es diese direkt hier.

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Kohle, Gas oder Feuer: Welcher Grill passt zu mir?

Kohle, Gas oder Feuer: Welcher Grill passt zu mir?

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen: der Frühling steht vor der Tür. Und damit verbunden auch das Verlangen, mehr Zeit im eigenen Garten zu verbringen und endlich wieder den heiss geliebten Grill einzuheizen. Und vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit, den alten Grill durch einen neuen zu ersetzen? Hier eröffnen sich viele ungeahnte Möglichkeiten und Varianten – die Auswahl ist entsprechend gross. Doch welcher Grill passt schliesslich zu mir? Die Entscheidung ist gar nicht so einfach. Wir helfen in diesem Blog gerne mit ein paar nützlichen Tipps und Anregungen weiter. 

Gasgrill – schnell, universell und „cheibe praktisch“

Mit einem Gasgrill kann man grundsätzlich nicht viel falsch machen. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Varianten, geeignet für Solo-Griller wie auch für passionierte Gastgeber, die gerne Gartenpartys mit mehreren Personen schmeissen. Der Gasgrill ist praktisch, in kürzester Zeit auf die gewünschte Temperatur gebracht, pflegeleicht im Unterhalt und kann auch mal schnell über den Mittag für eine Grillwurst eingeheizt werden. Dass man bei dieser Art von Grill mit Gas in Kontakt kommt, macht aber auch einige Leute skeptisch… Wer das herkömmliche Feuer als die sicherere Variante betrachtet, oder auch das Erlebnis hinter dem Grillieren sucht – das Feuer, die Atmosphäre, den Rauchgeschmack und auch das urtümliche Gefühl des Feuermachens, ist mit einem Gasgrill eher falsch bedient. In diesem Fall wählt man besser einen Holzkohlegrill oder eine Feuerschale. Auch für Blitzgriller gibt es inzwischen einige Hilfsmittel, um mit diesen Grillarten schnell und unkompliziert sein Grillgut zu brutzeln. 

Wer es gerne schnell und unkompliziert hat, ist mit einem Gasgrill bestens bedient.  

Keramikgrill oder das grosse grüne Ei – Atmosphäre und Rauchgeschmack 

Beim Keramikgrill feuert man mit Kohle, reguliert anschliessend die Hitze mit Lüftungsschlitzen und kann so die gewünschte Temperatur für das Grillgut perfekt einstellen und über Stunden halten. Eine noch speziellere Geschmacksnote erreicht man durch das Räuchern mittels Zugabe von sogenannten Chips oder Chunks. Das sind kleine Schnipsel oder grössere Holzstücke verschiedener Holzsorten, wie z.B. Kirsche, Apfel oder Hickory. So hat sogar der Nachbar Freude am feinen Rauchgeschmack.  

Mit dem Big Green Egg – einem professionellen Keramikgrill – gibt es seit geraumer Zeit eine Alternative zum herkömmlichen Kohlegrill, welcher sogar in Sterneküchen zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zum Gasgrill braucht es aber für diese Art des Grillierens einiges mehr an Zeit und „Grillleidenschaft“. Wer das „Ei“ im Griff hat, muss sich auch keine Gedanken um eine störende Rauchentwicklung machen. 

Möchte man in die Profiliga des Grillierens einsteigen, kommt man um den Keramikgrill nicht herum. Ob Brot, Pizza, Pulled Pork, Niedergarbraten, Steaks, Wurst oder Gemüse – mit etwas Übung und Erfahrung entstehen im Nu fantastische Grillkreationen. 

Ob auf Balkon, Terrasse oder im Garten, das Big Green Egg lässt keine Wünsche offen und ersetzt praktisch eine ganze Outdoor-Küche. Auf dem Big Green Egg kann nicht nur gegrillt werden, der Grill eignet sich mit dem passenden Zubehör auch hervorragend zum Kochen von Gratins, Aufläufen, Desserts, Beilagen und vielem mehr. Für Inspirationen dazu bieten wir spannende Grillkurse in unserem Schaugarten an. Die Kurse können online auf unserer Webseite gebucht werden (siehe unten). 

Möchte man die Grillleidenschaft etwas mehr ausleben, ist der Keramikgrill die richtige Wahl. Eingeheizt wird mit Holzkohle, die gewünschte Temperatur wird über die Luftzufuhr reguliert und mittels Räucherholz wird dem Gargut eine Extranote verliehen. 

Feuerring  der exklusive Grillevent im Garten 

Dass Feuer uns irgendwie magisch anzieht und eine spezielle Atmosphäre und Geborgenheit hervorzaubert, ist seit unseren steinzeitlichen Vorfahren fest in uns verankert. Mit einem Feuerring bringt man genau dieses Gefühl wieder in den eigenen Garten. Eigentlich nicht direkt mit den herkömmlichen Gas- oder Keramikgrills vergleichbar, ist der Feuerring sicherlich die kreativste Art zu grillieren. Das offene Feuer schafft ein unverwechselbares Ambiente und die Essenszubereitung wird so zum Erlebnis unter Freunden und Gästen. Der Umgang mit dem Feuerring ist schnell erlernt, dazu bieten wir ebenfalls hilfreiche Kurse an. Neue Inspirationen sorgen für ein spannendes Grillerlebnis und den ungezwungenen Umgang mit dem offenen Feuer.  Sie können kreative Grillkreationen zaubern und gleichzeitig die unverwechselbare Lagerfeuerstimmung geniessen. Damit beschränkt sich die Grillsaison nicht weiterhin auf die warmen Monate sondern dauert rund ums Jahr.

Der Feuerring ist aber nicht nur eine hochwertige Feuer- und Grillstelle – vielmehr ist er auch ein ästhetisches Design- und Gestaltungselement und wird von Egli Grün gerne passend in den Wohngarten integriert. 

Hinweis; In unserem Schaugarten finden Sie eine grosse Auswahl an Big Green Eggs und Feuerringmodellen. Lassen sich von den verschiedenen Möglichkeiten inspirieren. Wir stehen ihnen gerne mit einer kompetenten Beratung und unserem Know-How zur Seite. 

Nicht nur als dekoratives Element bereichert ein Feuerring den Garten, auch das Happening des Grillierens nimmt mit dem Feuerring neue Dimensionen an. 

Besuchen Sie
unsere Grillkurse

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Einladende Tischdekoration

Einladende Tischdekoration

Ein frischer Blumenstrauss auf dem Tisch zieht die Blicke auf sich und entfaltet bei Gästen eine besonders einladende Wirkung. Mit einfachen Elementen und Freude am Gestalten lässt sich eine wunderschöne Tischdeko zaubern. Die Stile reichen von verträumt romantischem Vintage bis zur minimalistischen Modernität. Mit einer auf die Umgebung abgestimmten Tischdeko, erhält der Raum eine persönliche Note, die harmonisch ins Gesamtbild passt.

Eine florale Tischdeko ist ein aufeinander abgestimmtes Gesamtwerk, das die Umgebung geschickt mit einbezieht.

Anita Egli

Damit die Tischdekoration perfekt zur Geltung kommt, messen wir von Egli Grün der unmittelbaren Umgebung besondere Aufmerksamkeit bei. So macht es einen Unterschied, ob draussen ein Gartentisch oder im Haus der Esstisch dekoriert wird. Während Sie drinnen Ihren Tisch beispielsweise mit Blütenblättern dekorieren können, empfiehlt sich dies bei einem Gartentisch abhängig von den jeweiligen Windverhältnissen weniger.

Auch die Platzverhältnisse, die Farbe des Tisches und die räumliche Stilrichtung spielen eine grosse Rolle.

Ist der Platz auf dem Tisch beschränkt, können auf einer kleinen Etagere Blumen und andere Dekorationselemente platzsparend drapiert werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich die Höhe zu Nutze machen und so trotzdem angenehm viel Platz auf dem Tisch für Sie und Ihre Gäste bleibt. Besonders harmonisch wirkt es, wenn Sie die Stühle oder die Beleuchtung in das kunstvolle Ensemble miteinbeziehen und im gleichen Stil dekorieren. Selbst eine einzelne Blume im Serviettenring macht einen entscheidenden Unterschied und kann Ihre Tischdeko als Ganzes aufwerten.

Weniger ist Mehr – es braucht nicht viel für eine persönliche Note

Ob Blüten, Blätter oder Fruchtstände: Blumen sind beliebte Dekorationselemente

Eine wunderschöne Tischdeko lebt von Blumen. Rosen, Dahlien und Orchideen sind besonders beliebt. Selbstverständlich lassen sich auch aus anderen Blumen wunderbare Dekorationen zaubern. «Wildblumen» und Gräser zum Beispiel lassen ein natürliches Wiesenflair in den Raum einziehen, während üppige «Gartenblumen» einen eher rustikalen Charme ausstrahlen und auf einem Holztisch besonders gut zur Geltung kommen.

Blütenblätter oder kleine Streublüten lassen sich bestens zwischen den Hauptakteuren verteilen. Dies lässt die einzelnen Elemente, auf einen bildschönen Blütenteppich gebettet, als Gesamtkunstwerk erscheinen.

Es müssen jedoch nicht immer Blumen sein. Auch Kräuter lassen sich kreativ in Szene setzen, sorgen mit ihrem angenehmen Duft zudem für einen Hauch von kulinarischer Frische.

Jede Jahreszeit sorgt wiederum für spannende Kombinationsmöglichkeiten. So bieten sich jetzt im Herbst nebst Blumen viele verschiedenen Fruchtstände, trockene Blüten und farbige Blätter zur Verwendung an. Einige Efeuranken, dazu Hagebuttenzweige und «Lampion»-Früchte auf den Tisch gelegt, dazwischen Gläsli mit Teelichtern verteilt: eine solche Dekoration benötigt wenig Platz, ist sehr schnell arrangiert und dennoch wirkungsvoll.

Stilvolle Gestaltung mit Schalen, Gläsern und Kerzen  

Frische Blumen sehen natürlich auch allein für sich apart aus. Eine geschmackvolle, aufeinander abgestimmte Dekoration verleiht diesen jedoch zusätzlich eine persönliche Note und je nach Kombination können unterschiedlichste Stile erzeugt werden.

Ob Blumenvase, einfache Gläser oder flache Schalen, ob matte Steine oder feinster Deko-Sand: Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Kerzen oder LED-Lichterketten sorgen für dezente Beleuchtung und lassen durch das Licht-Schattenspiel Ihre Tisch-Deko noch malerischer wirken.

Ein positiver Spruch auf Holz, Metall oder wertigem Büttenpapier setzt Ihrer Gesamtdekoration die Krone auf und gibt Ihrem Tisch den finalen Feinschliff.

Väseli auf langem Brett

Wirkungsvolle Effekte dank Farben

Ob frisch oder warm, Ton-in-Ton oder Farbexplosion: Mit Farben lassen sich fantastische Effekte auf den Tisch zaubern.

Während cremefarbene Dahlien mit pastelligen Blumen und Zubehör besonders zart wirken, würden sie, umgeben mit farbenfrohen Elementen, stark in den Hintergrund treten. Ton-in-Ton-Kombinationen schmücken den Tisch auf eine besonders edle Art, während Blüten in einer Akzentfarbe kombiniert mit Gestaltungselementen in neutralen Taupe-, Grau- oder Beige-Tönen die Blicke gezielt auf sich ziehen. Besonders kontrastreich und beeindruckend wirken Rosen in einem kräftigen Rot ergänzt mit dezenten Farbtönen.

Selbstverständlich lässt sich auch eine bunte Farbenpracht inszenieren. Solche Dekorationen strahlen Lebhaftigkeit und Energie aus. Damit die farbenfrohe Tischwelt nicht zu nervös wirkt, eignen sich wiederkehrende Elemente oder Formen hervorragend. Möchten Sie Ihren Tisch z.B. mit mehreren Vasen in unterschiedlichen Farben dekorieren, kann eine einheitliche Vasenform Ruhe ins Gesamtbild bringen.  

Auch Tischdecken und Läufer wird bei der Farbgebung eine hohe Bedeutung beigemessen. Sie sorgen für die passende Hintergrundfarbe und verstärken die Gesamtwirkung Ihrer Dekoration.

Unterschiedliche Materialien geschickt kombinieren

Häufig unterschätzt wird die Haptik verschiedener Materialien. Ausschlaggebend ist es dabei nicht, die Tischdekoration zu berühren, sondern das Gefühl, das beim Anblick der Dekoration entsteht. Sind «Widebüseli» auf dem Tisch drapiert, so strahlen diese eine besondere Weichheit aus. Holz oder Stoffe vermitteln eine natürliche Wärme. Schiefer, Stein, Metall oder Glas bilden das Gegengewicht und stehen für zeitlose Eleganz. Blütenblätter, Federn, Spitzenbänder oder Sisal erscheinen luftig leicht.

Frische Schnittblumen, Moos oder Zweige runden mit ihrer Lebendigkeit das bezaubernde Ensemble ab. Eine ausgewogene Kombination von Materialien erfreut das Auge und sorgt für ein angenehmes Ambiente. So entfaltet eine Glasvase verziert mit einer einfachen Naturschnur oder einem schlichten Stoffband bereits eine einladende, herzliche Wirkung.

Fröhliche Kombination von Gartenblumen, natürlichen Dekoartikeln und Fundstücken aus der Natur

Sind Sie auf der Suche nach weiteren Inspirationen? Dann besuchen Sie unseren Blumenladen online oder direkt vor Ort. Bei uns finden Sie nebst frischen Blumen auch wunderschöne Deko-Artikel und saisonale Accessoires für Ihre kreativen Ideen.

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Dafür ist ein Kraut gewachsen – frische Kräuter für Grill und Küche

Dafür ist ein Kraut gewachsen – frische Kräuter für Grill und Küche


Ganz gleich, ob Sie Gäste zu sich einladen oder nur zu zweit im Garten essen möchten: Bei schönem Wetter lohnt es sich meist den Grill anzufeuern. Liebhaber von Gegrilltem schwören auf frisches Fleisch und schmackhaftes Gemüse und verfeinern diese mit ausgewählten Kräutern, die dem Grillgut das aromatische i-Tüpfelchen aufsetzen.

Wir von Egli Grün möchten heute mit Ihnen unsere kleine Grill-Kräuterkunde teilen, damit Ihr Grillplausch die richtige Würze erhält.

Auch bei Kräutern gilt: am besten ganz frisch

Das Fleisch können Sie entweder in Marinade einlegen oder auch direkt mit frischen Kräutern einreiben. Trockengewürz ist beim Grillieren weniger empfehlenswert, denn wenn Sie Ihr Grillgut mit getrockneten Kräutern würzen, fallen diese häufig vom Fleisch ab und landen in der Glut oder sie verbrennen direkt am Fleisch. Deshalb sorgt eine Marinade aus Öl, Wein oder Wasser meist für ein intensiveres Geschmackserlebnis. Selbstverständlich kann bei der Zubereitung der Marinade auch auf Trockengewürze zurückgegriffen werden, doch schmecken frische Kräuter in der Marinade deutlich ausgewogener und sehen zudem auch noch überaus appetitlich aus. Nutzen Sie den Heimvorteil des eigenen Kräutergartens oder ziehen Sie Ihre Lieblingskräuter im Topf oder Blumenkiste.


Kräuter sind wählerisch, wenn es um die Nachbarschaft zu anderen Kräutern geht. Falls Sie vorhaben, mehrere verschiedenen Kräuter nebeneinander zu pflanzen, beachten Sie, welche Kräuter sich nicht mögen.

Ideale Nachbarn sind beispielsweise:

Kombination A

Estragon, Melisse, Salbei, Schnittlauch, Thymian

Kombination B

Oregano, Salbei, Winter-Bohnenkraut

Sie können einzelne Kräuter im Topf zudem auch direkt auf den Tisch stellen – et voilà – die Tischdeko für das spontane Grillfest steht. Das sieht nicht nur dekorativ aus, sondern riecht auch sehr fein.

Saucen und Dips

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Wenn Sie zahlreiche Gäste erwarten, sind Kräuter-Dips und -Saucen perfekt. So kann jeder dem Stück Fleisch oder Gemüse im Teller noch die eigene Lieblingsnote verleihen.

Schneller Kräuterdip: Frische, fein gehackte Kräuter mit Sauerrahm, Crème fraiche oder Quark verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kräuter mit weichen Blättern sollten erst am Ende der Kochzeit oder vor dem Servieren den Speisen zugefügt werden, damit ihr Geschmack erhalten bleibt.

Alice Egli, Egli Grün

Zum Grillieren geeignet?

Nicht alle Kräuter können von Anfang an mitgekocht, bzw. mitgebraten werden. Nebst Schnittlauch, Peterli, Dill und Basilikum, welche vorwiegend für Salate und Dips Verwendung finden, sorgen diese Kräuter für ein geschmackvolles Grillerlebnis:

Thymian schmeckt herzhaft würzig bis rauchig. Doch Thymian ist nicht gleich Thymian. Es gibt zahlreiche Sorten, die sich geschmacklich unterscheiden. Die Auswahl reicht vom Orangen-Thymian über Kümmel-Thymian bis hin zum Ingwer-Thymian. Thymian passt besonders gut zu Oregano, Rosmarin, Lorbeer, Salbei, Estragon, Basilikum Zudem eignet er sich auch gut für Süssspeisen und Tee. So bringt zum Beispiel Zitronenthymian eine frische, aromatische Note in kalte Desserts.

Rosmarin schmeckt leicht bitter und passt vor allem zu hellen Fleischsorten sowie zu mediterranem Gemüse. Grilliertes Lammfleisch ohne einen Rosmarinzweig ist für viele Grillfans nur schwer vorstellbar. Richtig fein ist Rosmarin auch in Kombination mit Kartoffelspalten, zusammen auf dem Feuerring knusprig grilliert. Rosmarin kann zusammen mit Majoran, Oregano, Estragon, Basilikum und Knoblauch verarbeitet werden.

Salbei schmeckt vor allem in Kombination mit Schweinefleisch vorzüglich. Auch in Würsten entfaltet Salbei sein Aroma. Besonders gut harmoniert Salbei mit Basilikum, Rosmarin, Kerbel, Ysop und Oregano. Kennen Sie die Salbei-Mäuschen vom Feuerring? Mit Bierteig umhüllt und auf dem Feuerring gegrillt, erleben Sie Salbei ganz neu.

Kerbel verleiht Poulet, Fisch- und Gemüsegerichten eine angenehme und unaufdringliche Note. Damit der Geschmack erhalten bleibt, empfiehlt es sich, das liebliche Würzkraut erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
Gartenkerbel passt gut zu Petersilie, Schnittlauch, Salbei und Gartenkresse.

Oregano kennen viele vor allem als Pizza-Gewürz. Doch wussten Sie, dass Oregano ein wahres Universalgewürz ist? Er passt ideal zu Fisch, Schweinefilet, Rind, Wild und Poulet. Oregano harmoniert gut mit Thymian, Rosmarin, Estragon, Lorbeer und Knoblauch. Ausprobieren lohnt sich.

Majoran ist geschmacklich sehr ähnlich wie Thymian, jedoch einen Tick süsser. Da Majoran zum Garen nicht gut geeignet ist, empfehlen wir, ihn am besten erst gegen Ende der Garzeit dem Grillgut hinzuzufügen. Für noch mehr Geschmack sorgen Sie, wenn Sie Majoran mit Kerbel, Salbei oder Rosmarin kombinieren.

Rosmarin
Rosmarin und andere Kräuter schmecken fein und sehen auch dekorativ aus.

Zuviel frische Kräuter?

Ihre Kräuter wachsen prächtig und die Töpfe und Beete quellen über? Wenn Sie keine Verwendung für so viele frische Kräuter haben, können Sie diese auch in unterschiedlichen Varianten haltbar machen und sie im Winter geniessen.

Einfrieren: für Kräutersorten mit weichen Blättern geeignet
Kräuterbutter: ebenfalls mit weichblättrigen Kräutern hergestellt und eingefroren

Trocknen: am besten eignen sich dafür Kräuter die mitgekocht werden können

Kräuteröl od. -essig: wie beim Trocknen ergeben ‘härtere’ Kräuter ein besseres Ergebnis

Pesto: gute Variante für Kräuter, welche sich schlecht einfrieren und nicht trocknen lassen, bsp. Basilikum

Kräutersalz: kann mit gehackten, frischen oder trockenen Kräutern hergestellt werden.

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Genuss im Garten

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Dann besuchen Sie einen unserer nächsten Kurse bei uns im Schaugarten. In ungezwungener Atmosphäre erfahren Sie, was es für das optimale Grillvergnügen braucht.